Benannt nach dem Foveon-Erfinder

Sigma stellt DP1, DP2 und SD1 als Merrill-Edition vor

2012-02-08 Sigma kündigt mit der SD1 Merrill, DP1 Merrill und DP2 Merrill eine Renovierung seine Digitalkamerasegments an. Hauptneuerung sind Optimierungen in der Produktion, die den 46 Megapixel auflösenden Bildsensor drastisch im Preis senken. So soll die SD1 Merrill wohl um ca. 2.000 EUR kosten und damit über 5.000 Euro weniger als noch die originale SD1. Deren Käufer sollen wiederum durch ein spezielles Bonusprogramm entschädigt werden, das Gutscheine im Wert von bis zu 4.000 Euro enthält, um den drastischen Preisverfall etwas abzumildern.  (Benjamin Kirchheim)

Sigma SD1 mit 17-50 mm 2.8 EX DC OS HSM [Foto: MediaNord]Technisch entspricht die Sigma SD1 Merrill zu 100 Prozent der SD1. Sie besitzt ein abgedichtestes Magnesiumgehäuse, den Bildprozessor Dual True II mit DDR III Speicher und natürlich den 46 Megapixel auflösenden Foveon-Bildsensor. Dieser besitzt 4.800 x 3.200 Pixel in drei Farbschichten, wodurch sich rechnerisch 46 Megapixel ergeben. Die Auflösung soll etwa 30 Megapixeln eines herkömmlichen Bayer-Sensors entsprechen. Der Bildsensor ist in APS-C-Größe gebaut, die Brennweiten scheinen sich also um den Faktor 1,5 zu verlängern. Die SD1 besitzt einen Sigma-Objektivanschluss und kann nur mit diesen verwendet werden. Eine Glasscheibe direkt hinter dem Bajonett dient als Staubschutz, diese kann aber zur Reinigung des Sensors auch abgenommen werden – schließlich befinden sich mechanisch Teile dahinter. Im März 2012 soll die SD1 Merrill für etwa 2.000 EUR auf den Markt kommen. Über ein noch nicht näher spezifiziertes Bonuspunkteprogramm können bisherige Käufer der SD1, die immerhin 7.500 EUR ausgeben mussten, Punkte gegen Produkte zu einem UVP von bis zu 4.000 EUR eintauschen. Als Wertschätzung für bisherige Kunden, wie der Sigma-CEO Kazuto Yamaki schreibt.

Sigma DP1 [Foto: Sigma]Etwas anders ist die Lage bei den beiden Kompaktkameras Sigma DP1 Merrill und DP2 Merrill. Denn diese verfügen nun auch über den neuen 46-Megapixel-Sensor sowie den Dual True II Bildverarbeitungsprozessor und unterscheiden sich somit von ihren Vorgängermodellen. Sonst bleibt im Prinzip alles beim Alten: Die DP1 besitzt ein 28-Millimeter-Objektiv (entsprechend Kleinbild) mit einer maximalen Lichtstärke von F2,8. Die DP2 hingegen verfügt über eine Festbrennweite mit 45 Millimeter entsprechend Kleinbild, ebenfalls mit F2,8 Lichtstärke. Die Kameras wiegen 340 beziehungsweise 330 Gramm und messen 121,5 mal 66,7 Millimeter, wobei die DP1 64,3 Millimeter und die DP2 59,2 Millimeter in der Tiefe messen. Außerdem besitzen sie einen Drei-Zoll-Bildschirm, verfügen über einen SDHC-kompatiblen SD-Kartenschacht und zeichnen Fotos in RAW und JPEG auf. Bei Videos wird VGA-Auflösung erreicht. Preise und Verfügbarkeiten stehen hingegen noch nicht fest..


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.