Kompakte und leichte Vollformatobjektive für spiegellose Systemkameras

Tamron kündigt 20, 24, 35 und 70-180mm mit je F2,8 für Sony E-Mount an

2019-10-23 Mit den Vollformat-Objektiven 20 mm F2,8 Di III OSD M1:2 (Modell F050), 24 mm F2,8 Di III OSD M1:2 (Modell F051), 35 mm F2,8 Di III OSD M1:2 (Modell F053) und 70-180 mm F2.8 Di III VXD (Modell A056) kündigt Tamron eine Produktoffensive für spiegellose Systemkameras von Sony an. Alle Objektive zeichnen sich durch ihre Kompaktheit, ein geringes Gewicht sowie einen hohen Abbildungsmaßstab aus. Vor allem die drei Festbrennweiten machen manchem Makroobjektiv Konkurrenz, allerdings fehlt es ihnen dafür an hoher Lichtstärke.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Tamron 20 mm F2.8 Di III OSD M1:2 (F050) ist nur 64 Millimeter lang und 73 Millimeter "breit". [Foto: Tamron]

    Das Tamron 20 mm F2.8 Di III OSD M1:2 (F050) ist nur 64 Millimeter lang und 73 Millimeter "breit". [Foto: Tamron]

  • Bild Das Tamron 24 mm F2.8 Di III OSD M1:2 (F051) besitzt exakt dasselbe, übrigens spritzwassergeschützte Gehäuse wie die Weitwinkel-Schwestermodelle mit 20 und 35 Millimeter Brennweite. [Foto: Tamron]

    Das Tamron 24 mm F2.8 Di III OSD M1:2 (F051) besitzt exakt dasselbe, übrigens spritzwassergeschützte Gehäuse wie die Weitwinkel-Schwestermodelle mit 20 und 35 Millimeter Brennweite. [Foto: Tamron]

  • Bild Das Tamron 35 mm F2.8 Di III OSD M1:2 (F053) besitzt wie die anderen beiden Festbrennweiten einen Auszug, der sich aber beim Fokussieren nicht bewegt. [Foto: Tamron]

    Das Tamron 35 mm F2.8 Di III OSD M1:2 (F053) besitzt wie die anderen beiden Festbrennweiten einen Auszug, der sich aber beim Fokussieren nicht bewegt. [Foto: Tamron]

Die drei Festbrennweiten sind alle identisch groß. Sie messen 73 Millimeter im Durchmesser und sind 64 Millimeter lang, das Filtergewinde misst jeweils 67 Millimeter. Sie verfügen über einen Auszug, der beim Einschalten ausfährt. Die Gewichte weichen nur um jeweils fünf Gramm voneinander ab und liegen zwischen 210 Gramm (35 mm) und 220 Gramm (20 mm). Trotzdem sind die Gehäuse gegen Spritzwasser und Staub abgedichtet, zudem verfügen die Frontlinsen über eine wasser- und schmutzabweisende Fluor-Vergütung.

Ebenfalls identisch sind die sieben Blendenlamellen mit kreisrunder Öffnung, die maximale Blendenöffnung von F2,8, die sich auf bis zu F22 schließen lässt sowie der maximale Abbildungsmaßstab von 1:2, womit sie alle drei nicht nur als Makroobjektive gelten, sondern auch die ersten ihrer Art. Die Naheinstellgrenzen reichen von elf Zentimetern beim 20mm über zwölf Zentimeter beim 24mm bis hin zu 15 Zentimetern beim 35mm. Der Autofokus arbeitet mit einem OSD (Optimized Silent Drive)-Motor, der nicht nur geräuschlos, sondern auch sehr präzise arbeiten soll. Sämtliche (Autofokus-) Funktionen der Sony-Kameras werden unterstützt, sogar Objektiv-Firmwareupdates sind über die Kamera möglich. Die Baulänge der Objektive ändert sich beim Fokussieren nicht.

Das 20er und 24er setzen sich jeweils aus zehn Elementen in neun Gruppen zusammen, das 35er hingegen aus neun Elementen in acht Gruppen. Die optischen Konstruktionen setzen nicht nur LD-Elemente ein, sondern auch GM-Elemente (Glass-Molded aspherical). Abbildungsfehler wie etwa Verzeichnungen sollen so gering sein, dass sie von der Kamerasoftware vollends beseitigt werden können. Reflexionen sollen durch die BBAR (Broad-Band Anti-Reflection) -Vergütung reduziert werden.

  • Bild Das Tamron 70-180 mm F2.8 Di III VXD (A056) soll ein sehr kompaktes Telezoom für Sony-E-Mount werden, befindet sich aber noch in Entwicklung und soll erst im Frühjahr 2020 auf den Markt kommen. [Foto: Tamron]

    Das Tamron 70-180 mm F2.8 Di III VXD (A056) soll ein sehr kompaktes Telezoom für Sony-E-Mount werden, befindet sich aber noch in Entwicklung und soll erst im Frühjahr 2020 auf den Markt kommen. [Foto: Tamron]

Die beiden Objektive Tamron 24 mm F2,8 Di III OSD M1:2 (Modell F051) und 35 mm F2,8 Di III OSD M1:2 (Modell F053) sollen ab 20. November 2019 zu einem Preis von jeweils knapp 550 Euro erhältlich sein, die Markteinführung des Tamron 20 mm F2,8 Di III OSD M1:2 (Modell F050) zieht sich hingegen noch bis Januar 2020 hin, einen Preis gibt es dementsprechend noch nicht. Die Modellnummer F052 hat Tamron vermutlich nicht ohne Grund ausgelassen, denn ein 28er würde die Weitwinkel-Objektivserie vervollständigen.

Noch länger müssen sich Interessenten am Tamron 70-180 mm F2.8 Di III VXD (Modell A056) gedulden, denn das Objektiv befindet sich noch in Entwicklung, der Marktstart soll im Frühling 2020 (also zwischen März und Juni 2020) erfolgen. Auch dieses Objektiv soll sich durch sein geringes Gewicht und kompakte Abmessungen auszeichnen. Das lichtstarke Telezoom ist knapp unter 15 Zentimeter lang und soll nur 815 Gramm wiegen. Dennoch ist das Gehäuse gegen Spritzwasser und Staub geschützt, die Frontlinse soll dank der Fluor-Vergütung wasser- und schmutzabweisend sein. Der Filterdurchmesser beträgt, wie bei den anderen Tamron-Objektiven für spiegellose Vollformat-Kameras, 67 Millimeter. Das optische Design beinhaltet mehrere spezielle Glaselemente, die für eine hervorragende Abbildungsleistung des Objektivs sorgen sollen. Der neu entwickelte VXD-Autofokusmotor (Voice-coil eXtreme-torque Drive) mit Linearantrieb soll extrem leise und schnell arbeiten, die minimale Fokusdistanz liegt bei 85 Zentimetern.

Hersteller Tamron Tamron Tamron
Modell 20 mm F2.8 Di III OSD M1:2 24 mm F2.8 Di III OSD M1:2 35 mm F2.8 Di III OSD M1:2
Preis (UVP) k. A. 549,00 EUR 549,00 EUR
Bajonettanschluss Sony E Sony E Sony E
Brennweite 20,0 mm 24,0 mm 35,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F2,8 F2,8 F2,8
Kleinste Blendenöffnung F22 F22 F22
KB-Vollformat ja ja ja
Linsensystem 10 Linsen in 9 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
10 Linsen in 9 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
9 Linsen in 8 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 7 7 7
Naheinstellgrenze 110 mm 120 mm 150 mm
Bildstabilisator vorhanden nein nein nein
Autofokus vorhanden ja ja ja
Wasser-/Staubschutz ja ja ja
Filtergewinde 67 mm 67 mm 67 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 73 x 64 mm 73 x 64 mm 73 x 64 mm
Objektivgewicht 220 g 215 g 210 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.