Jetzt mit WLAN, APPs und Phasen-Autofokus

Sony zaubert NEX-5R aus dem Hut

2012-08-29 Sony überarbeitet seine spiegellose Mittelklasse-Systemkamera und bringt die neue NEX-5R auf den Markt. Gegenüber dem Vorgängermodell hat sich oberflächlich bis auf die neue weiße Variante nichts getan, unter der Haube aber gibt es einen neuen Hybrid-Autofokus. Diese Systeme kommen in Mode, dafür werden auf dem Bildsensor Phasen-Detektionssensoren integriert, die dem Kontrastautofokus auf die Sprünge helfen sollen. Außerdem neu in der Sony NEX-5R: Ein eingebautes WLAN-Modul und installierbare Apps zur Funktionserweiterung.  (Benjamin Kirchheim)

Sony NEX-5R [Foto: Sony]Im weiterhin 16,1 Megapixel auflösenden Bildsensor in APS-C-Größe hat Sony 99 Phasensensoren eingebaut, die den Kontrastautofokus unterstützen sollen, der seinerseits mit 25 Autofokuspunkten arbeitet. Die Phasensensoren können im Gegensatz zum Kontrastautofokus abschätzen, wie weit das Motiv entfernt ist und in welche Richtung der Fokus verstellt werden muss. Der Phasen-Autofokus übernimmt dabei die grobe Voreinstellung, der Kontrastautofokus sorgt für die präzise Feineinstellung. Im Serienbildmodus mit Nachführ-Autofokus hingegen kann sich die NEX-5R auch nur auf die Phasensensoren verlassen und somit nun bei zehn Serienbildern pro Sekunde den Fokus nachführen, was die Vorgängermodelle noch nicht beherrschten. Die entsprechende Umschaltung des Autofokusmodus erfolgt automatisch. Der Hybrid-Autofokus erfordert die spezielle Unterstützung von den Objektiven. Zur Markteinführung bieten das bereits folgende vier Modelle: Das 18-55 Millimeter F3,5-5,6 mit OSS Bildstabilisator, das 55-210 Millimeter F4-6,3 OSS, das 18-200 Millimeter F3,5-6,3 OSS sowie das Carl Zeiss Sonnar T* mit 24 Millimeter und F1,8. Für andere Objektive des NEX-Programms soll es Firmwareupdates geben.

Der Bionz-Bildprozessor ist im neuen NEX-Modell noch leistungsfähiger und soll das Bildrauschen noch effektiver unterdrücken können. Daher ist die ISO-Empfindlichkeit nun zwischen 100 und 25.600 einstellbar – eine Stufe mehr als noch bei den Vorgängermodellen. Zwei Bedienräder an der Kamera sollen die Bedienung vereinfachen, es kann aber auch der Touchscreen Sony NEX-5R [Foto: Sony]zur Einstellung benutzt werden. Der Bildschirm misst weiterhin drei Zoll (7,5 Zentimeter) in der Diagonale und löst 921.000 Bildpunkte auf. Verbessern konnte Sony die Klappfähigkeit des Bildschirms. Dieser lässt sich nun um 180 Grad nach oben klappen, womit Selbstporträts viel leichter möglich werden. Die Klappmöglichkeit nach unten wurde auf 50 Grad erweitert. Zur Seite Schwenken lässt sich der Bildschirm hingegen weiterhin nicht.

Ein weiteres Highlight ist das integrierte WLAN-Modul, über das die Kamera mit einem Smartphone oder einen Netzwerk verbunden werden kann. Hinzu kommt die Möglichkeit, die Kamerafunktionen über installierbare Anwendungen, so genannte Apps, erweitern zu können. Erste Apps sollen eine Fernsteuermöglichkeit vom Smartphone inklusive Livebild oder etwa einen direkten Fotoupload auf Internetseiten bieten. In Planung sind bereits Apps zur Bildbearbeitung, womit Sony eine Lücke in der Ausstattung füllt, denn bisher Sony NEX-5R [Foto: Sony]konnten boten die Systemkameras (und auch die DSLRs) im Gegensatz zum Wettbewerb keine derartigenFunktionen.

Schließlich hat Sony auch den Videomodus verbessert. Dieser nimmt in Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln nun wahlweise auch 50 Vollbilder pro Sekunde auf. Neu ist auch eine verlängerte Belichtungszeit für Videos in dunklen Umgebungen, wodurch hier hellere Videos möglich sein sollen als mit der Konkurrenz. Ab Oktober 2012 soll die Sony NEX-5R im Set mit dem 18-55 OSS zu einem Preis von knapp 750 EUR in den Farbvarianten Schwarz, Silber und Weiß erhältlich sein – das Objektiv ist allerdings bei allen Sets silber.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.