Systemerweiterung mit Kamera, Objektiven, Blitz und GPS

Samsung stellt NX100 samt EVF, GPS und anderem Zubehör vor

2010-09-14 Dass eine NX-Systemkamera auch stylisch und kompakt sein kann, zeigt Samsung mit der neuen NX100. Sie ist flach und kommt ohne Handgriff und Blitz-/Sucherbuckel aus, die beiden letztgennannten Ausstattungsmerkmale kann man entsprechend nur durch Zubehör nachrüsten. Technisch gesehen ändert sich gegenüber der NX10 fast nichts, es bleibt beim 14,6-Megapixel-Sensor, der HD-Videofunktion und dem 3"-AMOLED-Bildschirm. Neu ist die die auf ISO 6.400 erhöhte Maximalempfindlichkeit. Außerdem hat Samsung sich ein neues Bedienkonzept einfallen lassen, indem der Fokusring der neu vorgestellten Objektive auf Knopfdruck andere Funktionen, wie etwa die Blendeneinstellung, übernimmt.  (Benjamin Kirchheim)

Samsung NX100 [Foto: Samsung]Die auf "i-Function" getaufte Bedienung ist vom Objektiv abhängig, das dafür einen entsprechenden Knopf bereit stellen muss. Das soll auf alle zukünftigen Objektive zutreffen, angefangen bei den heutigen Neuvorstellungen 1:3.5-5.6 20-50mm ED und 1:2.8 20mm Pancake. Beide sind äußerst kompakt, müssen aber ohne Bildstabilisator auskommen. Beim 20-50mm-Standardzoom wird das durch einen mechanischen Teleskopmechanismus erreicht, d. h. das Objektiv hat eine kompakte Transport- und eine ausgefahrene Aufnahmestellung, ähnlich dem 14-42mm von Olympus für das PEN-System. Ein Makro und ein Superzoom von Samsung sollen in Kürze folgen. Die gute Nachricht für Besitzer einer NX5 oder NX10: Ein Firmwareupdate soll auch ihnen die i-Function zugänglich machen. Der Fokusring am Objektiv kann so je nach Aufnahmemodus Blende, Belichtungszeit, Belichtungskorrektur, Weißabgleich oder ISO-Empfindlichkeit einstellen. Die Bedienung erfolgt intuitiv und einfach, es muss nur der i-Function-Knopf so oft gedrückt werden, bis die gewünschte Funktion ausgewählt ist und diese über eine simple Drehung eingestellt werden – eine abschließende Bestätigung ist nicht nötig.

Technisch weiß die NX100 mit ihrem 14,6 Megapixel auflösenden Bildsensor in APS-C-Größe zu überzeugen. Dabei ist die Kamera mit 121 x 71 x 35 mm relativ kompakt, das Leergewicht (ohne Akku, Speicherkarte und Objektiv) beträgt 202 g. Das Gehäuse soll zunächst in Schwarz mit silberner Oberseite angeboten werden, Samsung NX100 [Foto: Samsung]aber auch Farbvarianten in Rot oder Weiß sind angedacht. Blitz und elektronischer Sucher lassen sich über den Aufsteckschuh nachrüsten. Der EVF vergrößert 0,84fach, bietet eine Auflösung von relativ mageren 230.000 Bildpunkten, deckt 98 % des Bildes ab und besitzt eine Austrittspupille von 17 mm und eine Dioptrienkorrektur (-4 bis +2 dpt). Neu ist der kompakte Aufsteckblitz SEF15A mit einer Leitzahl von 15, der die bisherigen NX-System-Blitzgeräte SEF20A und SEF42A (Leitzahl 20 bzw. 42) nach unten ergänzt. Auch Weltenbummler erhalten ein nützliches Zubehör: Ein Aufsteck-GPS, das die Aufnahmekoordinaten über den Blitzschuh direkt an die Kamera sendet, so dass sie in den Bildern direkt bei der Aufnahme abgespeichert werden können. Die Objektivkompatibilität des NX-Systems wird über 10 Novoflex-Adapter erweitert (siehe weiterführende Samsung NX100 [Foto: Samsung]Links).

Ein weiteres Highlight der NX100 ist der 3" (7,6 cm) große AMOLED-Bildschirm mit 614.000 Bildpunkten Auflösung, der dank seiner organischen Leuchtdioden stromsparend ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt. Der Li-Ion-Akku reicht somit trotz ständigem LiveView für immerhin 420 Bilder nach CIPA-Standardmessverfahren. Für eine kinderleichte Aufnahme sorgen die Motivprogramme, wobei die NX100 auf Wunsch sogar davon das passende automatisch anhand des Motivs auswählt. Die NX100 kann Gesichter erkennen, rote Augen entfernen und sogar Gesichter einer Beauty-Retusche unterziehen. Wer gerne lieber selbst einstellt, kommt mit der Programm-, Blenden- und Zeitautomatik sowie der manuellen Belichtung inkl. Bulb-Langzeitbelichtung auf seine Kosten. Schon im September 2010 soll die NX100 für rund 650 EUR im Handel verfügbar sein.

Samsung 1:3.5-5.6 20-50 mm ED [Foto: Samsung] Samsung 1:2.8 20 mm [Foto: Samsung]

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.