Supertelezoom und preiswerte Normalfestbrennweite

Panasonic entwickelt 1,7/25 mm und Leica 100-400 mm für MFT

2015-07-16 Panasonic entwickelt aktuell zwei neue Objektive mit Micro-Four-Thirds-Anschluss, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die kleine Festbrennweite Lumix G F1.7/25mm soll Einsteigern ins System ein äußerst preisgünstiges und verhältnismäßig lichtstarkes Objektiv bieten. Das Leica DG 4-6.3/100-400mm Power OIS hingegen soll das Objektivprogramm vor allem im Telebreich nach oben abrunden, wo bisher bei 300 Millimetern Schluss war.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Panasonic Leica DG 4-6.3/100-400mm Power OIS wird das bisher längstbrennweitige Teleobjektiv für Micro Four Thirds. [Foto: Panasonic]

    Das Panasonic Leica DG 4-6.3/100-400mm Power OIS wird das bisher längstbrennweitige Teleobjektiv für Micro Four Thirds. [Foto: Panasonic]

  • Bild Eine besonders preisgünstige (um die 200 Euro) Festbrennweite entwickelt Panasonic mit dem Lumix G F1.7/25mm. [Foto: Panasonic]

    Eine besonders preisgünstige (um die 200 Euro) Festbrennweite entwickelt Panasonic mit dem Lumix G F1.7/25mm. [Foto: Panasonic]

Die Lichtstärke von F1,7 erlaubt mit dem 25mm auch Aufnahmen bei verhältnismäßig wenig Licht und mit geringer Schärfentiefe. Es handelt sich somit um eine etwas lichtschwächere, dafür aber deutlich preiswerte Alternative zum Leica DG Summilux 25 mm 1.4 Asph. Aber auch das Olympus 25 mm F1.8 (ES-M2518) bekommt damit direkte Konkurrenz. Die kleinbildäquivalente Brennweite des 25mm beträgt 50 Millimeter, es handelt sich also um ein sogenanntes Normalobjektiv. Es eignet sich für verschiedene Motive vom Porträt bis hin zur Landschaftsaufnahme. Beim Autofokus bietet das 25mm eine 240 Bilder pro Sekunde schnelle Signalübertragung, auch der Hybrid-Kontrast-Autofokus (mit DFD-Technologie) der aktuellen Lumix-G-Systemkameras soll unterstützt werden. Detaillierte Spezifikationen stehen aktuell genauso wenig fest wie Markteinführung und Preis. Seitens Panasonic stand aber eine Marke von 200 Euro im Raum, das Objektiv soll die preisgünstigste Festbrennweite für Micro Four Thirds werden.

Ebenfalls noch in Entwicklung befindet sich das Leica DG 4-6.3/100-400mm Power OIS. Wie das Leica-Label schon andeutet, soll es sich um ein besonders hochwertiges Zoom handeln. Es erweitert den Brennweitenbereich im Micro-Four-Thirds-System auf nunmehr 400 Millimeter. Entsprechend Kleinbild deckt das Vierfachzoom einen Brennweitenbereich von 200 bis 800 Millimeter ab. Dass dabei eine Stativschelle nicht fehlen darf, ist selbstverständlich. Dank des optischen Bildstabilisators soll aber auch die Fotografie ohne Stativ problemlos möglich sein. Das 100-400mm soll spritzwassergeschützt sein, eignet sich also hervorragend für die Lumix GH3, GH4 und für die neue GX8. Selbstverständlich lässt es sich aber auch an allen anderen Micro-Four-Thirds-Systemkameras von Panasonic und Olympus betreiben.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 44, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.