Doppeljubiläum

Ricoh feiert 70 Jahre Kameraproduktion, 30 Jahre in Deutschland

2008-04-27 Als kürzlich die neue Ricoh R8 in den Handel kam, hätte der der japanische Hersteller damit ein Doppeljubiläum verbinden können: 70 Jahre Kameraentwicklung und -produktion in Japan und 30 Jahre Präsenz in Deutschland. Tatsächlich lautet das Motto des multinationalen Konzerns mit weltweit 81.900 Mitarbeitern in 150 Ländern "Innovation aus Tradition". Die Deutschlandzentrale wurde 1978 gegründet und ist gerade von Frankfurt nach Hannover verlegt worden. Hauptprodukte sind heute Drucker, Faxgeräte, Scanner, Großformatkopierer und andere netzwerkfähige Systeme für den digitalen Workflow im Büroalltag und im High-Volume Produktionsumfeld. Damit steht das Unternehmen im Wettbewerb zu Xerox, Hewlett Packard oder Konica Minolta. Die Ricoh Company, Ltd. mit Zentrale in Tokio hat sich dabei auch immer eine kleine, aber feine Kameraabteilung geleistet. Sie hat fast nie Produkte für den Massenmarkt hergestellt, sondern immer erfolgreiche Nischenprodukte. digitalkamera.de nimmt all dies zum Anlass für eine Retrospektive auf technologische Highlights in der Ricoh-Kamera- und Digitalkamerahistorie.  (Harald Schwarzer)

Amerikanische Anzeige für eine zweiäugige Spiegelreflexkamera von Ricoh [Bild: Harald Schwarzer]	 Die Kamerasparte von Ricoh wird heute als separate Geschäftseinheit geführt, als Ricoh ISD B.V., Düsseldorf. Der Ursprung der Firma geht zurück auf die Gründung von Riken Sensitized Paper Co. Ltd. am 6. Februar 1936 durch Kiyoshi Ichimura. (siehe weiterführende Links). Der Unternehmenszweck war die Produktion und der Vertrieb von lichtempfindlichen Papieren, die im renommierten Riken Physico-Chemical Research Institute entwickelt wurden. Schnell hatte Ichimura erkannt, dass es auch für die fotografischen Aufnahmegeräte eine steigende Nachfrage gab und 1937 den Kamerahersteller Olympic Camera K.K. gekauft. Mit dessen Know-how begann er eigene Entwicklungen und brachte im März 1938 zeitgemäße Klappkameras für den 4,5 x 6 cm Rollfilm heraus. Die ersten Modelle hießen "Adler" – die deutsche Kameraindustrie war zu dieser Zeit weltweit führend, und mit ihrem deutsch klingenden Namen hoben sich diese Kameras von anderen japanischen Modellen ab. Um dem neuen Unternehmenszweck Rechnung zu tragen, erfolgte dann auch die Umbenennung in Riken Optical Industries Co. Ltd. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielten alle Kameras den Markennamen Ricoh. Ungefähr 300 analoge und ca. 60 digitale Modelle kamen seither mit diesem Namen auf den Markt. Viele davon zeigen, wie man sich durch innovative Technik und/oder ansprechendes Design vom Wettbewerb abheben kann.

Messsucherkamera Ricoh 500 mit Bodenschnellaufzug [Foto: Harald Schwarzer] Ichimuras erster bedeutender Erfolg war die Ricohflex III von 1950. Sie ist eine Kopie der zweiäugigen Rolleiflex und war eine der ersten japanischen Kameras, die in Massenproduktion hergestellt wurde. Der kommerzielle Erfolg stellte sich auch dadurch ein, dass Ricoh die Kameras unter anderem Namen für weitere japanische Anbieter produzierte. Mit den Steky und Ricoh 16 Kleinstbildkameras für das Filmformat 10 x 14 mm hatte das Unternehmen schon früh "Immer-dabei-Kameras” im Programm – sogar ein zusätzliches Teleobjektiv wurde angeboten. Aber auch in anderen Bereichen war der japanische Erfinder aktiv und entwickelte z. B. 1955 das erste Bürokopiergerät Ricopy 101. Riken Optical Industries wurde 1963 endgültig in Ricoh Company Ltd. umbenannt, und Kiyoshi Ichimura blieb bis zu seinem Tod am 16. Dezember 1968 ihr Präsident.

Seit Mitte der 50er Jahre waren die Leica- und Contax-Messsucherkameras das unbestrittene Vorbild für hochwertige Kleinbildkameras. Dazu gab es auch Zubehör wie voluminöse Motoren, um den Filmtransport zu automatisieren. Dass es auch anders geht, zeigte die Ricoh 500 – eine gut ausgestattete Messsucherkamera mit Entfernungsmesser und Zentralverschluss. Den Schnellschalthebel hatten die Kamerakonstrukteure auf die Kameraunterseite verlegt; mit diesem Bodenschnellaufzug, der um etwa 120 Grad nach vorne gezogen wird, erreicht ein geübter Benutzer 1-2 Bilder/s und kann Serienaufnahmen schießen, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen. Leicavit hieß das bei den Kameras aus Wetzlar und musste als Zubehör extra bezahlt werden. Ein großer Erfolg waren Ricohs Halbformatkameras mit integriertem Federwerkmotor, die ab 1962 auf den Markt kamen. Die Auto Half Modelle waren wegen ihres edlen Designs und ihrer einfachen Bedienung sehr beliebt.

Unglücklicher agierte Ricoh bei den einäugigen Spiegelreflexkameras, die in den 70er Jahren einen zunehmenden Marktanteil erreichten. Die Ricoh TLS 401, die 1968 erschien, hat den damals noch populären M42-Objektivanschluss. Die Belichtungsmessung erfolgt jedoch nur bei Arbeitsblende. Kleinstbildkamera Ricoh 16 mit optionalem Teleobjektiv [Foto: Harald Schwarzer] Der Clou ist aber das eingebaute Zwei-Sucher-System. Auf der rechten Seite des übergroßen Prismensuchers befindet sich ein kleines Drehrad. Damit wird ein Umlenkspiegel betätigt, der dem Fotografen die Auswahl zwischen horizontalem und vertikalem Einblick ermöglicht. Ca. 20 weitere Jahre gab es Spiegelreflexkameras aus dem Hause Ricoh, später mit dem Pentax PK-Bajonett und Multiprogrammautomatik.
Trotz innovativer Detaillösungen – z. B. Stromversorgung per Solarzellen an der XR-S von 1980 – konnte man mit den Wettbewerbern Canon, Nikon und Minolta nicht mithalten und verabschiedete sich aus diesem Marktsegment.

1994 überraschte Ricoh die Fachwelt mit der R1 – das Gehäuse dieser Sucherkamera ist nicht viel dicker als die Kleinbildpatrone und hat ein so genanntes Doppelobjektiv (umschaltbare Brennweite 24 mm und 30 mm). Ein ähnliches Design-Konzept mit lichtstarker 28mm-Festbrennweite und noch hochwertigeren Materialien (Magnesiumgehäuse) verfolgte ab 1996 die GR-Produktreihe – ab 2006 auch als GR digital. Mit diesen Kameras gewannen die Designer von Ricoh eine Reihe internationaler Auszeichnungen.

Mehr als zehn Jahre früher, im Herbst 1995, hatte Ricoh seine erste Kamera für die elektronische Bildaufzeichnung vorgestellt. Sie hieß RDC-1 (Ricoh Digital Camera), hatte einen CCD-Sensor mit 768 x 480 Pixeln Auflösung und war ein wahres Multimediatalent. Auf einer speziellen AIMS Flash Memory Karte (bis zu 24 Megabytes) konnten in der Standard-Auflösung entweder 246 Bilder oder 173 Bilder sowie 10 Sekunden Ton pro Bild oder vier verschiedene Video- und Tonsequenzen à 5 Sekunden gespeichert werden. Auch als reines Diktiergerät war die RDC-1 verwendbar; dann standen fast zwei Stunden Aufnahmezeit zur Verfügung. Das Ganze wurde zusammen mit einem lichtstarken (F2,8) Zoomobjektiv (50 - 150 mm Kleinbildäquivalent) in ein hochwertiges und – wie von Ricoh gewohnt – ansprechend gestaltetes Metallgehäuse gepackt. Dass die Entwicklungsingenieure Spaß an ihrer Arbeit hatten, zeigt die Gestaltung des Logos auf den Speicherkarten – große Fische fressen kleine Fische. Für 1.500 USD gab es nur die Kamera, und weiteres Zubehör musste extra bezahlt werden. Sehr nützlich sind der externe Monitor DM-1 und die Fernbedienung DR-1. So sind LiveView und ferngesteuerte Aufnahme und Wiedergabe möglich, wenn man die Kamera vor sich auf den Tisch legt. Ob die Kamera auch in Europa angeboten wurde, ist nicht bekannt.

Halbformatkamera Ricoh auto half mit Federwerkmotor [Foto: Harald Schwarzer] In der umfangreichen Kameraübersicht von digitalkamera.de (siehe weiterführenden Link) beginnt das Kapitel Ricoh erst mit dem Nachfolgemodell RDC-2, das 1996 auf den Markt kam. Es ist eine deutlich abgespeckte Version der RDC-1 (ohne Videofunktion und Zoomobjektiv). Mit ihrem flachen, grauen Plastikgehäuse erinnert sie an die Bauweise der unzähligen Pocket Instamatic Kameras aus den 70er Jahren. Auch wenn man die Kamera ans Auge nimmt (denn der LC Monitor DM-2 gehörte nicht zur Grundausstattung), stellt sich unverzüglich das Pocket Kamera Feeling ein. Einen detaillierten Praxistest findet man bei den amerikanischen Kollegen von steves-digicams.com (siehe weiterführenden Link). Als Speichermedium kam nun eine handelsübliche PCMCIA ATA Typ I/II zum Einsatz. In einer speziellen Version (RDC-2V) lieferte Ricoh diese Kamera auch mit einem integrierten Anschluss zur direkten Bildübertragung per Mobiltelefon. Der optionale LC-Monitor wurde nun auf der Gehäuseoberseite befestigt und konnte bei Nichtgebrauch mit der Displayfläche nach unten abgeklappt werden. Dieses Konstruktionsprinzip behielt man auch bei den Nachfolgemodellen bei. Die RDC-3/-300 bzw. RDC-3Z/-300Z verkauften sich recht gut und unterschieden sich lediglich durch Sensorauflösung und optische Ausstattung von der RDC-2. Das absolute Topmodell präsentierte Ricoh im Jahr 2000: die RDC-7, wieder einmal hochwertig verarbeitet, attraktiv gestaltet und mit einem lichtstarken Zoomobjektiv versehen. Unter den Sammlern älterer Digitalkameras genießt die 3-Megapixel-Kamera inzwischen wegen ihres dreh- und schwenkbaren Displays einen gewissen Kultstatus. Liebevoll wird diese digitale "Klappkamera" auch als Notebook-Kamera bezeichnet – denn wie bei einem tragbaren Computer wird nach dem Aufklappen des Displays die Tastatur sichtbar.

Und dass Ricoh die Zeichen der weltweiten Vernetzung frühzeitig erkannt hat, beweist ein Jahr später die RDC-i700. Sie ist eine der ersten Kameras, die ohne Computer ihre Bilder durchs Netz verschicken kann. Dabei wurde der Kamerateil der bekannten RDC-7 in einem etwas größeren Gehäuse (15,7 x 9,3 x 3,3 cm) untergebracht. Durch den Platzgewinn konnte so ein schwenkbarer, berührungsempfindlicher 3,5"-LC-Monitor in der RDC-i700 Platz finden, ebenso Steckplätze für PCMCIA (Typ II)- und CompactFlash-Speicherkarten (Typ I und II). Diese Steckplätze erlauben es, entsprechende Adapter von GSM-Handys, PC-Karten-Modems und -Netzwerkadapter aufzunehmen und somit der Ricoh RDC-i700 das Tor zur digitalen Außenwelt zu öffnen. Dazu verfügt die Kamera über Umschaltbarer Sucher an der Ricoh TLS 401 [Foto: Harald Schwarzer] zahlreiche Edit-Funktionen. Bilddateien können als E-Mail-Anhänge verschickt werden (bis zu 50 E-Mail-Adressen finden im Kameraspeicher Platz) oder nach entsprechender Reduzierung an externe Computer und Faxgeräte übermittelt werden. Darüber hinaus kann man HMTL-Seiten generieren und per FTP-Protokoll ins Internet stellen. Sogar Surfen im WWW ist mit der RDC-i700 möglich, denn in die Kamerasoftware ist auch ein Web-Browser integriert. Der berührungsempfindliche 3,5"-LCD-Farbbildschirm kann zur Bildaufnahme und -wiedergabe eingeschaltet werden. Er dient aber auch zur Steuerung der Kamerafunktionen, zum Darstellen von Web-Seiten oder zur Beschriftung von Bildern. Wie bei der RDC-7 sind weiterhin Sprachnotizen und Videoaufnahmen möglich.

Schon im Frühjahr 1998 hatte Ricoh die RDC-4300 vorgestellt. In dieser 1,3 MPixel-Kamera ist ein 2"-Monitor fest eingebaut, aber die komplette Objektiveinheit mit dem 3-fach Zoom ist schwenkbar angeordnet. Das erweist sich als vorteilhaft, wenn man die integrierte Makro Funktion (bis zu 1 cm) nutzt (Bild 12). Die Kamera verkaufte sich recht gut und wurde auch als Philips ESP 80 angeboten (Bild 13); ein halbes Jahr später gab es die RDC-4200 mit kleinerem Display und ohne Tonaufzeichnungsmöglichkeit als preisgünstigere Einstiegsvariante (1.200 DM). Dafür konnte man die Kamera aber bereits mit den neuen 16 MBytes SmartMedia Karten verwenden. Und zu der Zeit noch keine Selbstverständlichkeit: NiMH-Akkus und ein Ladegerät waren im Lieferumfang enthalten. Beide Ricoh-Kameras (und die baugleiche Philips) boten schon damals die Möglichkeit, wirklich unkomprimierte Bilddaten (TIFF) abzuspeichern. Ein Bild belegte dann gut 2,4 Megabytes (MB) auf der Speicherkarte und wurde mit der Ricoh Software im PC in ein gebräuchliches Format konvertiert.

Professionell und hochwertig: GR digital [Foto: MediaNord] Der Markt verlangte nach kleineren Kameras, aber gleichzeitig sollte der Bereich der eingebauten Zoomobjektive immer größer werden. Die Tüftler in den Ricoh-Entwicklungslabors hatten auch dafür eine Lösung parat. Bei der 2004 vorgestellten Caplio R1 wird eine bewegliche Linsengruppe beim Einfahren des Objektivs aus dem Strahlengang in eine "Parkposition" herausgeschwenkt, so dass im nur 26 mm flachen Gehäuse eine Optik mit einem 4,8-fachen Zoomfaktor (Brennweitenbereich von 28 - 135 mm entspr. KB) bei einer variablen Lichtstärke von 1:3,3 bis 1:4,8 untergebracht werden konnte (siehe weiterführende Links). Ein Jahr später kam in der Caplio R3 mit noch größerem Zoombereich (7,1-fach bis 200 mm) die Weiterentwicklung dieses so genannten Retracting-Lens-Systems zur Anwendung. Dieses Mal werden allerdings nicht nur eine, sondern gleich zwei Linsengruppen bewegt. Ricoh war sich der Tatsache bewusst, dass die Verwacklungsgefahr bei einem solchen ungleichen Verhältnis zwischen Kameragröße und Zoomstärke alles andere als gering ist, und hat der Caplio R3 noch ein Bildstabilisierungssystem dazu spendiert. Es macht von einer ähnlichen Technik Gebrauch, wie sie von Konica Minolta angewandt wurde: Die möglichen Erschütterungen, die zu verwackelten Bildern führen, werden durch Gegenbewegungen der CCD-Baugruppe kompensiert (Bild 14). Diese und viele weitere Funktionen erfreuen den Anwender noch heute in den aktuellen Ricoh-Kameras. Sehr praktisch und in dieser Form auch einmalig ist die Entzerrungsfunktion, die trapezförmige Verformungen korrigiert, wie sie bei Schrägaufnahmen von Tafeln, Flip-Charts oder Projektionsbildern auftreten. Die dazu benötigte Rechenkraft liefert der so genannte "Smooth Image Engine" Signalverarbeitungsprozessor (in der R8 nun in Version III). Er ist auch für die Verwaltung der internen Kameraprozesse (Bildaufbereitung, AF-Ansteuerung, Speicherung, Stromverwaltung etc.) zuständig. Außer diesen Standardkameras bietet Ricoh heute die professionellen Modelle GR digital II und GX100 an. Letztere wurde gerade mit dem diesjährigen iF-Design Gold Award ausgezeichnet (siehe weiterführenden Link). Die Experten lobten u. a. die klare Aufteilung der Kamerafunktionen sowie die kompakte und elegante Gestaltung der GX100. Mit den optionalen Weitwinkelkonvertern und den aufsteckbaren Suchern (optisch bei GR digital II und elektronisch bei GX100) lässt sich der Einsatzbereich noch erweitern.

Erste Digitalkamera von Ricoh: RDC1 [Foto: Harald Schwarzer] Den dritten Produktbereich nennt Ricoh "Business/Outdoor" und meint damit speziell für die Benutzung in rauen Umgebungsbedingungen konstruierte Digitalkameras. Die kompakte Caplio 500G Wide ist deutlich robuster als andere Digitalkameras. Die auf Langlebigkeit ausgelegte Konstruktion mit bruchfestem Glas über dem Objektiv und strategisch platzierten Schutzelementen hält Stürzen aus bis zu einem Meter stand. Der Test basiert auf den Bedingungen des amerikanischen MIL-STD-810F Standard. Dank JIS-Schutzklasse 7 sind Aufnahmen im Regen oder unter Wasser bis zu einer Tiefe von einem Meter möglich. Auch das Eindringen kleinster Staubpartikel in das Gehäuse wird gemäß JIS-Schutzklasse 6 verhindert. Aufnahmen sind sogar bis zu einer Temperatur von -10 °Celsius möglich – mit dicken Handschuhen natürlich. Die für Ende Mai 2008 angekündigte Ricoh G600 geht da sogar noch einen Schritt weiter; sie kann schadlos aus bis zu 1,50 Metern auf 26 unterschiedliche Oberflächen fallen (siehe weiterführenden Link).

2007 wurde die GPS-Kamera Ricoh 500SE präsentiert; sie speichert zu jedem Foto in der EXIF-Datei direkt die Koordinaten und ist somit der wichtigste Bestandteil einer Geo-Imaging-Lösung, die aus GPS-Empfänger, Kamera und Software besteht. Die Kamera – im gleichen "Baustellenlook" wie die 500G – ist in den Modellen 500SE B (Bluetooth-Unterstützung) und 500SE W (Bluetooth- und WLAN-Unterstützung) erhältlich und wird in Deutschland exklusiv vom Trierer Software-Unternehmen alta4 vertrieben (siehe weiterführende Links). Herausragende Eigenschaften hat die Kamera in Bezug auf ihre Kommunikationsfähigkeit. Über eine Bluetooth-Verbindung ist sie in der Lage, mit Bluetooth-fähigen GPS-Geräten verschiedener Hersteller zu kommunizieren. Wie sich das in der Praxis bewährt, hat digitalkamera.de kürzlich ausprobiert (siehe weiterführende Links). Eine Alternative ist der integrierbare GPS-Empfänger Ricoh SE-1, der fest mit der Kamera verschraubt wird; somit wird keine Bluetooth-Verbindung benötigt. Über einen in der Kamerasoftware enthaltenen List-Editor kann der Anwender fünf Kategorien mit jeweils zehn Werten anlegen, z. B. die Kategorie "Prioriät" mit den Werten hoch, mittel und niedrig, oder eine Kategorie "Fotograf" mit zehn eingetragenen Nutzern. Diese kann er kurz vor der Aufnahme über die Memofunktion der Kamera aufrufen und dem Bild zuordnen. Bei alta4 ist im Lieferumfang die Software Fodysseus RE enthalten; ein einfaches Tool, das es ermöglicht, Fotos in Google Earth einzustellen. Besonders interessant für den Logistik-Sektor ist der integrierbare Barcode-Scanner Ricoh SE-4. Er wird statt des SE-1 auf der Oberseite der Kamera verschraubt. Alle gängigen Strichcodes werden erkannt und bis zu 4 Stück können im Memobereich eines Bildes gespeichert werden.

Alle Modelle der digitalen Ricoh "Klapp-Kameras" von 1995 bis 2001

Typ Jahr Objektiv
(Brennweite KB
äquivalent)
Auflösung Bemerkungen damaliger Preis
RDC1 1995 2,8 / 50-150 mm 768 x 480 Pixel Ton- und Videoaufnahme
Wiedergabe mit optionalem
2,5" Monitor DM1
4.500 USD
(nur Kamera)
RDC 1s 1995 2,8 / 50-150 mm 768 x 576 Pixel wie RDC 1, aber 0,4 MP 1.500 USD
RDC 2 1996 4,0 / 35+55 mm 768 x 576 Pixel nur Tonaufnahme
(auch als Polaroid PDC 800)
700 USD
RDC 2E 1996 4,0 / 35 mm 768 x 576 Pixel wie RDC 2
ohne Blitz
700 USD
RDC 2L 1996 4,0 / 35+55 mm 768 x 576 Pixel wie RDC 2
inkl. Monitor DM2
800 USD
RDC 2V 1996 4,0 / 35+55 mm   768 x 576 Pixel wie RDC 2L
mit Anschlussmöglichkeit
für Mobiltelefon
800 USD
RDC 2S 1997 4,0 / 35+55 mm 768 x 576 Pixel wie RDC 2L, aber ISO 90 800 USD
RDC 3 1997 3,8 / 38 mm 640 x 480 Pixel Monitor fest eingebaut 500 USD
RDC 3Z 1997 3,8 / 45-135 mm 640 x 480 Pixel wie RDC 3, mit Zoomoptik 550 USD
RDC 300 1997 3,8 / 38 mm 640 x 480 Pixel wie RDC 3, aber ISO 100
(auch als Philips ESP 2)
450 EUR
RDC 300Z 1998 3,8 / 45-135 mm 640 x 480 Pixel wie RDC 3Z, aber ISO 100 500 EUR
RDC 7 2000 2,6-3,4 / 35–105 mm 2.048 x 1.536 Pixel Metallgehäuse, 2" Monitor 1.100 EUR
RDC i700 2000 2,6-3,4 / 35–105 mm 2.048 x 1.536 Pixel wie RDC 7, aber 3,5"
Touchscreen Monitor
1.500 EUR
RDC i500 2001 2,6-3,4 / 35–105 mm 2.048 x 1.536 Pixel we RDC i700,
aber 2" Touchscreen Monitor
1.000 EUR
RR1 2001 2,6-3,4 / 35–105 mm 2.274 x 1.704 Pixel wie RDC 7, aber 4 MP 1.000 EUR

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