Nach-IFA-Premiere

Sony stellt weltweit die DSLR-A700 mit zwei neuen Objektiven vor

2007-09-06 Sony hat am 5. September 2007 weltweit das erwartete Folgemodell zusätzlich zu seiner DSLR A100 mit der Bezeichnung DSLR-A700 offiziell vorgestellt. Die 12,2-Megapixel-Kamera mit 3"-Monitor (921.600 Bildpunkte) ist wiederum kompatibel zu den meisten (Konica-)Minolta-Objektiven und wird von zwei neu vorgestellten Objektiven (DT 16-105 mm F3,5-5,6 und DT 18-250 mm F3,5-6,3) sowie einem neuen (optionalen) Hochformatgriff begleitet.  (Jan-Gert Hagemeyer)

Sony Alpha 700 [Foto: Sony]Die neue Sony DSLR-A700 ist für Foto-Enthusiasten und ambitionierte Hobby-Fotografen ausgelegt, besitzt ein leichtes, staub- und feuchtigkeitsresistentes Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung, einen integrierten Bildstabilisator (Super SteadyShot) und ist – wie schon die kleine, aber ältere Schwester A100 – mit fast allen bisherigen (Konica-)Minolta-Objektiven kompatibel. Zusammen mit den beiden zeitgleich vorgestellten Sony-Objektiven (Standard-Kitobjektiv DT 16-105 mm F3,5-5,6 entsprechend 24-157,5 mm bei Kleinbild und Telezoom-Kitobjektiv DT 18-250 mm F3,5-6,3 entspr. 27-375 mm bei KB) umfasst das Sony-Portfolio an Objektiven und Telekonvertern damit derzeit 23 unterschiedliche Modelle. Ferner plant Sony für das Frühjahr 2008 die Markteinführung eines Supertele-Objektivs 70-300 mm F4,5-5,6 SSM G (gemäß Crop-Faktor 1,5 beim A-System also entspr. 105-450 mm bei KB) mit Ultraschallmotor (Super Sonic Wave Motor).

Die A700 baut offensichtlich auf der Konica Minolta Dynax 7D aus dem Jahr 2004 auf und ist mit einem neuen 12,2-Megapixel "Exmor" CMOS Sensor ausgestattet, der bereits eine interne A/D-Wandlung und doppelte Rauschunterdrückung (noch im RAW-Modus) bewirkt, bevor die Bildsignale an den kürzlich entwickelten BIONZ-Bildprozessor weiter gegeben werden. Als Ergebnis sollen hoch auflösende, detailreiche Bilder mit reichem Tonwertumfang zu erwarten sein (unser "First Look" zum kommenden Wochenende wird´s ggf. erweisen). Ein ebenfalls neu entwickeltes Autofokussystem arbeitet mit elf  Flächensensoren ("Wide-Area"-Sensoren), der Clou ist aber ein zentraler Doppelkreuzsensor mit besonders hoher Empfindlichkeit (mit Objektiven ab F2,8 und lichtstärker), der auch bei schwachem Licht noch zuverlässig arbeitet, und zwei horizontalen sowie zwei vertikalen linearen Sensoren für hohe AF-Präzision. Der optische Pentaprismensucher liefert 0,9-fache Vergrößerung und 95 % Bildabdeckung. Der vertikal öffnende Traversverschluss hat eine kürzeste Belichtungszeit von 1/8.000 s, so dass – zusammen mit einem schnellen Spiegelmechanismus und dem neuen Bildprozessor – bis zu 5 Bilder/s möglich sind. Im Serienbildmodus ist die Bildfolgezahl bei JPEGs nur durch die Speicherkartenkapazität, bei RAW auf max. 18 Bilder begrenzt. Apropos Bildspeicher: Die A700 akzeptiert in zwei separaten Slots sowohl Memory Stick Duo/Memory Stick PRO-HG sowie CompactFlash Typ I/II, diese jeweils bis zu Transfergeschwindigkeiten von 300x (entspr. 45 Megabytes/s).

Die auf Enthusiasten und ambitionierte Amateurfotografen ausgerichteten Aufnahme-Featues der A700 bieten 14 vorprogrammierte Kreativeffekt-Einstellungen (u. a. Nachtaufnahmen, Herbstblätter oder lebhaft), dSony Alpha 700 [Foto: Sony]ie noch manuell fein nachjustiert werden können hinsichtlich Kontrast, Schärfe, Zonenanpassung und weiteren Parametern. Dabei hilft auch Sonys so genannter Dynamic Range Optimizer (kurz DRO), der für die A700 upgedated worden ist und einerseits einzelne Bildzonen (etwa Lichter und/oder Schatten) zu beeinflussen vermag und andererseits via DRO-Bracketing aus einer Belichtung drei unterschiedliche DRO-Level liefern kann. Bis zu 28 individuelle Kameraeinstellungen können in einem von insgesamt drei User-Speicherplätzen für späteren Abruf abgelegt werden; ein Userfunktionsknopf kann außerdem mit bis zu 15 sofort abrufbaren Funktionen belegt werden. Mit der mitgelieferten Fernbedienungssoftware kann die A700 vom PC aus über die USB-Schnittstelle gesteuert und Dateien direkt auf der Festplatte gespeichert werden. Zu den weiteren Anschlüssen gehört ein HDMI-Ausgang zur Verbindung mit HDTV-Geräten. Außerdem wird die A700 mit einer drahtlosen Remote Control Fernauslösung (im Lieferumfang) kommen, die viele Kameraeinstellungen aus der Distanz vornehmen lässt.

Die Sony A700 besitzt (wie die neuen Nikon D3 und D300) ein 3"-LCD für die (nachträgliche) Bildkontrolle mit einer Auflösung von 921.600 Bildpunkten, was 307.200 Pixeln (VGA 640x480)entspricht. Zur Markteinführung kommt ein Hochformathandgriff mit sämtlichen Bedienungsfunktionen und Platz für zwei InfoLithiumionenAkkus mit je 1.650 mAh, die ihre verbleibende Kapazität jeweils an das Kamera-LCD melden.

Die Sony DSLR-A700 wird (ab Anfang November 2007) als Body allein zum Preis von ca. 1.400 EUR (UVP) geliefert, zur gleichen Zeit auch im Kit mit dem bereits verfügbaren 18-70 mm Standardobjektiv zum Preis von ca. 1.500 EUR, mit dem neuen 16-105 mm Standardobjektiv zum Preis von ca. 1.900 EUR, der optionale Hochformat-Batteriehandgriff soll dann 350 EUR kosten.

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