Aufbau einer F1,2-Pro-Objektivserie

Olympus 17 mm 1.2 ED Pro und 45 mm 1.2 ED Pro vorgestellt

2017-10-25 Mit den beiden F1,2 lichtstarken Festbrennweiten M.Zuiko Digital 17 mm 1.2 ED Pro und 45 mm 1.2 ED Pro stellt Olympus dem 25 mm 1.2 ED Pro zwei weitere lichtstarke Objektive an die Seite und baut damit eine ganze Objektivserie auf. Die beiden Objektive sollen höchsten Ansprüchen genügen und warten mit einem robusten, spritzwassergeschützten Gehäuse, einer aufwändigen optischen Konstruktion und einer Nanovergütung auf.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Olympus 17 mm 1.2 ED Pro besitzt wie alle Objektive der Serie ein robustes, spritzwassergeschütztes Gehäuse. [Foto: Olympus]

    Das Olympus 17 mm 1.2 ED Pro besitzt wie alle Objektive der Serie ein robustes, spritzwassergeschütztes Gehäuse. [Foto: Olympus]

  • Bild Der optische Aufbau des Olympus 17 mm 1.2 ED Pro besteht aus 15 Linsen in elf Gruppen, wobei erstmals ein in Serie produziertes ED-DSA-Element zur optischen Korrektur zum Einsatz kommt. [Foto: Olympus]

    Der optische Aufbau des Olympus 17 mm 1.2 ED Pro besteht aus 15 Linsen in elf Gruppen, wobei erstmals ein in Serie produziertes ED-DSA-Element zur optischen Korrektur zum Einsatz kommt. [Foto: Olympus]

Erst gestern stellte Sigma das 16 mm F1,4 für Micro Four Thirds vor, schon hat Olympus eine lichtstärkere und gleichzeitig etwas kompaktere Alternative parat. Das M.Zuiko Digital 17 mm 1.2 ED Pro bietet eine hohe Anfangslichtstärke und besitzt einen Bildwinkel, der dem eines 34mm-Kleinbildobjektivs entspricht. Der aufwändige optische Aufbau besteht aus 15 Elementen, die in elf Gruppen angeordnet sind. Dabei kommen nicht nur asphärische Linsenelemente zum Einsatz, sondern auch ein ED-DSA-Element, auf das Olympus besonders stolz ist. Die Abkürzung steht für Extra-low Dispersion Dual Super Aspherical und sie kompensiert verschiedene Arten von Aberrationen, die häufig bei Weitwinkelobjektiven auftreten. Olympus ist der erste Hersteller, der dieses Linsenelement erfolgreich in Serie produziert. Es spart gleich mehrere herkömmliche Linsen ein, was das Objektiv leichter macht. Das M.Zuiko Digital 17 mm 1.2 ED Pro wiegt gerade einmal 390 Gramm und misst 6,8 Zentimeter im Durchmesser und ist 8,7 Zentimeter lang. Zur Unterdrückung von Reflexionen und Geisterbildern kommt die Z-Nano-Beschichtung zum Einsatz.

Der unhörbare Autofokusmotor sorgt für eine rasante interne Fokussierung ab 20 Zentimetern, womit ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:6,7 erreicht wird. Die manuelle Fokussierung lässt sich einfach durch das Zurückziehen des Fokusrings erreichen, dann erscheint sogar eine Entfernungsskala. Auch die Schärfentiefe lässt sich direkt am Objektiv ablesen. Außerdem verfügt es über einen L-Fn-Funktionsknopf. Wie beim 25 mm 1.2 und auch dem 45 mm 1.2 misst das Filtergewinde 62 Millimeter, was eine leichte Austauschbarkeit von Objektivzubehör ermöglicht. Die neue Streulichtblende LH-66C gehört zum Lieferumfang. Interessenten müssen sich allerdings noch bis zum März 2018 gedulden, dann soll das Olympus M.Zuiko Digital 17 mm 1.2 ED Pro zu einem Preis von knapp 1.400 Euro erhältlich sein.

  • Bild Das Olympus 45 mm 1.2 ED Pro besitzt wie die beiden anderen Objektive der F1,2-Pro-Serie ein 62 mm Filtergewinde. Auch die Abmessungen der Objektive sind für eine einheitliche Ergonomie sehr ähnlich. [Foto: Olympus]

    Das Olympus 45 mm 1.2 ED Pro besitzt wie die beiden anderen Objektive der F1,2-Pro-Serie ein 62 mm Filtergewinde. Auch die Abmessungen der Objektive sind für eine einheitliche Ergonomie sehr ähnlich. [Foto: Olympus]

  • Bild Der optische Aufbau des Olympus 45 mm 1.2 ED Pro setzt sich aus 14 Elementen in zehn Gruppen zusammen, insbesondere wurde auch das Bokeh optisch korrigiert, damit es keine Farbsäume zeigt. [Foto: Olympus]

    Der optische Aufbau des Olympus 45 mm 1.2 ED Pro setzt sich aus 14 Elementen in zehn Gruppen zusammen, insbesondere wurde auch das Bokeh optisch korrigiert, damit es keine Farbsäume zeigt. [Foto: Olympus]

Deutlich dichter an der Marktreife ist das Olympus M.Zuiko Digital 45 mm 1.2 ED Pro, es kommt schon Anfang Dezember 2017 zu einem Preis von knapp 1.300 Euro auf den Markt und wir konnten sogar bereits ein Serienexemplar testen (siehe weiterführende Links). Mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 90 Millimetern ist es für die Porträtfotografie prädestiniert. Die Naheinstellgrenze beträgt einen halben Meter, womit lediglich ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:10 erreicht wird. Auch hier kommen der zurückziehbare Fokusring mit dann erscheinender Fokusskala und die L-Fn-Taste zum Einsatz. Das Filtergewinde misst ebenfalls 62 mm und die Streulichtblende LH-88B ist dieselbe wie beim 25 mm 1.2. Die optische Konstruktion besteht aus 14 Elementen, die in zehn Gruppen angeordnet sind. Das Objektiv fällt mit 410 Gramm, sieben Zentimetern Durchmesser und 8,5 Zentimetern Länge ebenfalls recht kompakt für ein so lichtstarkes Objektiv aus. Ein asphärisches Element, eine ED-Linse und vier HR-Elemente sollen für eine hohe optische Leistung sorgen. Insbesondere Farbsäume im unscharfen Bereich will Olympus für ein harmonisches Bokeh korrigiert haben. Die Z-Nano-Vergütung reduziert zudem Geisterbilder und Gegenlichtreflexe signifikant.

Hersteller Olympus Olympus
Modell 17 mm 1.2 ED Pro 45 mm 1.2 ED Pro
Preis (UVP) 1.399,00 EUR 1.299,00 EUR
Bajonettanschluss Micro Four Thirds Micro Four Thirds
Brennweite 17,0 mm 45,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F1,2 F1,2
Kleinste Blendenöffnung F16 F16
KB-Vollformat nicht relevant nicht relevant
Linsensystem 15 Linsen in 11 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
14 Linsen in 10 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Anzahl Blendenlamellen 9 9
Naheinstellgrenze 200 mm 500 mm
Bildstabilisator vorhanden nein nein
Autofokus vorhanden ja ja
Wasser-/Staubschutz ja ja
Filtergewinde 62 mm 62 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 68 x 87 mm 70 x 85 mm
Objektivgewicht 380 g 406 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 40, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.