Mit kompaktem Monocoque-Gehäuse

Nikon stellt D5500 mit dreh- und schwenkbarem Touchscreen vor

2015-01-06 Mit der D5500 stellt Nikon die nach eigenen Worten "erste DX-Format-Kamera mit neig- und drehbarem Touchscreen" vor. Die Canon EOS 650D konnte das zwar schon 2012, aber ihr Sensor ist ja minimal kleiner als bei der Nikon. Nun kommen also auch Nikon-Fotografen in den Genuss dieses Features. Doch auch sonst kann sich die Hobby-DSLR sehen lassen: Mit einem 24-Megapixel-Sensor, ISO 25.600, einem kleinen und leichten sowie ergonomischen Monocoque-Gehäuse, 39-Punkt-Autofokus sowie eingebautem WLAN kann die D5500 aufwarten.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Nikon D5500 besitzt ein stabiles Monocoque-Gehäuse, das gegenüber dem Vorgängermodell einen wesentlich besseren Handgriff bietet. [Foto: Nikon]

    Die Nikon D5500 besitzt ein stabiles Monocoque-Gehäuse, das gegenüber dem Vorgängermodell einen wesentlich besseren Handgriff bietet. [Foto: Nikon]

  • Bild Der APS-C-Sensor der Nikon D5500 verzichtet auf einen Tiefpassfilter und löst 24 Megapixel auf. [Foto: Nikon]

    Der APS-C-Sensor der Nikon D5500 verzichtet auf einen Tiefpassfilter und löst 24 Megapixel auf. [Foto: Nikon]

  • Bild Der 0,82-fach vergrößernde Spiegelreflexsucher der Nikon D5500 besitzt einen Näherungssensor, mit dessen Hilfe der Bildschirm automatisch abgeschaltet werden kann. [Foto: Nikon]

    Der 0,82-fach vergrößernde Spiegelreflexsucher der Nikon D5500 besitzt einen Näherungssensor, mit dessen Hilfe der Bildschirm automatisch abgeschaltet werden kann. [Foto: Nikon]

  • Bild Der 8,1 Zentimeter große Touchscreen der Nikon D5500 erlaubt dank Schwenk- und Drehmechanismus Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven. [Foto: Nikon]

    Der 8,1 Zentimeter große Touchscreen der Nikon D5500 erlaubt dank Schwenk- und Drehmechanismus Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven. [Foto: Nikon]

Mit einem Monocoque-Gehäuse konnte bereits die D810 aufwarten. Dabei wird das Gehäuse weitestgehend in einem Stück hergestellt und bezieht seine Robustheit aus der Gehäuseform, was das Monocoque besonders leicht (die betriebsbereite D5500 wiegt nur 470 Gramm) und kompakt (97 x 124 x 70 mm) bei gleichzeitig verbesserter Ergonomie macht. So kann Nikon bei der D5500 auf ein stabilisierendes Chassis verzichten und den Fingern zwischen Griff und Bajonett durch ein tiefer ausgeformtes Gehäuse mehr Platz bieten. Die D5500 basiert technisch auf der D5300, wobei letztere weiterhin am Markt bleibt. So verfügt die D5500 etwa über einen 24 Megapixel auflösenden APS-C großen CMOS-Sensor ohne auflösungsmindernden Tiefpassfilter, die Lichtempfindlichkeit reicht nun aber im Standardbereich von ISO 100 bis 25.600, die Erweiterung "High" fällt damit weg und wird in den normalen ISO-Bereich mit einbezogen.

Ebenfalls neu ist das eingebaute Stereomikrofon für einen besseren Filmton auch ohne externes Mikro, das sich aber weiterhin optional anschließen lässt. Die Videoauflösung erreicht mit 1.920 x 1.080 Pixel Full-HD bei wahlweise 50p oder 60p. Den Kontrastautofokus will Nikon beschleunigt haben, der Phasen-Autofokus mit seinen 39 Messfeldern, davon neun Kreuzsensoren, bleibt aber weiterhin die deutlich schnellere Option. Dieser steht freilich nur bei Verwendung des 0,82-fach vergrößernden Spiegelreflexsuchers zur Verfügung, 95 Prozent des Bildfelds deckt er ab. Hierbei gibt es eine Besonderheit: Der Touchscreen arbeitet bei Verwendung des Suchers weiter, wahlweise als Funktionstaste oder zur Auswahl des Autofokusmessfelds, was mit Hilfe des Touchscreens auch blind deutlich schneller funktioniert als mit den Pfeiltasten (Panasonic verwendet diese Funktion bereits seit einiger Zeit in seinen Lumix G Systemkameras). Ein Augsensor am Sucher sorgt für die automatische Abschaltung der Bildschirmanzeige und Aktivierung der entsprechenden Touch-Funktion. Apropos Bildschirm: Dieser misst 8,1 Zentimeter in der Diagonale und löst feine 1,04 Millionen Bildpunkte auf. Dank des seitlich angeschlagenen Scharniers lässt er sich schwenken und drehen, um aus praktisch allen Perspektiven Aufnahmen zu ermöglichen.

  • Bild Die Nikon D5500 besitzt einen Fernauslöseanschluss, einen Stereomikrofoneingang, eine HDMI-Schnittstelle sowie einen kombinierten USB-AV-Ausgang. [Foto: Nikon]

    Die Nikon D5500 besitzt einen Fernauslöseanschluss, einen Stereomikrofoneingang, eine HDMI-Schnittstelle sowie einen kombinierten USB-AV-Ausgang. [Foto: Nikon]

  • Bild Ab Anfang Februar 2015 soll die Nikon D5500 wahlweise in Schwarz oder Rot zu einem Preis von knapp 800 Euro im Handel erhältlich sein. [Foto: Nikon]

    Ab Anfang Februar 2015 soll die Nikon D5500 wahlweise in Schwarz oder Rot zu einem Preis von knapp 800 Euro im Handel erhältlich sein. [Foto: Nikon]

  • Bild Dank eingebautem WLAN überträgt die Nikon D5500 Fotos auf Smartphones und Tablets, auch eine Fernauslösung der Kamera ist auf diesem Wegen möglich. [Foto: Nikon]

    Dank eingebautem WLAN überträgt die Nikon D5500 Fotos auf Smartphones und Tablets, auch eine Fernauslösung der Kamera ist auf diesem Wegen möglich. [Foto: Nikon]

Selbstverständlich lässt sich die Belichtung bei der D5500 halbautomatisch und manuell regeln, aber auch 16 Motivprogramme sowie eine Vollautomatik hat die DSLR zu bieten. Hinzu kommen zehn Spezialeffekte sowie das Picture Control 2.0 System zur Bildoptimierung, bei dem sich nun auch die Detailkontraste individuell regeln lassen. Als Bildverarbeitungs-Engine kommt der Expeed 4 zum Einsatz, fünf Serienbilder pro Sekunde erreicht die D5500. Darüber hinaus bietet sie wie die D5300 ein eingebautes WLAN-Modul zur drahtlosen Übertragung der Fotos auf ein Smartgeräte, mit der passenden App für Android und iOS lässt sich die D5500 auch fernauslösen, aber auch zu den Funkfernsteuerungen WR-R10 und WR-T10 ist die D5500 kompatibel.

Schon ab Anfang Februar 2015 soll die Nikon D5500 wahlweise in Schwarz oder Rot zu einem Preis von knapp 800 Euro im Handel erhältlich sein. Das Set mit dem kompakten AF-S DX Nikkor 18-55 mm 1:3,5-5,6G VR II soll knapp 900 Euro kosten, es ist sowohl mit schwarzer als auch mit roter D5500 erhältlich.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.