Günstige Einstiegsmodelle

Sony kündigt DSLRs Alpha 290 und 390 an

2010-06-09 Sony kündigt mit den DSLRs Alpha 290 und 390 zwei neue Einsteigermodelle an, die das bisherige Dreiergespann aus Alpha 230, 330 und 380 ablösen. Sowohl die Alpha 290 als auch die 390 kosten mit Setobjektiv 18-55mm SAM weniger als 500 EUR, auch technisch sind sie weitgehend identisch: Der CCD-Bildsensor löst 14,2 Megapixel auf und ist zur Bildstabilisierung beweglich gelagert (Sony SteadyShot), das Bajonett ist kompatibel zu allen Alpha- (und älteren Minolta-Autofokus-) Objektiven, durch die APS-C-Größe des Bildsensors beträgt der Brennweitenverlängerungsfaktor 1,5. Im Gegensatz zur Alpha 290 bietet die 390 LiveView, außerdem ist der 2,7"-Bildschirm (6,9 cm) klappbar.  (Benjamin Kirchheim)

Sony Alpha DSLR-A290
[Foto: Sony]Der Klappmechanismus erlaubt es, den Bildschirm der Alpha 390 um 55° nach unten und 135° nach oben zu schwenken. Dadurch bedingt ist die Alpha 390 etwa 41 g schwerer als die Alpha 290, die 504 g betriebsbereit (mit Akku und Speicherkarte, aber ohne Objektiv) wiegt. Außerdem ist die Alpha 390 mit 128,1 x 97,1 x 83,5 mm etwas dicker als die Alpha 290, deren Gehäuse 79,6 mm in der Dicke misst. Wer auf LiveView und Klappbildschirm verzichten kann, spart mit der Alpha 290 etwa 50 EUR, denn sie soll mit 18-55mm SAM nur rund 450 EUR kosten. Beide Alphas werden nicht ohne Setobjektiv angeboten, sind aber zusätzlich mit 55-200mm SAM im Set erhältlich, der Aufpreis beträgt je 200 EUR. Ab Ende Juli 2010 sollen die neuen Einsteiger-DSLRs erhältlich sein.

Eine markante Änderung gegenüber den Vorgängermodellen ist die Ergonomie. Glücklicherweise ist Sony vom Griffdesign ohne vernünftige Ergonomie wieder abgekommen, so dass die beiden neuen Modelle deutlich besser und sicherer in der Hand liegen dürften. Beide verfügen über einen optischen Spiegelreflexsucher, wobei sich hier durch den LiveView-Mechanismus bedingt weitere Unterschiede ergeben. Der Sucher der Alpha Sony Alpha DSLR-A290
[Foto: Sony]290 ist mit 0,83facher Vergrößerung etwas größer als bei der Alpha 390, die 0,74fach vergrößert. Außerdem unterscheidet sich der Augabstand, der bei der Alpha 390 mit 19,7 mm vom Okular größer ist als bei der Alpha 290 mit 16,5 mm. In der Praxis bedeutet das, dass man bei der Alpha 290 näher mit dem Auge an den Sucher muss, damit die Ecken nicht abschatten. Die Unterschiede sind in Sonys LiveView-Mechanismus begründet. Im Sucherbuckel befindet sich ein kleiner Bildsensor, durch mechanisches Umschalten am Sucher schwenkt ein Spiegel das Sucherbild statt durch das Okular zum Auge auf diesen Bildsensor, der das LiveBild, allerdings nur mit 90 % Bildfeldabdeckung, bereitstellt. Dadurch bleibt der große Hauptspiegel stehen, was bedeutet, dass der Autofokussensor im Kameraboden weiterhin aktiv bleiben kann und Sony somit den schnellsten LiveView-Autofokus aller DSLRs besitzt. Eine LiveView-Funktion über den Hauptbildsensor, um bspw. bei manueller Fokussierung äußerst präzise arbeiten zu können, bieten die Einsteigerkameras im Gegensatz etwa zur Alpha 550 nicht.

Sony Alpha A390 [Foto: Sony]Die sonstige Ausstattung der Kameras ist absolut identisch. So bspw. der Näherungssensor zwischen Sucher und Bildschirm, der Letzteren ausschaltet. Ein Lagesensor sorgt dafür, dass der Bildschirminhalt bei der Statusanzeige und Wiedergabe richtig gedreht wird. Neben einem Hauptmenü verfügen die Alphas außerdem über ein Schnellmenü für wichtige Einstellungen, die nicht über die vorhandenen Bedienelemente direkt erreicht werden können. Die ISO-Empfindlichkeit reicht bei beiden von ISO 100 bis ISO 3.200, eine Rauschunterdrückung sorgt dabei für rauschfreiere Bildergebnisse auch bei höheren Empfindlichkeiten. Die Aufnahmeprogramme reichen von Motivprogrammen über eine Programmautomatik bis hin zu Halbautomatiken mit manueller Wahl der Blende bzw. Belichtungszeit oder vollständig manueller Kontrolle über die Belichtung – so kommen sowohl Einsteiger als auch Lernwillige und Kreative auf ihre Kosten.

Zur weiteren Ausstattung gehören ein Blitz mit Leitzahl 10 und ein Mini-HDMI-Anschluss Sony Alpha A390 [Foto: Sony]zur Bildbetrachtung auf HD-Fernsehern, wobei Bravia-Sync dafür sorgt, dass man mit der Fernseher-Fernbedienung die angeschlossene Kamera steuern kann, etwa um die Diashow zu starten oder die Bilder manuell weiter zu klicken. Beide Alpha verfügen über zwei Speicherkartenfächer, eines für MemorySticks und eines für SD(HC)-Karten, wobei die Umschaltung manuell erfolgen muss, d. h. die Kamera kann die Speicherkarten nicht automatisch parallel oder nacheinander ansteuern.

Sony betont besonders die Einsteigerfreundlichkeit und leichte Bedienbarkeit der Alpha 290 und 390. So sollen Menüs und Anzeigen leicht verständlich gestaltet sein, die Funktion der Bedienräder wird stets angezeigt. Sowohl eine Erklärung der Kamerabedienung als auch ein Foto-Grundkurs (sogar mit aussagekräftigen Beispielbildern) sind in der Kamera gespeichert und abrufbar. Wie gewohnt bietet Sony ein umfangreiches Zubehörprogramm aus Taschen, Objektiven, optischen Filtern, GPS, Li-Ion-Ersatzakkus, Blitzgeräten etc. an.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.