Nachschub für die L-Bajonett-Allianz

Panasonic Lumix S Pro 70-200mm F2.8 und S Pro 16-35mm F4 vorgestellt

2019-11-06 Mit den beiden Zooms Lumix S Pro 70-200mm F2.8 und Lumix S Pro 16-35mm F4 stellt Panasonic nun die letzten beiden für dieses Jahr angekündigten Objektive mit Leica-L-Bajonett vor, die zwar vornehmlich für die Lumix S1, S1R und S1H gedacht sind, aber dank der L-Bajonett-Allianz genauso an Kameras von Leica und Sigma passen. Die optische Qualität der beiden neuen Lumix-S-Pro-Objektive soll sogar die strengen Leica-Standards erfüllen.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Panasonic Lumix S Pro 16-35mm F4 baut kompakt und deckt einen Brennweitenbereich vom Ultraweitwinkel bis hin zum Reportage-Weitwinkel ab. [Foto: Panasonic]

    Das Panasonic Lumix S Pro 16-35mm F4 baut kompakt und deckt einen Brennweitenbereich vom Ultraweitwinkel bis hin zum Reportage-Weitwinkel ab. [Foto: Panasonic]

  • Bild Zwei Linearmotoren treiben den Autofokus des Panasonic Lumix S Pro 16-35mm F4 an. Zieht man den Fokusring zurück, kann manuell fokussiert werden. [Foto: Panasonic]

    Zwei Linearmotoren treiben den Autofokus des Panasonic Lumix S Pro 16-35mm F4 an. Zieht man den Fokusring zurück, kann manuell fokussiert werden. [Foto: Panasonic]

Das Lumix S Pro 16-35mm F4 deckt einen Brennweitenbereich vom Ultraweitwinkel bis hin zu einem klassischen Reportage-Weitwinkel ab. Mit einer Länge von zehn, einem Durchmesser von 8,5 Zentimetern sowie einem Gewicht von gerade einmal 500 Gramm kann man das Zoom durchaus als für seine Klasse klein und leicht bezeichnen. Dennoch ist das Gehäuse robust gegen Spritzwasser, Staub und Frost bis -10 Grad Celsius geschützt. Der Filterdurchmesser beträgt 77 Millimeter. Für eine hohe optische Qualität sollen zwölf Linsen sorgen, die in neun Gruppen angeordnet sind. Gleich drei asphärische, eine ED- und eine UHR-Linse sollen Bildfehler minimieren und für eine hohe Auflösung bis an den Bildrand sorgen.

Trotz des kompakten Gehäuses treiben zwei kräftige Linearmotoren mit zwei Magneten das Fokussystem an, das mit bis zu 480 Bildern pro Sekunde äußerst schnell reagiert. Dank des Clutch-Fokusrings lässt sich zudem jederzeit schnell auf eine manuelle Fokussierung umschalten. Videografen dürfte zudem freuen, dass Panasonic das sonst bei Fotoobjektiven übliche Fokuspumpen, das zwar nicht bei Foto-, wohl aber bei Videoaufnahmen stört, minimiert hat. Die minimale Fokusdistanz liegt bei gerade einmal 25 Zentimetern, was einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:4,3 ermöglicht. Dank einer Blende mit neun abgerundeten Lamellen für eine gleichmäßige Öffnung soll das Ultraweitwinkelzoom sogar ein schönes Bokeh bieten. Ab dem Jahreswechsel 2019/2020 soll das Panasonic Lumix S Pro 16-35mm F4 zu einem Preis von knapp 1.600 Euro erhältlich sein.

  • Bild Das Panasonic Lumix S Pro 70-200mm F2.8 soll mit seiner aufwändigen optischen Konstruktion aus 22 Linsen in 17 Gruppen eine hohe Bildqualität bis in die Bildecken bieten. [Foto: Panasonic]

    Das Panasonic Lumix S Pro 70-200mm F2.8 soll mit seiner aufwändigen optischen Konstruktion aus 22 Linsen in 17 Gruppen eine hohe Bildqualität bis in die Bildecken bieten. [Foto: Panasonic]

  • Bild Die Stativschelle ist angesichts der Länge von 21 Zentimetern und des Gewichts von fast 1,6 Kilogramm beim Panasonic Lumix S Pro 70-200mm F2.8 obligatorisch. [Foto: Panasonic]

    Die Stativschelle ist angesichts der Länge von 21 Zentimetern und des Gewichts von fast 1,6 Kilogramm beim Panasonic Lumix S Pro 70-200mm F2.8 obligatorisch. [Foto: Panasonic]

Das Lumix S Pro 70-200mm F2.8 fällt mit einer Länge von fast 21 Zentimetern bei einem Durchmesser von 9,5 Zentimetern (Filtergewinde 82 Millimeter) deutlich größer aus und wiegt mit 1,57 Kilogramm auch mehr als das Dreifache des Ultraweitwinkelzooms. Das Gewicht kommt nicht von ungefähr, denn immerhin 22 Linsen bilden in 17 Gruppen angeordnet die optische Konstruktion. Drei ED- und zwei UED-Linsen sowie eine asphärische Linse sollen Bildfehler korrigieren, darunter sogar den so genannten Astigmatismus, der in den Bildecken für unschöne Verformungen im Bokeh sorgt. Der optische Bildstabilisator erlaubt bis zu fünf Blendenstufen längere Belichtungszeiten, in Kombination mit dem Sensor-Shift-Bildstabilisator der Lumix-S-Kameras sind nach CIPA-Standard sogar sieben Blendenstufen längere Belichtungszeiten verwackelungsfrei möglich.

Das Fokussiersystem arbeitet ebenfalls mit 480 Bildern pro Sekunde und zwei Fokusgruppen, was eine hohe Bildqualität bis in den Nahbereich von 95 Zentimetern Mindestfokusabstand garantieren soll. Der maximale Abbildungsmaßstab beträgt 1:4,8. Auch hier will Panasonic das für Videografen lästige Fokuspumpen minimiert haben. Die Blende besteht sogar aus elf abgerundeten Lamellen, das Bokeh soll hervorragend sein. Selbstverständlich ist das Gehäuse gegen Staub und Spritzwasser geschützt und die Elektronik sowie Mechanik vertragen auch Frost bis -10 Grad Celsius problemlos. Zudem ist das Objektiv mit den beiden Telekonvertern DMW-STC14 und DMW-STC20 kompatibel. Der 1,4-fache Telekonverter sorgt für einen Brennweitenbereich von rund 100 bis 280 Millimeter bei einer durchgehenden Lichtstärke von F4, der 2-fache Telekonverter kostet zwei Blendenstufen Lichtstärke, bei durchgehend F5,6 wird ein Brennweitenbereich von 140-400 Millimeter abgedeckt. Ebenfalls zum Jahreswechsel 2019/2020 soll das Panasonic Lumix S Pro 70-200mm F2.8 erhältlich sein, der Preis beträgt knapp 2.800 Euro.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.