Xacti-Quartett

Sanyos neue Xacti-Modelle CA6, S7, E7 und HD1A im Detail

2006-07-14 Sanyo hat gestern mit der neuen Xacti Digital Movie CA6 Active eine spritzwassergeschützte Ausführung seiner "Digital Movie"-Kamera VPC-C6 für den September 2006 angekündigt. Begleitet wird die 6-Megapixel-Kreuzung aus MPEG-4-Camcorder und digitaler Fotokamera von der Xacti VPC-HD1A, einem weiteren solchen "Zwitter" (auf Basis der 5-Megapixel-Kamera Xacti VPC-HD1EX) ohne Spritzwasserschutz. Außerdem wurden noch mit der Xacti VPC-E7 und VPC-S7 zwei Digitalkameras im klassischen Design mit einer Auflösung von 7 Megapixeln und Touch Sensor präsentiert.  (Yvan Boeres)

Sanyo Xacti VPC-A6 [Foto: Sanyo]Das spritzwassergeschützte Modell Xacti Digital Movie CA6 Active (kurz: VPC-CA6) ist noch die Originellste aller vier Sanyo-Neuheiten. Sie basiert zwar auch auf einem bereits existierenden Xacti-Modell (der VPC-C6), erfüllt aber die Schutzklasse 4 des japanischen Industriestandards JIS bzw. den IEC-Standard 529 IPX 4 und ist somit die erste wetterfeste Xacti. Typisch für die Kameras der Digital-Movie-Serie von Sanyo ist das schemenhaft an ein Klapphandy erinnernde Gehäuse, das beim Aufnehmen von Videos und/oder beim Schießen von Fotos ähnlich wie eine Pistole gehalten wird. Die 6-Megapixel-Kreuzung aus MPEG-4-Camcorder (für VGA-Movies mit einer Bildwiederholrate von 30 Bildern/s) und digitaler Fotokamera deckt mit seiner 5-fach-Zoomoptik einen Brennweitenbereich von umgerechnet 38 bis 190 Millimeter (bei einer Lichtstärke von F3,5 bis F4,7) ab und wird von einem digitalen 10-fach-Zoom begleitet; der kleine Farbmonitor (2"-LCD) an der Seite kann u. a. beim Anvisieren der Motive herausgeklappt und beim Transport der Kamera eingeklappt werden. Zu den Funktionen und Ausstattungsmerkmalen der VPC-CA6 gehören sonst noch zum Beispiel ein 5-Punkt-Autofokus im Foto-Modus, eine Supermakrofunktion (1cm), eine Handvoll Motivprogramme und Filtereffekte, ein eingebauter Miniaturblitz, eine PictBridge-kompatible USB-2.0-Highspeed-Schnittstelle, ein Stereo-Mikrofon mit elektronischer Windegeräuschunterdrückung, Lichtempfindlichkeitsstufenäquivalente von bis zu ISO 3.600 (je nach Betriebsmodus), eine Dual-Shot-Funktion (für Fotos während des Filmens) sowie ein digitaler Bildstabilisator. Die Sanyo Xacti Digital Movie CA6 Active versorgt sich über ein Lithiumionenakku mit Strom, speichert ihre Bilder auf SD-Karten (alle in dieser Meldung vorgestellten Sanyo-Kameras sind übrigens auch SDHC-kompatibel) und wird mit einer Docking Station geliefert. Die Beschreibung des spritzwassertechnisch ungeschützten Schwester- bzw. Vorgängermodells VPC-C6 in der digitalkamera.de-Meldung vom 20. Oktober 2005 (siehe weiterführende Links) passt zu größeren Teilen auch auf die VPC-CA6, für die ein Markteinführungspreis von rund 380 EUR und natürlich auch ein gesondertes digitalkamera.de-Datenblatt vorgesehen ist.

Sanyo Xacti HD1A [Foto: Sanyo]Bei der gestern ebenfalls vorgestellten Xacti Digital Movie HD1A (kurz: VPC-HD1A) handelt es sich um eine "abgespeckte" Version der Anfang dieses Jahres vorgestellten VPC-HD1EX. Die Fähigkeit, Filme in HDTV-Auflösung (720p-Modus) aufzunehmen, ist geblieben, und die Zoomoptik deckt weiterhin einen Brennweitenbereich von umgerechnet 38 bis 380 Millimeter (entspr. KB) bei durchgehender Lichtstärke (F3,5) ab, aber bei der Displaytechnik des 2,2"-LCDs gibt es eine signifikante Änderung. So macht die neue VPC-HD1A nur noch von einem ganz gewöhnlichen TFT-Bildschirm Gebrauch (wenn auch nicht einem der schlechtesten), während die VPC-HD1EX mit einem Monitor in fortschrittlicher OLED-Technik ausgestattet war. Die neuen organischen Displays sollen deutlich weniger Strom verbrauchen und noch bessere Abbildungseigenschaften besitzen als konventionelle LC-Bildschirme. Diesen Verlust will die VPC-HD1 mit neuen Funktionen kompensieren. So gibt es nun eine zusätzliche Qualitätseinstellung für Videoaufnahmen (Web-SHQ), bei der die QVGA-Auflösung (320 x 240 Pixel) sich im Vergleich zur bereits bei der VPC-HD1EX exisitierenden Web-HQ-Einstellung nicht verändert, aber die Bildwiederholrate auf 30 Bilder pro Sekunde verdoppelt wird. Sie wurde speziell auf die Wiedergabe der aufgenommenen Filme auf portablen Mediaplayern und insbesondere dem Video-iPod zugeschnitten. Weitere Neuerungen gibt es in Form eines 16:9-Modus für Breitbild-Fotos in mittlerer Auflösung (3,8 Megapixel) und neuer Videobearbeitungsfunktionen (Schneiden/Kürzen, Sanyo Xacti E7 [Foto: Sanyo]Zusammenfügen); ansonsten bleibt die VPC-HD1A das OLED-lose Ebenbild der VPC-HD1EX, auf deren ausführliche Beschreibung (siehe digitalkamera.de-Meldung vom 03.01.2006) wir auch alle Interessenten verweisen möchten, die noch mehr über die Technik, Funktion und Ausstattung der neuen VPC-HD1A erfahren möchten. Ohne Quervergleiche geht es auch über das detaillierte digitalkamera.de-Datenblatt zur Sanyo Xacti Digital Movie HD1A, die im September dieses Jahres (2006) zu einem offiziellen Listenpreis von rund 900 EUR auf den Markt kommt.

Nimmt man die technischen Daten der beiden letzten Sanyo-Neuheiten Xacti VPC-E7 und Xacti VPC-S7 von gestern in Augenschein, fallen die Unterschiede sowohl im Vergleich zu den Vorgängermodellen als auch untereinander ziemlich gering aus. In gewisser Weise sind die zwei neuen Xactis die Modellpflegen bzw. 7-Megapixel-Versionen der VPC-E6 und VPC-S6 mit leicht unterschiedlichen Sonderausstattungsmerkmalen. So verfügt die VPC-E7 über die so genannte "Contrast Plus"-Technologie für einen elektronischen Kontrastausgleich bzw. für die elektronische Aufhellung unterbelichteter Bildbereiche (ähnlich wie bei HP, Nikon und anderen Kameras), eine so genannte "Portrait Light"-Funktion für die lokale Bildoptimierung in Gesichtspartien (offenbar mit Hilfe von Gesichtserkennungsalgorithmen) Sanyo Xacti S7 [Foto: Sanyo]und eine Quick-Focus- bzw. "Face Chaser"-Funktion für die Motivverfolgung während des Fokussierens, während die VPC-S7 auf diese "Extras" verzichten muss. Auch funktioniert die VPC-E7 mit einem Lithiumionenakku; die VPC-S7 mit zwei handelsüblichen AA/Mignon-Zellen (Einweg-Batterien oder Akkus). Derzeit noch unbestätigt ist die Existenz einer Funktion zur elektronischen/automatischen Erkennung und Retusche roter Augen bei der VPC-E7. Ansonsten teilen sich die beiden neuen Kameras die gleiche Grundausstattung. Das geht von der 3-fachen Zoomoptik (38-114mm/F3,1-5,9 entspr. KB), dem 2,5"-Farbbildschirm (TFT-LCD mit 115.000 Pixel), den Lichtempfindlichkeitsstufenäquivalenten von bis zu ISO 800, einem 9-Punkt-Autofokus, der Videoaufnahme im VGA-Auflösung (maximal) mit Ton und ohne feste Zeitbegrenzung bei einer Bildwiederholrate von 30 Bildern pro Sekunde und den üblichen Voreinstellungen für Belichtung und Weißabgleich bis hin zum so genannten Touch-Sensor (die Kamera stellt die Schärfe schon bei bloßer Berührung des Auslösers im Voraus ein). Auch hier empfehlen wir die Lektüre der entsprechenden digitalkamera.de-Datenblätter bzw. der ausführlichen Beschreibungen der Vorgängermodelle in früheren digitalkamera.de-Meldungen all denjenigen, die noch mehr über die VPC-E7 und -S7 erfahren möchten. Beide Sanyo-Kameras kommen im September (2006) auf den Markt; die Xacti VPC-E7 für knapp 280 EUR und die Xacti VPC-S7 für zirka 239 EUR.

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