Kompaktkameras mit viel Weitwinkel bzw. Zoom

Panasonic stellt TZ4, TZ5, FS3, FS5, FS20, LZ8, LZ10 und FX35 vor

2008-01-29 In allen Kompaktkameraserien von Panasonic gibt es Neuheiten zu vermelden. Dabei sticht die FX35 mit einem vierfachen Weitwinkelzoom ab 25 mm hervor. Allen Kameras gemeinsam ist die neue Venus Engine IV, die für eine noch bessere Bildqualität sorgen und Rauschunterdrückung bei feineren Details bringen soll. Ebenfalls allen Kameras gemeinsam ist der optische Bildstabilisator, der bei Panasonic praktisch zur Grundausstattung einer jeden Kamera gehört. Ein weiteres Highlight einiger Kameras ist die Fähigkeit, Videos in HD-Qualität aufzunehmen.  (Benjamin Kirchheim)

Panasonic Lumix DMC-LZ10 [Foto: Panasonic] Die bereits ab Februar 2008 erhältliche Panasonic Lumix DMC-LZ8 ist mit ca. 220 EUR die Preisgünstigste der Neuvorstellungen. Ihr bildstabilisiertes 5-fach-Zoomobjektiv reicht von umgerechnet 32-160 mm Brennweite und ihr CCD-Sensor löst 8,1 Megapixel auf. Die intelligenten Automatiken sorgen bei ihr nicht nur für die Gesichtserkennung von bis zu 15 Gesichtern, sondern auch die automatische Motivprogrammwahl und die automatische Wahl der richtigen ISO-Empfindlichkeit anhand festgestellter Motivbewegungen. Somit sollten Bewegungsunschärfen genauso wie Verwackelungsunschärfen (dank optischem Bildstabilisator) der Vergangenheit angehören. Die dabei eingesetzte Venus Engine IV ist nicht nur im Energieverbrauch sparsamer als ihre Vorgängerin, sondern auch leistungsfähiger. Wie bei der Vorgängerin werden Helligkeits- und Farbsignale getrennt verarbeitet, wobei das Rauschunterdrückungssystem nun noch effektiver und gleichzeitig detailschonender arbeiten soll. Dazu nehmen sich die Bildverarbeitungsalgorithmen zuerst das niedrigfrequente Helligkeitsrauschen vor, das im Bild störend wirkt und reduziert wird. Das hochfrequente Helligkeitsrauschen hingegen enthält wünschenswerte Details Panasonic Lumix DMC-LZ8 [Foto: Panasonic] und wird nicht beeinflusst. Beim Farbsignal indessen werden die Farbkanten präzise definiert, so dass das typische Ineinanderlaufen und Verwaschen von Farbkonturen vermieden werden soll – das tut auch besonders der Detailwiedergabe in dunkleren Motivbereichen gut.

Des Weiteren verfügt die LZ8 über einen 2,5 Zoll großen Monitor mit 230.000 Bildpunkten Auflösung und "Über-Kopf-Modus" sowie eine automatische Helligkeitsanpassung. Die Lichtempfindlichkeit reicht von ISO 100-1.600 bzw. bis zu ISO 6.400 bei verringerter Auflösung von drei Megapixeln im Hochempfindlichkeitsmodus. Zur Stromversorgung reichen zwei handelsübliche AA-Batterien bzw. -Akkus, und gespeichert werden die Fotos auf SD- oder SDHC-Karten. Für die 250 EUR, die die ebenfalls ab Februar 2008 erhältliche LZ10 kostet, bekommt man gegenüber der LZ8 eine geringfügig bessere Ausstattung wie z. B. 10,1 Megapixel mit einem optischen 5-fach-Zoom von 30-160 mm.

Panasonic Lumix DMC-FS5 [Foto: Panasonic]
Panasonic Lumix DMC-FS20 [Foto: Panasonic]
Panasonic Lumix DMC-FX35 [Foto: Panasonic]
Die drei neuen Modelle der FS-Reihe von Panasonic teilen die meisten Eigenschaften mit den LZ-Kameras. Unterschiedlich sind jedoch die Gehäuseformen und erhältlichen Farben sowie Objektiv und Auflösung. Die Lumix DMC-FS3 ist für rund 230 EUR ab Februar 2008 in den Farben Silber, Schwarz, Eisblau und Pink erhältlich und löst 8,1 Megapixel auf. Ihr bildstabilisiertes 3-faches Zoomobjektiv reicht von umgerechnet 33 bis 100 mm Brennweite, und der 2,5 Zoll große LCD-Monitor löst 230.000 Bildpunkte auf. Die Lumix DMC-FS5 und DMC-FS20 sind hingegen erst ab März erhältlich und mit rund 280 bzw. 330 EUR auch etwas teurer. Die FS20 wird es nur in Silber und Schwarz geben, die FS5 jedoch zusätzlich auch in Rubin-Rot. Beide verfügen über einen CCD-Sensor mit 10,1 Megapixeln und ein 4-faches Zoomobjektiv von umgerechnet 30-120 mm Brennweite, unterscheiden sich jedoch in der Größe des 230.000 Bildpunkte auflösenden Monitors, der bei der FS5 2,5 Zoll und bei der FS10 drei Zoll groß ist.

Ebenfalls ab März 2008 gibt es die Lumix DMC-FX35 in den fünf Farben Silber, Schwarz, Nacht-Blau, Perlmutt-Weiß und Champagner zu einem Preis von rund 350 EUR. Ihr 4-faches optisches Zoomobjektiv weist einen besonders großen Weitwinkel von 25 mm auf. Für klassische Fotografen mag diese Brennweite etwas ungewöhnlich sein, ist man doch eher Brennweiten wie 24 oder 28 mm gewohnt – aber warum nicht? So fällt die Endbrennweite von 100 mm "rund" aus. Mit solch einem gewaltigen Weitwinkel bekommt man in engen Räumen oder bei Gruppenfotos besonders viel aufs Bild, aber auch bei Landschaftsaufnahmen können 25 mm sehr nützlich sein. Neben den Haupteigenschaften der anderen Lumix-Kameras sorgt die Venus Engine IV bei der FX35 auch für einen automatischen Kontrastausgleich, den man sich somit bei der Bildverarbeitung am Computer sparen kann. Schatten und Lichter beklommen so eine bessere Zeichnung. Der CCD-Sensor der Kamera verfügt über eine Auflösung von 10,1 Megapixeln, wobei die Kamera nicht nur hoch auflösende Fotos, sondern auch Videos in HD-Qualität aufzeichnet. Die Auflösung beträgt dabei 1.280 x 720 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde, aufgezeichnet wird allerdings im Speicher fressenden Motion-JPEG-Modus. Um die Videos auch adäquat wiedergeben zu können, verfügt die FX35 über einen HD-Videoausgang, für dessen Nutzung man allerdings ein zusätzliches Kabel kaufen muss. Der 2,5 Zoll große und 230.000 Bildpunkte auflösende Monitor der nur 22 mm flachen Kamera erscheint bei den Highlights dagegen schon eher konservativ konventionell.

 Von den beiden ab März 2008 in Silber und Schwarz erhältlichen TZ-Modellen ist die Lumix DMC-TZ5 die deutlich besser ausgestattete Kamera, da fällt der Aufpreis von 50 EUR gegenüber der 350 EUR teuren TZ4 schon fast gering aus. Beide verfügen in ihren für Superzoom-Kameras mit 36 mm sehr flachen und nur 240 g leichten Gehäusen über ein Objektiv Panasonic Lumix DMC-TZ5 und TZ4 [Foto: Panasonic]mit 10-fachem optischem Zoomfaktor von umgerechnet 28-280 mm Brennweite. Die TZ4 teilt die üblichen Lumix-Ausstattungsmerkmale, die bereits weiter oben erwähnt wurden. Ihr CCD-Sensor löst 8,1 Megapixel auf, der 2,5 Zoll große Monitor hingegen 230.000 Bildpunkte. Die deutlich besser ausgestattete TZ5 verfügt über ungewöhnliche 9,1 Megapixel Auflösung, ihr Monitor ist drei Zoll groß und löst feine 460.000 Bildpunkte auf. Darüber hinaus teilt sie ein paar besondere Ausstattungsmerkmale der FX35. Dazu gehört die automatische Kontrastkorrektur genauso wie die Aufzeichnung von HD-Videos mit 1.280 x 720 Pixeln Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde – die Speicherung erfolgt allerdings auch "nur" als Motion-JPEG. Passend zur Video-Auflösung gibt es einen HD-Ausgang, der allerdings nur mit einem optional erhältlichen Kabel nutzbar ist.

Artikel-Vorschläge der Redaktion

Spitzenklasse-F2,8-Standard-Zoom für spiegellose Vollformat-Kameras

Spitzenklasse-F2,8-Standard-Zoom für spiegellose Vollformat-Kameras

Das SIGMA 24–70mm F2,8 DG DN | Art ist das Flaggschiff der neuen Generation von Zoom-Objektiven mit großer Blende. mehr…

Kaufberatung Spiegellose Systemkameras jetzt mit 222 Seiten

Kaufberatung Spiegellose Systemkameras jetzt mit 222 Seiten

Überarbeitete und ergänzte Ausgabe mit allen neuen Kameras, aktualisierten Testspiegeln und Ausstattungsübersicht. mehr…

Testbericht: LG HU80KG/HU80KSW Presto CineBeam Videoprojektor

Testbericht: LG HU80KG/HU80KSW "Presto" CineBeam Videoprojektor

Mit Tragegriff und 6,7 kg Gewicht ist der 2500 Lumen helle 4K-Projektor recht gut an wechselnden Standorten einsetzbar. mehr…

Kaufberatung: Welche Speicherkarte ist die richtige für meine Kamera?

Kaufberatung: Welche Speicherkarte ist die richtige für meine Kamera?

Wir erklären, welcher Speicherkartenstandard und welche Geschwindigkeitsklasse je nach Anwendung gebraucht wird. mehr…

News-Suche

von bis
Hersteller
Autor
Suche nach

Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.