Mal mit, mal ohne

Nikons neue Coolpix-Flundern S52c (mit WLAN) und S52 (ohne WLAN)

2008-04-10 Wahlweise mit oder ohne Fähigkeit, Bilder drahtlos per Datenfunk im WLAN/WiFi-Netz zu übertragen, bekommt man Nikons neue Coolpix S52. Die extraflache 9-Megapixel-Kamera heißt je nach Ausführung S52 oder S52c und wartet unter anderem mit einem großflächigen 7,6cm-Bildschirm und einer – komplett im nur 2,1 cm tiefen Gehäuse integrierten – stabilisierten Dreifachzoom-Optik auf. Die zwei Pixel-"Flundern" begleiten die Coolpix P80, die ebenfalls heute Morgen von Nikon angekündigt wurde und in einer entsprechenden digitalkamera.de-Meldung einzeln vorgestellt wurde.  (Yvan Boeres)

Nikon Coolpix S52c [Foto: Nikon]Wie bei den meisten Ultraflachkameras üblich, macht das Objektiv im Inneren des Kameragehäuses einen "Knick", so dass die Mehrzahl der insgesamt zwölf Linsenelemente vertikal zum Kameraboden hin verlaufen. Diese Bauweise gleicht in etwa der eines Periskops, wobei sowohl bei der S52 als auch bei der S52c noch eine bewegliche Linsengruppe in der optischen Konstruktion Platz findet. Damit werden die Zitterbewegungen der Fotografenhände ausgeglichen, und man darf sich über ein stark reduziertes Verwacklungsrisiko freuen. Der Brennweitenbereich des Nikkors (so die Bezeichnung für Nikon-Objektive) erstreckt sich von umgerechnet 38 bis 114 Millimeter; die Lichtstärke variiert dabei zwischen F3,3 (am Weitwinkel-Ende) und F4,2 (am Tele-Ende). Automatisch scharf gestellt wird ab einer Mindestentfernung von 30 cm, die durch Aktivieren des Makro-Modus auf 4 cm verkürzt werden kann. Dank Face-Priority-AF wird bei Personenaufnahmen auch gezielt auf das Gesicht scharf gestellt; die automatische Gesichtserkennung hilft auch der Kamera, die Gesichter bzw. die Fotos allgemein richtig zu belichten.

Wenn bei den Personenaufnahmen der eingebaute Miniaturblitz der Coolpix S52 und S52c einmal rote Augen verursachen sollte, sind diese mithilfe der Red-Eye-Fix-Funktion schnell von der Kamera erkannt und retuschiert. Schatten bzw. dunkle Bildbereiche hellt die D-Lighting-Funktion elektronisch auf und sorgt dafür, dass auch in sehr hellen Bildteilen Details erhalten bleiben; einstellbare Lichtempfindlichkeitsstufenäquivalente von entspr. ISO 100 bis 3.200 sorgen dafür, dass man bei Bedarf auch ohne Blitz unter schwachem Licht (z. B. nachts oder in dunkleren Innenräumen) fotografieren kann. Damit sich das Bildrauschen dabei noch einigermaßen in Grenzen hält (natürlich auf Kompaktkamera-Verhältnisse bezogen), sind die beiden neuen Coolpix-Modelle mit einem leistungsfähigen Signalprozessor vom Typ Expeed ausgestattet. Der macht in anderen Disziplinen auch dem Nikon-Duo Beine und hat sich schon in diversen Nikon-Kameras (Kompaktdigitalkameras und digitalen Spiegelreflexkameras) bewährt.

Als Sucher-Ersatz, Wiedergabe-Bildschirm und "Kontrollzentrale" fungiert ein 7,6 cm (= 3") großer TFT-Bildschirm mit 230.000 Pixeln und Antireflex-Beschichtung. Die Bildschirmoberfläche soll zudem einen guten Schutz gegen Kratzer und Fingerabdrücke bieten; bei einem Betrachtungswinkel von bis zu 170° lässt sich der kleine Monitor auch dann ablesen, wenn man schräg von der Seite aus darauf blickt. Weiter auf der Funktions- und Ausstattungsliste: ein 4-faches Digitalzoom, 23 Menüsprachen (bei angeblich verbesserter Gestaltung der Kameramenüs), eine Weltzeituhr-Funktion, eine PictBridge-kompatible USB-2.0-Highspeed-Schnittstelle und ein Steckplatz für SD/SDHC-Speicherkarten (falls der eingebaute 38-MByte-Speicher nicht ausreicht).

Der 1/2,5"-CCD der Coolpix S52 und S52c liefert – entsprechend einer Auflösung von rund 9 Megapixeln – bis zu 3.456 x 2.592 Pixel große Bilder. Bis zu 200 davon können mit einer vollen Ladung des Lithiumionenakkus EN-EL8 aufgenommen werden, der den beiden Nikon-Neuheiten serienmäßig beiliegt und sie mit Strom versorgt. Die Coolpix S52c (UVP von knapp 320 EUR) unterscheidet sich von der etwas preisgünstigeren Coolpix S52 (UVP von knapp 270 EUR) durch ihre Fähigkeit, Bilder drahtlos ins Netz hochzuladen. Zum Beispiel in Nikons eigene Bildertausch- und Bildspeicherungs-Community "my Picturetown", die durch Datenverschlüsselung gegen die Zugriffe unberechtigter Personen geschützt ist. Aufgrund des eingebauten WLAN/WiFi-Moduls ist die Coolpix S52c mit Außenmaßen von 97,5 x 59 x 21 mm geringfügig größer als die Coolpix S52 (93 x 59 x 21 mm). Das Leergewicht von 125 g und der Markteinführungstermin Mai 2008 sollen aber bei beiden Modellen gleich sein. Beim Kauf der Coolpix S52 kann man sich dann noch für eine von zwei angebotenen Gehäusefarben (Silber oder Schwarzviolett) entscheiden, während man die Coolpix S52c nur in Schwarzviolett bekommt. Alle wichtigen Daten zu den zwei neuen Nikon-Kameras sind – über die Suchfunktion unserer Kameradatenbank zugänglich – in den jeweiligen digitalkamera.de-Datenblättern aufgeführt; die weiterführenden Links leiten direkt dahin.

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