Erneute Ankündigung

Ricoh-Objektiv 3,5-5,6/28-300 mm VC (P10) für die GXR ab Juni

2010-05-07 Bereits bei der Ankündigung des GXR-Wechselmodulsystems im November 2009 deutete Ricoh an, auch ein "Teleobjektivmodul" auf den Markt bringen zu wollen, wahrscheinlich mit 28-300 mm Brennweite. Im Februar 2010 wurde Ricoh konkreter, nun gibt es auch technische Daten und einen Markteinführungstermin Anfang Juni 2010 – einen Preis nannte Ricoh indes noch nicht. Das Besondere am GXR-System ist, dass Objektiv und Aufnahmesensor eine Einheit bilden und das Gehäuse mit Bedienelementen, Anschlüssen, Akku, Blitz und Bildschirm das "Grundmodul" darstellt. So ist es möglich, dasselbe Gehäuse mit Festbrennweiten und Zooms kombiniert mit kleinen und großen Bildsensoren zu nutzen.  (Benjamin Kirchheim)

Ricoh 28-300 mm 3.5-5.6 VC [Foto: Ricoh]

Beim nun angekündigten 28-300mm-Modul (KB) kommt ein relativ kleiner, 10 Megapixel auflösender BSI-CMOS-Sensor mit 1/2,3", das sind etwa 7,5 mm Diagonale, zum Einsatz. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher Kleinbildfilm misst rund 43 mm in der Diagonale. Dafür fällt das Objektiv trotz der großen Brennweite relativ kompakt aus. Der rückwärtig belichtete CMOS-Sensor (BSI = backside illuminated) sorgt für eine höhere Lichtempfindlichkeit im Vergleich zu herkömmlichen CMOS-Sensoren oder CCDs, gleichzeitig erlaubt er eine recht hohe Bildfrequenz. So können mit dem Modul einerseits Filme in HD-tauglichen 1.280 x 720 Pixeln bei 30 Bildern/s in AVI Motion-JPEG aufgezeichnet werden, andererseits erlaubt der Sensor hohe Serienbildgeschwindigkeiten. Bei voller Auflösung sind 5 Bilder/s möglich, in JPEG 15 Bilder in Folge und bei RAW 4 oder 5 Bilder, je nachdem, ob die Rauschunterdrückung ein- oder ausgeschaltet ist. Das RAW-Speicherformat ist DNG, also ein herstellerunabhängiger Standard, der von vielen Bildbearbeitungsprogrammen unterstützt wird. Bei einer Auflösung von 1.728 x 1.296 Pixeln werden sogar 30 Bilder/s erreicht, bei VGA-Auflösung sind es gar 60 oder 120 Bilder/s.

Die Empfindlichkeit des Sensors kann zwischen ISO 100 bis ISO 3.200 gewählt werden. Für die Bildverarbeitung ist der Bildverarbeitungsprozessor "Smooth Imaging Engine IV" zuständig, der eine hohe Bildqualität und gute Rauschreduzierung bei hohem Dynamikumfang garantieren soll. Mittels Doppelbelichtung ist der Dynamikumfang sogar auf maximal 12 Blendenstufen steigerbar. Ricoh GXR 28-300 mm 3.5-5.6 VC [Foto: Ricoh]Ein weiteres Highlight des Moduls stellt seine Makrofähigkeit dar: Im Weitwinkel beträgt die geringste Aufnahmedistanz 1 cm ab Frontlinse, bei Tele sind es 27 cm. Zusätzlich kann auf eine Zoom-Makro-Funktion umgeschaltet werden, die Aufnahmedistanz beträgt dann wieder 1 cm, allerdings bei mittlerer Zoomstellung, was eine bessere Vergrößerung als im Weitwinkel verspricht.

Weitere besondere Funktionen sind etwa der Multi-Pattern-Weißabgleich sowie die automatische Vorfokussierung für einen schnelleren Autofokus. Außerdem weist Ricoh darauf hin, dass die Blende in Form eines Neutraldichte- (Grau-)Filters realisiert wird, d. h. es handelt sich nicht um eine Irisblende, die Auswirkungen auf die Schärfentiefe hätte, aber auch die Auflösung aufgrund von Beugung verschlechtern würde. Das Objektivmodul soll ab Anfang Juni 2010 sowohl einzeln als auch im Set mit dem GXR-Gehäuse erhältlich sein, Preise dafür nannte Ricoh noch nicht.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.