Fotobuch-Anbieter

Praxistest Pixopolis – PixGEN

2006-11-08 Pixopolis gehört mit seiner Fotobuch-Software PixGEN zu den ganz "alten Hasen" in der Fotobuch-Szene. Und man kann sich bei Pixopolis damit rühmen, die erste ganz individuelle freie Gestaltung in einem Fotobuch-Programm entwickelt zu haben. Da wir uns im Jahr 2004 mit der Version 1.1 beschäftigt hatten, war es interessant, ob in der nun verwendeten Version 2.2 unsere damaligen Kritikpunkte "abgearbeitet" wurden.  (Renate Giercke)

Die ausschließliche Verwendbarkeit der Software für Windows-Betriebssysteme ist leider erhalten geblieben. Aber auch weiterhin bietet man Linux- und Mac-Nutzern eine Bestellmöglichkeit ohne Fotobuch-Software an. Es werden dafür Mustervorlagen zum Download bereitgestellt, aus denen man mit dem eigenen Grafik- oder Bildbearbeitungsprogramm fertige Seiten erzeugt und an Pixolis schickt. Anders als bei Fotobuch XXL muss man für diesen Service einen Mehrpreis bezahlen.

Pixopolis Giant [Foto: MediaNord]Die Arbeitsweise von PixGEN orientiert sich am beschriebenen Grundprinzip. Schnell zum fertigen Fotobuch gelangt man bei Verwendung des Assistenten, in dem zahlreiche Voreinstellungen festgelegt werden können und man eine Auswahl oder ganze Verzeichnisse automatisch ins Fotobuch befördert. Erfreulicherweise hat man an der Foto-Vorschau gearbeitet. Hier ist von Langsamkeit keine Rede mehr, man kann ohne Verzögerungen einfach durchs Verzeichnis scrollen. Fertige Layout-Vorlagen stehen zur Verfügung, aber natürlich kann man auch seine eigenen Vorstellungen umsetzen. Dabei muss man bei PixGEN aber einen im Vergleich zu den meisten Fotobuch-Programmen anderen Weg einschlagen: Man kann keine zusätzlichen Bild- oder Textboxen auf einer Seite erzeugen, sondern diese nur in Größe (nur proportional zum Seitenverhältnis) und Position verändern. Es ist also ratsam, bei der Layout-Auswahl zunächst immer ein paar Boxen mehr auszuwählen. Überzählige Boxen können gelöscht oder einfach leer gelassen werden, sie erscheinen nicht im Druck. Bedauerlich ist auch, dass man Fotos nicht einfach von einer Box in die nächste schieben kann. Auch das Wechseln des Bildes in einer bereits gefüllten Box klappt nicht, hier muss erst gelöscht werden. Dafür kann die Reihenfolge der Bilddarstellung bei Überlappungen festgelegt werden. Wie bei den meisten anderen Programmen auch ermöglicht PIxGEN nunmehr auch die Verschiebung der Seitenreihenfolge. Eine ganze Reihe thematischer Motivhintergründe stehen zur Verfügung, und bei der Hintergrundfarbe hat man die ganz freie Wahl. Gleiches gilt auch für die Verwendung von Schriften (Schriftart und Farbe). Durch Doppelklick auf ein eingefügtes Bild kann man einfach einen proportionalen Bildausschnitt wählen, exakt (per Zahlenangabe) Größe und Position bestimmen, Helligkeit und Kontrast verändern sowie das Bild mit einem Rahmen (Farbe, Abstand und Breite variabel) versehen. Eine Rückgängig-Funktion erleichtert das Arbeiten. Leider werden die verwendeten Bilder nicht im Verzeichnis markiert. Ausführliche Hilfe und gute Benutzerführung erleichtern es dem Anfänger, zum gewünschten Buch zu gelangen. Wer Veränderungen liebt, kann das Buchformat auch im laufenden Projekt ändern. Die Bestellung erfolgt wahlweise durch Upload oder indem man die im Bestellvorgang generierte Projektdatei auf CD brennt und per Post verschickt. Als Service kann man im Bestellvorgang gleich einen entsprechenden Adressaufkleber mit eigenem Absender ausdrucken.

Um einen Vergleich zum Angebot von Fotobuch XXL (31,5 x 43,5 cm) zu haben, bestellten wir bei Pixopolis die mit 28 x 42,5 cm etwas kleinere Giant-Variante. Die Fertigung nahm ca. drei Wochen in Anspruch und lieferte ein sauber verarbeitetes Produkt. Vier verchromte Buchschrauben verbinden den glänzend kaschierten Hardcover-Einband mit den Seiten. Auch hier stellt sich eher ein Album-Charakter ein. Das Bilderdruckpapier ist mit einer Grammatur von 170 g/m² nicht so gut der Größe angepasst wie bei Fotobuch XXL, doch kann man bei der Druckqualität punkten. Raster oder Linien sind auch auf großen Farbflächen nicht zu verzeichnen, die Farben sind natürlich. Die Schärfe könnte bei der Größe etwas "knackiger" sein. Mit einem Preis von 89 EUR in der günstigsten Ausführung (Hardcover-Einband, 48 Seiten) und mit dem besseren Druck liegt Pixopolis in Sachen Großformat momentan deutlich vor Fotobuch XXL.

Angebot Pixopolis
Erstellung offline
Software für Betriebssystem Windows
Frei gestaltbar ja
Format 28 x 42,5 cm
20,5 x 28 cm
19 x 27,5 cm
20,5 x 20,5 cm
Einband Hardcover
Softcover
Bindung Fadenbindung
Klebebindung
Klammerheftbindung
Spiralbindung
Klemmbindung mit Verschraubung
Bestellung Upload
CD-R mit Postversand
Kurzbewertung + Formatänderung im laufenden Projekt möglich
+ viele Bild- und Grafikformate verwendbar
+ Rahmen für Bilder möglich
+ Assistentenmodus

– freie Gestaltung könnte einfacher sein
– Fotos können nicht von einer Box in die anderen verschoben werden
Kommentar Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
Handhabung bietet noch Optimierungspotential.

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