Vom Ultraweitwinkel bis zum Normalobjektiv

Olympus M.Zuiko Digital ED 8-25 mm F4.0 Pro vorgestellt

2021-06-09 Mit dem Olympus M.Zuiko Digital ED 8-25 mm F4.0 Pro bringt OM Digital Solutions nach der Übernahme der Kamerasparte von Olympus Anfang nächsten Monats das erste Micro-Four-Thirds-Objektiv unter eigener Regie auf den Markt. Mit einem kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 16 bis 50 Millimeter ist es ein sehr spannendes Objektiv für alle Weitwinkelfans, die gerne auch gelegentlich bis zur Normalbrennweite zoomen.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Bei einer Länge von 8,9 und einem Durchmesser von 7,7 Zentimetern deckt das Olympus 8-25 mm 4 Pro (EZ-M0825) einen Ultraweitwinkel- bis Normalbereich von 16 bis 50 Millimeter entsprechend Kleinbild ab. [Foto: Olympus]

    Bei einer Länge von 8,9 und einem Durchmesser von 7,7 Zentimetern deckt das Olympus 8-25 mm 4 Pro (EZ-M0825) einen Ultraweitwinkel- bis Normalbereich von 16 bis 50 Millimeter entsprechend Kleinbild ab. [Foto: Olympus]

Das 3,1-fach-Zoom soll eine exzellente Bildqualität abliefern. Der aufwendige optische Aufbau besteht immerhin aus 16 Linsen, die in zehn gruppen angeordnet sind. Darunter befinden sich zahlreiche Spezialgläser: zwei asphärische Linsen, eine große DSA-Linse, eine ED-Linse, eine Super-ED-Linse, eine HR-Linse, eine Super-HR-Linse und eine HD-Linse. Dadurch sollen optische Abbindungsfehler wie chromatische Aberrationen minimiert werden, während die Auflösung auch bei Offenblende bis an den Bildrand hoch sein soll. Hinzu kommt eine optimierte ZERO-Vergütung zur Unterdrückung von Reflexen und Geisterbildern.

Obwohl das 8-25 mm F4.0 ED Pro das erste Pro-Objektiv mit einem Einzugsmechanismus für besonders kompakte Transportabmessungen ist, fällt es mit einer Länge von 8,9 und einem Durchmesser von 7,7 Zentimetern nicht gerade klein aus. Das Gewicht liegt bei 411 Gramm. Dank des 72 Millimeter großen Filtergewindes lassen sich bei allen Brennweiten optische Filter einsetzen. Das robuste Gehäuse verfügt über zahlreiche Dichtungen für einen Staub- und Spritzwasserschutz. Die Frontlinse ist mit einer schmutzabweisenden Fluorbeschichtung versehen.

  • Bild Zahlreiche Dichtungen sollen verhindern, dass Staub und Spritzwasser ins Olympus 8-25 mm 4 Pro (EZ-M0825) eindringen. [Foto: Olympus]

    Zahlreiche Dichtungen sollen verhindern, dass Staub und Spritzwasser ins Olympus 8-25 mm 4 Pro (EZ-M0825) eindringen. [Foto: Olympus]

Der lautlose MSC-Motor treibt die intern arbeitende Fokusgruppe an, die eine Naheinstellgrenze von 23 Zentimetern erlaubt. Der maximale Abbildungsmaßstab beträgt 1:4,8. Der Autofokus ist zum Fokus-Stacking kompatibel, das mit einigen Olympus-Kameras möglich ist. Um manuell zu fokussieren, kann der Fokusring des Olympus 8-25 mm F4.0 ED Pro einfach nach hinten gezogen werden. Dabei wird eine Fokusskala freigegeben und es kann linear manuell fokussiert werden. Diese Funktion lässt sich jedoch auch über die Kamera deaktivieren. Dann kann man den manuellen Fokus an der Kamera aktivieren und den Fokusring nicht-linear in vorderer Stellung betätigen. Zudem bietet das Objektiv einen Funktionsknopf.

Bereits ab Anfang Juli 2021 soll das Olympus 8-25 mm F4.0 ED Pro zu einem Preis von knapp 1.000 Euro erhältlich sein. Eine verriegelbare Streulichtblende gehört zum Lieferumfang.

Hersteller Olympus
Modell 8-25 mm 4 ED Pro (EZ-M0825)
Unverbindliche Preisempfehlung 999,00 €
Bajonett Micro Four Thirds
Brennweitenbereich 8-25 mm
Lichtstärke (größte Blende) F4 (durchgängig)
Kleinste Blendenöffnung F22
Linsensystem 16 Linsen in 10 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nicht relevant
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 230 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 72 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 77 x 89 mm
Objektivgewicht 411 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.