Großer Sensor, große Lichtstärke und großes Zoom

Sony kündigt Premium-Bridgekamera DSC-RX10 an

2013-10-16 Mit der Cyber-shot DSC-RX10 kündigt Sony eine konkurrenzlose Premium-Bridgekamera mit großem 1-Zoll-Sensor und durchgehend F2,8 lichtstarkem Zoom mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 24 bis 200 Millimeter an. Die RX10 will ein wahres Allroundtalent sein und wartet mit einem spritzwassergeschützten Gehäuse samt ergonomischem Handgriff, hoch auflösendem Sucher sowie NFC und WLAN auf. Allerdings hat die eierlegende Wollmilchsau auch einen stolzen Preis.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Als waschechte Bridgekamera besitzt die Sony DSC-RX10 einen ausgeprägten Handgriff sowie ein dominantes Objektiv. Das spritzwassergeschützte Gehäuse ist in dieser Klasse einmalig. [Foto: Sony]

    Als waschechte Bridgekamera besitzt die Sony DSC-RX10 einen ausgeprägten Handgriff sowie ein dominantes Objektiv. Das spritzwassergeschützte Gehäuse ist in dieser Klasse einmalig. [Foto: Sony]

  • Bild Sony paart bei der DSC-RX10 einen BSI-CMOS-Sensor im 1"-Format mit einem durchgehend F2,8 lichtstarken Objektiv, das eine kleinbildäquivalente Brennweite von 24-200 Millimeter besitzt. [Foto: Sony]

    Sony paart bei der DSC-RX10 einen BSI-CMOS-Sensor im 1"-Format mit einem durchgehend F2,8 lichtstarken Objektiv, das eine kleinbildäquivalente Brennweite von 24-200 Millimeter besitzt. [Foto: Sony]

  • Bild Die Sony DSC-RX10 besitzt nicht nur einen 7,5 Zentimeter großen Klappbildschirm, sondern auch einen 1,4 Millionen Bildpunkte auflösenden OLED-Sucher. [Foto: Sony]

    Die Sony DSC-RX10 besitzt nicht nur einen 7,5 Zentimeter großen Klappbildschirm, sondern auch einen 1,4 Millionen Bildpunkte auflösenden OLED-Sucher. [Foto: Sony]

  • Bild Auf der Oberseits besitzt die Sony DSC-RX10 ein Statusdisplay, das über alle wichtigen Aufnahmeparameter informiert. [Foto: Sony]

    Auf der Oberseits besitzt die Sony DSC-RX10 ein Statusdisplay, das über alle wichtigen Aufnahmeparameter informiert. [Foto: Sony]

1.200 Euro muss der Kunde für dieses Technikfeuerwerk auf den Tisch legen, das ab November 2013 erhältlich sein soll. Für das Geld bekommt er aber echte Premium-Qualität, in der Form ist die RX10, ähnlich wie die kompaktere Schwester RX100, konkurrenzlos. Der BSI-CMOS-Sensor im 1-Zoll-Format misst 13,2 x 8,8 Millimeter und ist damit laut Sony gut viermal größer als übliche Kompaktkamerasensoren. Er löst rund 20 Megapixel auf, wobei die einzelnen Pixel dank rückwärtig belichteter Technologie (BSI) besonders lichtempfindlich sind. Beim Test der Sony RX100 II, die denselben Sensor besitzt, stellten wir als Fazit fest: "Ihre Bildqualität ist absolut betrachtet bis ISO 3.200 sehr hoch und praktisch auf DSLR-Niveau, für eine Kompaktkamera ist sie überragend." Das dürfte von den Sensoreigenschaften her auch auf die neue RX10 zutreffen. Diese verfolgt aber ein anderes Konzept als die RX100, die besonders kompakt sein will und die man daher als Premium-Kompaktkamera bezeichnen kann. Die RX10 hingegen ist zwar auch recht kompakt, besitzt aber ein größeres Gehäuse mit ausgeprägtem Handgriff für ein gutes Handling sowie einen elektronischen Sucher.

Mit verantwortlich für den Größenzuwachs ist aber auch das ausgeprägte Objektiv. Es besitzt eine hohe durchgehende Lichtstärke von F2,8 bei einem kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24 bis 200 Millimeter, was praktisch nahezu alle Alltagsfotosituationen abdecken sollte. Das Objektiv verfügt über einen Blendenring, ein Motorzoom sowie einen Einstellring, beispielsweise zum manuellen Fokussieren. Zudem hat Sony das Objektiv mit einem optischen Bildstabilisator sowie einer nahezu kreisrunden Blende ausgestattet, ersteres sorgt für verwackelungsfreie Aufnahmen, letzteres für ein angenehmes Bokeh. Das Label Carl Zeiss Vario Sonnar T* soll für eine besonders hohe optische Güte stehen. Des Weiteren sorgt das Filtergewinde mit 62 Millimeter Durchmesser für die Möglichkeit, optische Filter anzuschließen.

Für einen schnellen Autofokus sowie eine Bildverarbeitung mit hoher Qualität soll der neue Bionz X Prozessor sorgen. Er verarbeitet Daten dreimal schneller als sein Vorgängermodell. Zudem erkennt der Autofokus sogar Augen und kann präzise auf diese Fokussieren. Auch das Verfolgen von Objekten mit Fokusnachführung stellt für die RX10 kein Problem dar. Makroaufnahmen sind bereits ab drei Zentimeter Abstand möglich, wobei der Spot-Autofokus mit dreistufig wählbarer Größe ein nützliches Werkzeug gerade bei Makroaufnahmen darstellt. Videos lassen sich in Full-HD-Auflösung bei bis zu 50 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Der Tonpegel ist direkt in der Kamera steuerbar, alternativ zum eingebauten Mikrofon lassen sich externe anschließen, sogar einen XLR-Adapter bietet Sony im Zubehörprogramm an. Der Kopfhörerausgang erlaubt die direkte Tonkontrolle. Zudem erlaubt die RX10 die direkte Videosignalausgabe via HDMI, um eine externe Aufzeichnung vorzunehmen. Fotos überträgt die RX10 sogar mit vierfacher Full-HD-Auflösung, sofern man einen kompatiblen Fernseher mit rund acht Megapixeln Auflösung besitzt.

Die Cyber-shot verfügt über gleich drei Displays. Das größte davon misst 7,5 Zentimeter in der Diagonale und ist klappbar auf der Rückseite angebracht. Das kleinste Display, ein OLED, sitzt im elektronischen Sucher, der aber gleichzeitig mit 1,4 Millionen Bildpunkten am höchsten auflöst. Außerdem verfügt die RX10 über ein Statusdisplay auf der Kameraoberseite, das ganz klassisch über Aufnahmeparameter und Kameraeinstellungen informiert, ohne viel Strom zu verschwenden. Praktisch ist auch die Möglichkeit, ein Smartphone oder Tablet via WLAN mit der RX10 zu verbinden. Dank NFC soll dies mit kompatiblen Geräten besonders einfach von Statten gehen. Mit der entsprechenden App lässt sich das Livebild übertragen und die Kamera fernsteuern. Außerdem können natürlich Fotos und Videos kabellos via WLAN von der Kamera auf ein anderes Gerät übertragen werden.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.