Viel Brennweite und Lichtstärke

Nikon überarbeitet 300 mm F2,8 und 2fach-Telekonverter

2009-12-10 Nikon bringt mit dem AF-S Nikkor 300 mm 2.8 G ED VR II ein überarbeitetes Highend-Teleobjektiv mit einer Lichtstärke von F2,8 und 300 mm Brennweite auf den Markt. Das AF-S Nikkor verfügt über einen Bildstabilisator der 2. Generation, Staub- und Spritzwasserschutz, drei ED-Glaselemente und Ultraschallfokussierung. Ebenfalls neu ist ein 2fach-Telekonverter, der erstmals asphärische Linsen zur Verbesserung der optischen Leistung einsetzt.  (Benjamin Kirchheim)

Nikon AF-S Telekonverter TC-20E III [Foto: Nikon]Der Telekonverter TC-20E III setzt sieben Linsen in fünf Gruppen ein, wobei eine Linse asphärisch ist – eine Weltpremiere! Der Telekonverter verdoppelt sowohl die Brennweite als auch den maximalen Abbildungsmaßstab des angesetzten Objektivs, wobei die Naheinstellgrenze erhalten bleibt. Dafür reduziert sich aber die Lichtstärke um zwei Blendenstufen, aus einem F2,8-Teleobjektiv wird also eines mit einer Lichtstärke von F5,6. Der 66 x 46 mm (Durchmesser x Länge) messende Telekonverter bringt 330 g auf die Waage und soll 530 EUR kosten. Im Lieferumfang werden sich sowohl Schutzdeckel als auch ein Transportbeutel befinden, die Markteinführung ist voraussichtlich für den Januar 2010 geplant.

Nikon AF-S NIKKOR 300 mm 2.8 G ED VR II [Foto: Nikon]In einer ganz anderen Preisliga spielt das AF-S Nikkor 300 mm 2.8 G ED VR II – es wird rund 6.060 EUR kosten und soll ab Ende Januar 2010 erhältlich sein. Dafür bekommt der Kunde aber auch eine sehr lichtstarke Highend-Festbrennweite mitsamt Stativschelle, die bei einem 2,9 kg schweren Objektiv aber auch zum Pflichtprogramm gehört. Der optische Aufbau besteht aus elf Linsen in acht Gruppen, die neun abgerundeten Blendenlamellen sollen für ein gutes Bokeh sorgen. Der Filterdurchmesser beträgt 52 mm, wobei die Filter über eine Schublade in den Strahlengang gebracht werden. Wichtig ist deshalb, bei Nichtverwendung den mitgelieferten Glasfilter im Strahlengang zu belassen, da das in der optischen Rechnung berücksichtigt ist. Das Objektiv selbst hat einen Außendurchmesser von 124 mm und ist 26,75 cm lang, es ist außerdem gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.

Für eine hohe optische Leistung, die sich gegenüber dem Vorgängermodell (mit VR I statt VR II) übrigens nicht geändert hat, sorgen drei ED-Glaselemente und die Nanokristallvergütung. Nikon betont die für ein solches Objektiv verhältnismäßig geringen Abmessungen und Gewicht durch den optischen Bildstabilisator der zweiten Generation (VR II), und durch die hohe Lichtstärke soll es insbesondere auch für Freihandaufnahmen geeignet sein; immerhin sind mit Bildstabilisator bis zu 4 Blendenstufen längere Belichtungszeiten ohne Verwackelungen möglich. Für eine schnelle Fokussierung sorgt ein Ultraschallmotor. Das Objektiv soll auch mit dem neuen Telekonverter TC-20E III hervorragend harmonieren.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.