Superflach, Superweitwinkel, Superzoom

Samsung WB500 ist die weltweit erste 24-240 mm Superzoomkamera

2009-01-08 Nun gibt es auch von Samsung neue Kameras zur CES. Besonders interessant ist die WB500, von der bereits auf der Photokina – allerdings ohne konkrete Infos und noch als "HZ1" – etwas zu sehen war. In dem nur 36 mm flachen Gehäuse verbirgt sich ein bildstabilisiertes 10-fach-Zoom von umgerechnet 24-240 mm Brennweite. Damit bekommen ähnliche Kameras von Panasonic und Olympus, die allerdings erst bei 28 mm beginnen, ernsthafte Konkurrenz.  (Benjamin Kirchheim)

Samsung WB500 [Foto: Samsung]Samsung betont, man habe auf eine höhere Auflösung als 10 Megapixel verzichtet, damit die Bildqualität besser bzw. vor allem rauschfreier wird. Aufgrund der Sensorgröße von nur 1/2,33" kann das aber angezweifelt werden (1/1,8" wie bei der Panasonic LX3 wären besser gewesen), auch wenn erste Kameras mit 12 Megapixeln bei dieser Sensorgröße angekündigt wurden. Nichtsdestotrotz weiß die Samsung WB500 den technischen Daten nach zu überzeugen und hebt sich vor allem durch das weitwinkelstarke Objektiv deutlich von der Konkurrenz ab. Ein 24-240mm-Objektiv gab es bisher nicht – erst recht nicht in einem so kleinen Gehäuse (105 x 61 x 36 mm bei einem Gewicht von 219 g ohne Akku). Die Lichtstärke von F3,3 im Weitwinkel nimmt zur Telebrennweite hin progressiv auf F5,8 ab. Bei solch einem zoomstarken, aber in Telestellung nicht unbedingt lichtstarken Objektiv darf natürlich der mechanische Bildstabilisator nicht fehlen, an den Samsung glücklicherweise gedacht hat. Doch die WB500, die in den USA unter dem Namen HZ10W vorgestellt wurde, taugt nicht nur als Fotoapparat, sondern auch als digitaler Camcorder. Dafür sorgt nicht nur die Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln (bei 30 Bildern/s), sondern auch das eingebaute Stereomikrofon und das verwendete Videoformat mit modernem H.264 Codec samt MPEG4.AVC Stereoton.

Samsung WB500 [Foto: Samsung]Für Fotoaufnahmen stehen neben zahlreichen Motivprogrammen samt Gesichts-, Lächel- und Blinzelerkennung auch eine Programmautomatik und ein manueller Modus zur Verfügung. Daneben dürfte für engagierte Fotografen das Einstellrad auf der Kamerarückseite besonders interessant sein, mit dem sich Aufnahmeparameter – wie von einer DSLR gewohnt – einstellen lassen. Der Empfindlichkeitsbereich reicht bei voller Auflösung von ISO 80 bis 1.600, während ISO 3.200 nur bei 3 Megapixeln zur Verfügung steht. Auch bei der Bildbearbeitung bietet die WB500 einiges, wie z. B. automatische Kontrastoptimierung, Entfernung roter Augen oder Retusche von Gesichtshaut. Rauschen lässt sich dagegen nachträglich nicht entfernen, sondern als Bildeffekt sogar absichtlich hinzufügen. Neben Fotos lassen sich auch Videos bearbeiten, besonders der Videoschnitt ist eine wertvolle Funktion.

Samsung WB500 [Foto: Samsung]Gespeichert werden Fotos und Videos im internen 30-MBytes-Speicher oder auf SD/SDHC-Karten, wobei Samsung eine Funktion nur bis 8 GBytes Größe zusichert. Für genügend Strom soll der 1.050 mAh starke Lithium-Ionen-Akku sorgen. Die Bilddarstellung und -komposition erfolgt über den 230.000 Bildpunkte auflösenden, 2,7" (6,9 cm) großen TFT-Monitor auf der Kamerarückseite. Bei dem ganzen Feuerwerk an technischen Raffinessen fehlt eigentlich nur der HDMI-Ausgang.

Wer jetzt "heiß" auf die neue Samsung geworden ist, braucht sich nicht lange im Schnee abkühlen, denn die WB500 kommt noch diesen Januar (KW 5) zu einem Preis von rund 350 EUR in den Handel. Bei der Farbe besteht die Wahl zwischen Schwarz und Grau.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.