Hochwertige, kompakte Festbrennweiten

Sigma 24 mm F2.0 DG DN und 90 mm F2.8 DG DN erweitern die I-Serie

2021-09-09 Mit dem 24 mm F2.0 DG DN Contemporary und dem 90 mm F2.8 DG DN Contemporary erweitert Sigma seine I-Serie um zwei weitere Festbrennweiten auf nunmehr sechs Objektive. Die Objektive dieser Serie sind nicht nur sehr kompakt, sondern auch mit einem hochwertigen Metallgehäuse versehen. Die optische Performance soll zudem gut sein, während der Preis der beiden Neuzugänge nur knapp über 600 Euro liegt.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Sigma 24 mm F2 DG DN Contemporary. [Foto: Sigma]

    Sigma 24 mm F2 DG DN Contemporary. [Foto: Sigma]

Bei den Contemporary-Objektiven der I-Serie handelt es sich um Festbrennweiten, die sich allesamt für das Kleinbildformat eignen. Sie sind für spiegellose Systemkameras konstruiert und momentan wahlweise mit einem Leica-L-Mount oder einem Sony-E-Mount versehen. Dabei besteht nicht nur das Gehäuse aus Metall, sondern auch der Blendenring sowie der Fokusring und die inneren Komponenten. Zudem ist der Messing-Objektivanschluss spritzwassergeschützt. Eine weitere Besonderheit ist der minimalistische, magnetische Objektivdeckel. Als Zubehör gibt es einen Objektivdeckelhalter, den man am Kameragurt oder am Gurt der Kameratasche befestigen kann, an dem die Deckel ebenfalls magnetisch halten.

Das Sigma 24 mm F2.0 DG DN Contemporary ist bereits das zweite 24mm-Objektiv der I-Serie. Es ist mit einer maximalen Blendenöffnung von F2,0 aber deutlich Lichtstärker als das Schwestermodell mit F3,5. Von der Bildanmutung und dem Bokeh soll das neue 24er perfekt zum 35 mm F2.0 DG DN Contemporary passen, das ebenfalls zur I-Serie gehört. Das Bokeh soll nicht zuletzt dank neun abgerundeten Blendenlamellen sehr weich sein, womit sich schöne Freistelleffekte erzielen lassen.

Mit einem Durchmesser von sieben und einer Länge von 7,2 Zentimetern ist das Sigma 24 mm F2.0 DG DN Contemporary trotz seiner hohen Lichtstärke sehr kompakt, das Filtergewinde misst 62 Millimeter. Auch das Gewicht von 365 Gramm ist trotz des Metallgehäuses angenehm leicht. Der optische Aufbau setzt sich aus 13 Linsen zusammen, die in elf Gruppen angeordnet sind. Ein FLD-, zwei SLD- und zwei asphärische Linsen sollen Bildfehler wie Farblängsfehler reduzieren und für eine hohe Auflösung bis an den Bildrand sorgen. Auch sagittales Koma soll wirksam unterdrückt werden, was das Objektiv auch für Astrofotografen interessant machen dürfte.

Der schnelle Autofokus arbeitet mit einem leisen Schrittmotor, alle kameraspezifischen Systeme, wie beispielsweise die Augenerkennung, werden unterstützt. Die Naheinstellgrenze liegt bei 24,5 Zentimetern, womit sich ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:6,7 erreichen lassen soll.

  • Bild Sigma 90 mm F2.8 DG DN Contemporary. [Foto: Sigma]

    Sigma 90 mm F2.8 DG DN Contemporary. [Foto: Sigma]

Das Sigma 90 mm F2.8 DG DN Contemporary bietet die bisher längste Brennweite der I-Serie. Dank der mäßigen Lichtstärke von F2,8 fällt es sehr kompakt und leicht aus: Es misst nur 6,4 Zentimeter im Durchmesser sowie knapp sechs Zentimeter in der Länge und wiegt lediglich 295 Gramm. Auch das Filtergewinde fällt mit 55 Millimetern nicht allzu groß aus. Mit elf Linsen in zehn Gruppen ist die optische Konstruktion dennoch sehr aufwendig, vor allem, weil gleich fünf SLD-Elemente zum Einsatz kommen, die Farblängsfehler, die nicht nachträglich von der Kamera korrigiert werden können, minimieren.

Bei einem der SLD-Elemente handelt es sich um eine blankgepresste Asphäre, was für eine hohe Auflösung bis an den Bildrand und eine Optimierung des Bokehs sorgen soll. Optische Fehler, die von der Kamera korrigiert werden können, haben die Sigma-Ingenieure hingegen weniger korrigiert, um sich auf die Korrektur der Fehler konzentrieren zu können, die nicht kameraintern korrigiert werden können.

Die Naheinstellgrenze des Sigma 90 mm F2.8 DG DN Contemporary liegt bei lediglich 50 Zentimetern, was Nahaufnahmen mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:5 und gutem Freistelleffekt erlaubt. Auch für Porträts soll es sich laut Sigma hervorragend eignen. Dazu passt nicht nur die leichte Telebrennweite, sondern auch das laut Sigma sehr schöne Bokeh. Die Blende setzt sich aus neun Lamellen zusammen. Der leise, schnelle Autofokus arbeitet mit einem Schrittmotor, der sich auch für Videoaufnahmen eignet. Kamerafunktionen wie die Gesichts- und Augenerkennung werden unterstützt.

Ab 24. September 2021 sollen sowohl das Sigma 24 mm F2.0 DG DN Contemporary als auch das Sigma 90 mm F2.8 DG DN Contemporary zu einem Preis von jeweils knapp 620 Euro erhältlich sein. Die magnetischen Deckel sowie die jeweils passenden Gegenlichtblenden gehören zum Lieferumfang.

Hersteller Sigma Sigma
Modell 90 mm F2.8 DG DN Contemporary 24 mm F2 DG DN Contemporary
Unverbindliche Preisempfehlung 619,00 € 619,00 €
Bajonettanschluss Sony E, L-Mount Sony E, L-Mount
Brennweite 90,0 mm 24,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F2,8 F2
Kleinste Blendenöffnung F22 F22
KB-Vollformat ja ja
Linsensystem 11 Linsen in 10 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
13 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 9 9
Naheinstellgrenze 500 mm 245 mm
Bildstabilisator vorhanden nein nein
Autofokus vorhanden ja ja
Wasser-/Staubschutz nein nein
Filtergewinde 55 mm 62 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 64 x 60 mm 70 x 72 mm
Objektivgewicht 295 g 365 g

Präsentation der Objektivneuheiten von Sigma


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.