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Sony erweitert T-Serie um DSC-T10

2006-08-02 Allen Unentschlossenen, die mit der ultraflachen Sony Cyber-shot DSC-T9 geliebäugelt haben, macht Sony mit der heutigen Ankündigung der DSC-T10 die Entscheidung nicht leichter. Nicht nur, dass das neue Cyber-shot-Modell eine höhere Auflösung von 7,2 Megapixel aufzeigt; nein sie bietet auch noch einen erweiterten Einstellungsbereich für die Lichtempfindlichkeitsstufenäquivalente (bis ISO 1.000) und noch ein paar weitere Neuerungen, die aber eher im Detail zu suchen sind. Zu bekommen ist die neue Sony-Kamera aber erst ab Mitte September.  (Yvan Boeres)

Sony Cyber-shot DSC-T10 [Foto: Sony]Wie schon ihre Vorgängerin DSC-T9, integriert auch die kosmetisch leicht modifizierte und ca. 6 Gramm schwerere DSC-T10 einen optischen Bildstabilisator. Gepaart mit dem auf bis zu ISO 1.000 erweiterten Einstellungsbereich für die Lichtempfindlichkeitsstufenäquivalente (inkl. passendem Motivprogramm "hohe Empfindlichkeit"), besitzt sie so gleich zwei Sicherheitsmechanismen gegen Verwacklungsunschärfen. Die höhere Maximalempfindlichkeit und die auf 7,2 Megapixel gestiegene Auflösung scheinen auch die einzigen Neuerungen beim jüngsten Cyber-shot-Modell zu sein. Demnach ist die Kamera nach wie vor extrem schmal (stellenweise 20,6 mm), macht von der gleichen intern "angewinkelten" 3-fach-Zoomoptik (38-114mm/F3,5-4,3 entspr. KB) Gebrauch und verfügt auch sonst über dieselben Charakteristika wie die DSC-T9.

Trotz höherer Auflösung gibt es kaum Einbußen bei der Schnelligkeit und bei der Akkulaufzeit. Die Einschaltzeit bleibt unverändert bei 1,3 Sekunden, während die Auslöseverzögerung geringfügig auf 0,28 Sekunden (inkl. Scharfstellung) bzw. 0,01 Sekunden (exkl. Scharfstellung) steigt. Die Zahl der Bilder pro Akkufüllung steigt sogar auf 250 Aufnahmen (gemäß CIPA-Standardtestverfahren), wobei der gleiche Lithiumionenakku aus der Info-Lithium-Serie (NP-FT1 mit 3,6V bei 860 mAh) zum Einsatz kommt. Diese Leistungen sind zum großen Teil dem bewährten Real-Imaging-Prozessor zu verdanken, der jetzt schon ein paar Jahre und etliche Kameragenerationen sozusagen auf dem Buckel hat. Er sorgt u. a. auch für die Rauschunterdrückung; wie bei allen Cyber-shot-Kameras jüngerer Bauart wird im "Clear RAW NR"-Prozess das Bildrauschen schon in einem sehr frühen Stadium der Signalverarbeitung unterdrückt.

Passend zur gesteigerten Auflösung gibt es neue Bildgrößen. In der höchsten Qualitätsstufe sind die Bilder jetzt 3.072 x 2.304 Pixel groß; nimmt man die Fotos im traditionellen 3:2-Seitenformat auf, setzen sie sich aus 3.072 x 2.048 Bildpunkten zusammen. Für Aufnahmen im Breitbild- bzw. HDTV-Format gibt es eine entsprechende 16:9-Einstellung. Beim Aufzeichnen von Videoclips gibt es hingegen keine Auflösungssprünge. Gefilmt wird weiter in VGA- oder QVGA-Auflösung (640 x 480 Pixel und 320 x 240 Pixel) und mit einer Bildwiederholrate von – je nach Auflösungseinstellung und verwendetem Speicherkartentyp – von 8,3 bis 30 Bildern pro Sekunde, wie bei Sony gewohnt, mit Ton und ohne feste Zeitbegrenzung. Sofern der Benutzer die Aufnahme nicht vorher stoppt, endet sie also erst bei Erschöpfung des verfügbaren Speichers. Davon sind 58 MBytes fest eingebaut vorhanden (nutzbar sind 56 MByte) und über Memory Sticks vom Typ Duo und PRO Duo (sowie Mischvarianten) kann man der Kamera Speicher hinzufügen. Ganz neu ist hingegen die Fähigkeit der DSC-T10, mit einer Empfindlichkeit von bis zu 10 Lux zu filmen, beim Filmen zoomen zu können, auf Knopfdruck kurze Erklärungen zu verschiedenen Menüpunkten und zu den Auflösungseinstellungen zu liefern sowie bei Selbstauslöser-Aufnahmen nunmehr zwei Vorlaufzeiten (10 s wie bisher und 2 s) zur Auswahl zu bieten.

Schon zu DSC-T9-Zeiten profitierten deren Besitzer von einem großzügig dimensionierten (2,5" bzw. 6,3 cm Bildschirmdiagonale), ausreichend fein auflösenden (230.400 Pixel) und gut lesbaren Farbbildschirm mit automatisch oder manuell regulierbarer Helligkeit. Daran ändert sich auch bei der DSC-T10 nichts. Auch diesmal "mit von der Partie": die Clear-Photo-Plus-Technologie, die für verbesserte Abbildungsleistungen (großer Betrachtungswinkel, gute Lesbarkeit im Hellen und Dunkeln, farbtreue Bildwiedergabe) des LCDs sorgt. Zu den weiteren mit übernommenen Ausstattungsmerkmalen gehören u. a. noch die Möglichkeit, multimediale Diaschauen zu erstellen (diverse "Themen" mit verschiedenen Überblendeffekten und auswählbarer Hintergrundmusik können aufgerufen werden), die PictBridge-kompatible USB-2.0-Highspeed-Schnittstelle, die Andockmöglichkeit, der 5-Punkt-Autofokus mit AF-Hilfslicht, die 49-Feld-Belichtungsmessung, der 1cm-Supermakromodus (jetzt noch schneller aufrufbar) und die Sony-typischen Einstellungen (z. B. bei den Motivprogrammen und bei den Farbmodi).

Natürlich wurde bei der DSC-T10 die mitgelieferte Software (u. a. Picture Package) auf den neuesten Stand gebracht. Praktisch ist die Tatsache, dass die DSC-T10 und ihre Vorgängerin DSC-T9 aufgrund der engen Verwandtschaft das gleiche Zubehör teilen. Dazu gehören beispielsweise das Kameradock CSS-TNA, das Sport- bzw. Spritzwasserschutzgehäuse SPK-THC und das Unterwassergehäuse MPK-THC. Ebenfalls im Zubehörprogramm: diverse Taschen, Speicherlösungen (Memory Sticks, Lesegeräte usw.) und Energielösungen (Ersatzakkus, Ladegeräte, Netzteile usw.). Ob die in Asien und den USA erhältlichen Zubehörteile HVL-RLS (LED-Ringlicht) und GPS-CS1 (GPS-Miniaturempfänger für den USB-Anschluss) auch in Deutschland bzw. Europa eingeführt werden, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Wie schon bei der DSC-T9 hat der Sony-Kunde zwei Gehäusefarben zur Auswahl: Silber oder Schwarz. Die Markteinführung der DSC-T10 ist für Mitte September geplant, so dass sie noch kurz vor der Photokina zu einem offiziellen Listenpreis (UVP) von knapp 390 EUR auf den Markt kommt. Ergänzende Infos zu Technik, Funktion und Ausstattung der Sony Cyber-shot DSC-T10 sind hingegen ab sofort im detaillierten digitalkamera.de-Datenblatt zu finden.

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