Innovationsträger

Ricoh stellt mit der Pentax K-3 ein neues DSLR-Flaggschiff vor

2013-10-08 Mit dem neuen DSLR-Flaggschiff K-3 kommt nun auch Pentax im 24-Megapixel-Zeitalter an. Die K-3 besitzt keinen AA-Filter und ist das Nachfolgemodell der K-5 II und K-5 IIs. Um bei kritischen Motiven einen AA-Filter zur Vermeidung von Moirés nachzubilden, versetzt Pentax einfach den Bildsensor in Mikroschwingungen. Außerdem trumpft die K-3 mit einem neuen, F2,8 lichtempfindlichen 27-Punkt-Autofokus sowie einem RGB Belichtungsmesser mit 86.000 Pixeln auf. Selbstverständlich ist das robuste Magnesiumgehäuse wasserfest. Des Weiteren bringt Pentax ein neues, spritzwassergeschütztes Objektiv sowie eine spezielle WLAN-SD-Karte auf den Markt, die in einen der beiden SD-Kartenschächte der K-3 passt.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Pentax K-3, hier mit optionalem D-BG5, besitzt einen 24 Megapixel auflösenden Bildsensor im APS-C-Format.Die bewegliche Lagerung dient nicht nur zur Bildstabilisierung, sondern auch als AA-Filtersimulation, Horizontausgleich und Shift-Simulation. [Foto: Pentax]

    Die Pentax K-3, hier mit optionalem D-BG5, besitzt einen 24 Megapixel auflösenden Bildsensor im APS-C-Format.Die bewegliche Lagerung dient nicht nur zur Bildstabilisierung, sondern auch als AA-Filtersimulation, Horizontausgleich und Shift-Simulation. [Foto: Pentax]

  • Bild Der rückwärtige Monitor der Pentax K-3 ist kratzfest, 3,2" groß und löst 1,04 Mio. Bildpunkte auf. Das gesamte Magnesiumgehäuse wird durch 92 Dichtungen gegen Spritzwasser geschützt. [Foto: Pentax]

    Der rückwärtige Monitor der Pentax K-3 ist kratzfest, 3,2" groß und löst 1,04 Mio. Bildpunkte auf. Das gesamte Magnesiumgehäuse wird durch 92 Dichtungen gegen Spritzwasser geschützt. [Foto: Pentax]

  • Bild Oben besitzt die Pentax K-3 ein Statusdisplay. Der doppelte Speicherkartenschacht nimmt zwei SD-Karten auf, eine davon kann die neuen Pentax WLAN-Karte sein, über die die Kamera nicht nur Bilder verschicken kann, sondern sich auch fernsteuern lässt. [Foto: Pentax]

    Oben besitzt die Pentax K-3 ein Statusdisplay. Der doppelte Speicherkartenschacht nimmt zwei SD-Karten auf, eine davon kann die neuen Pentax WLAN-Karte sein, über die die Kamera nicht nur Bilder verschicken kann, sondern sich auch fernsteuern lässt. [Foto: Pentax]

  • Bild Zeitgleich zur normalen schwarzen K-3 soll in einer limitierten Stückzahl von 2.000 die Pentax K-3 Premium Silver Edition mitsamt D-BG5 angeboten werden. [Foto: Pentax]

    Zeitgleich zur normalen schwarzen K-3 soll in einer limitierten Stückzahl von 2.000 die Pentax K-3 Premium Silver Edition mitsamt D-BG5 angeboten werden. [Foto: Pentax]

Den Tiefpassfilter (auch Anti-Aliasing-Filter oder kurz AA-Filter) ließ Pentax bereits bei der K-5 IIs weg, die parallel zur mit einem Tiefpassfilter ausgestatteten K-5 II angeboten wurde. Ohne Tiefpassfilter steigt die Auflösung um etwa zehn Prozent, denn der AA-Filter sorgt absichtlich für eine leichte Unschärfe, um so genanntes Moirés zu vermeiden. Moirés kann grob gesagt immer dann auftreten, wenn eine feine Struktur mehr Details auflöst, als es die Sensor-Objektivkombination vermag. Bei der K-3 hat Ricoh einen Weg gefunden, den Tiefpassfilter optional einschaltbar zu machen, indem der APS-C-Sensor in zwei Stufen in Mikroschwingungen versetzt wird, was die nötige leichte Unschärfe erzeugt. Laut Ricoh arbeitet dies genauso effektiv wie ein echter AA-Filter, ist im Gegensatz zu diesem aber bei Bedarf ein- und ausschaltbar. Damit hat Ricoh eine weitere Anwendung für den beweglich gelagerten Bildsensor gefunden. Denn die K-3 kann mit Hilfe des zur Bildstabilisierung beweglich gelagerten Sensors nicht nur bis zu 3,5 Blendenstufen länger Belichten als ohne Bildstabilisierung, und das auch noch mit jedem angesetzten Objektiv, sondern der Sensor lässt sich zur Horizontkorrektur auch in acht Stufen ein klein wenig drehen (+/-1°) sowie zur Simulation eines Shift-Objektivs in 24 Stufen um bis zu 1,5 Millimeter nach oben, unten oder zur Seite verschieben. Damit lassen sich leicht stürzende Linien korrigieren. Die 3D-Bildstabilisierung gleicht sowohl horizontale und vertikale Verschiebungen als auch die jeweiligen Kippbewegungen aus. Außerdem sorgt die Ultraschallreinigung DR II für einen sauberen Sensor.

Neu ist auch das Autofokusmodul SAFOX XI, das über 27 Autofokusmesspunkte verfügt. Bei 25 der Messpunkte handelt es sich um Kreuzsensoren, die zentralen Messfelder wiederum sind für Objektive mit einer Lichtstärke von F2,8 statt der üblichen F5,6 ausgelegt, was für eine exaktere Fokussierung mit lichtstärkeren Objektiven sorgt. Dies kommt vor allem dem Fotografieren mit offener Blende zu Gute. Zudem ist der Autofokus mit einem Arbeitsbereich von -3 bis 18 LW besonders lichtempfindlich. Zur Fokuskorrektur lassen sich Korrekturprofile für bis zu 20 verschiedene Objektive anlegen. Auch den Belichtungsmesser hat Pentax deutlich überarbeitet. Wie bei Nikon und Canon arbeitet dieser nun ebenfalls bei Pentax mit RGB-Pixeln, was eine Farberkennung und damit exaktere Belichtungsmessung erlaubt. Ganze 86.000 solcher Messpunkte besitzt das Belichtungsmesssystem und erkennt damit auch Motive. Der Arbeitsbereich geht bis -3 LW hinunter, auch die Blitzbelichtung soll durch die Erkennung des (scharfen) Hauptmotivs noch präziser berechnet werden. Das Autofokusmodul und der Belichtungsmesser unterstützen sich bei der Arbeit gegenseitig. Neu ist auch der Mehrfeld-Weißabgleich, der diffizile Lichtsituationen noch besser meistern soll. Im Herzen der Kamera sorgt der Bildverarbeitungsprozessor Prime III für die nötige Rechenleistung. Die ISO-Empfindlichkeit des 24 Megapixeln auflösenden CMOS-Sensors lässt sich zwischen ISO 100 und 51.200 regeln, die hohe Rechenleistung des Prozessors soll dabei für eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit und effektive Rauschunterdrückung sorgen. Der Verschluss arbeitet bis zu 1/8.000 Sekunde schnell, die Serienbildgeschwindigkeit erreicht 8,3 Bilder pro Sekunde. 22 Raw-Aufnahmen oder 60 JPEG-Aufnahmen lassen sich in schneller Folge schießen. Erreicht wird dies durch einen optimierten Verschluss sowie eine neue Spiegelmechanik und -dämpung.

Für die nötige Robustheit sorgt das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung. 92 Dichtungen schützen das Innere vor Feuchtigkeit, Staub und Schmutz. Auch Frost bis -10 °C soll der Funktion der Kamera keinen Abbruch tun. Der Verschluss ist für mindestens 200.000 Auslösungen ausgelegt. Ebenfalls mit Dichtungen zum Spitzwasserschutz versehen ist der optionale Batteriegriff D-BG5. Wahlweise nimmt er einen einen Zusatzakku oder sechs AA-Rundzellen auf und erweitert so die Standard-Akkulaufzeit von 750 Aufnahmen. Zahlreiche Tasten erlaube die Kamerasteuerung auch im Hochformat.

Der rückwärtige Bildschirm misst 3,2 Zoll (8,1 Zentimeter) in der Diagonale und löst feine 1,04 Millionen Bildpunkte auf. Das 3:2-Format sorgt im Live-View für ein formatfüllendes Bild. Wie schon länger bei Pentax verfügt auch der Bildschirm der K-3 über einen effektiven Kratzschutz, was die Robustheit der gesamten Kamera unterstreicht. Zusätzlich besitzt die K-3 ein Statusdisplay auf der Kameraoberseite, so dass man auch ohne eingeschalteten Monitor die wichtigsten Aufnahmeparameter ablesen kann. Der Pentaprismensucher kann sich ebenfalls sehen lassen. Das Glasprisma sorgt durch eine optimierte Vergütung für ein noch helleres Bild, der Sucher deckt 100 Prozent des Bildfelds ab und vergrößert 0,95-fach. Ein Dioptrienausgleich ist ebenfalls vorhanden, genauso wie Anzeigen im Sucher, die über Aufnahmeparameter informieren.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 42, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.