Je ein Doppelpack für Ein- und Aufsteiger

Nikon rundet Coolpix-Programm mit L23, L120, P300 und P500 ab

2011-02-09, aktualisiert 2011-02-16 In der Style-Klasse hat Nikon vier neue Modelle vorgelegt, aber auch die "Low-Price"-Kompakten und die "Profi"-Serie werden mit je zwei Modellen aufgepeppelt. Für knapp 80 EUR wirft Nikon die L23 unter's Volk, Tasche und Speicherkarte inklusive. Dafür gibt es sogar 10 Megapixel und 5fach-Zoom. Ohne Kampfpreis aber mit viel Ausstattung wie 14 Megapixeln, HD-Video und 21fach-Zoom von 25-525 mm will die L120 den Superzoomeinstieg schmackhaft machen. Die P300 setzt hingegen auf kantiges Design, ein F1,8 lichtstarkes Objektiv und BSI-CMOS-Sensor. Die P500 als Nachfolgerin der P100 setzt mit 36fach-Zoom und 22,5 mm Weitwinkel neue Duftmarken.  (Benjamin Kirchheim)

Nikon CoolPix P300 [Foto: Nikon]Auf den ersten Blick könnte man die von Nikon als High-End-Kompaktkamera bezeichnete Coolpix P300 als Antwort des Canon-Rivalen auf die PowerShot S95 deuten, zumal das Gehäuse ganz ähnliche Abmessungen hat. Beim Sensor aber hat Nikon sich für den 12 Megapixel auflösenden BSI-CMOS entschieden, der zwar durch die rückwärtige Belichtung eine höhere Pixelfläche als CCD-Sensoren aufweist, aber nur 1/2,3" klein ist. Da kann die S95 also weiterhin als kompakteste High-End-Kompaktkamera mit 1/1,7"-Sensor bestehen. Dennoch ist die P300 attraktiv: Ihr optisches 4,2fach-Zoom beginnt bei 24 mm (KB) und endet bei 100 mm, wobei die Lichtstärke im Tele auf F4,9 fällt. Ein optischer Bildstabilisator ist verbaut. Wie es sich für eine Edelkompakte gehört, kann die Belichtung manuell eingestellt werden. Bei einem ersten Hands-On vermissten wir allerdings den RAW-Modus und die manuelle Fokussiermöglichkeit. Vielleicht baut Nikon letzteres noch bis zur Serienreife Mitte März ein.

Nikon CoolPix P300 [Foto: Nikon]Zur weiteren Edelausstattung zählt der 3" (7,5 cm) große LCD-Bildschirm mit 921.000 Bildpunkten Auflösung. Die Strom sparende Clear-Color-Technologie soll unerwünschte Spiegelungen reduzieren und die Sichtbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung verbessern. Durch den CMOS-Sensor ist die P300 in der Lage, Highspeed-Serienaufnahmen mit 8 Bildern/s, allerdings nur für 7 Bilder in Folge, aufzuzeichnen. Die Videofunktion zeichnet in FullHD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln mit Stereoton aus, Zoom und Autofokus bleiben während der Aufnahme aktiv. Für Zeitlupenaufnahmen steht eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Bildern/s zur Verfügung, dann allerdings nicht mehr in FullHD-Auflösung. Aber auch Zeitrafferaufnahmen sind laut Nikon möglich. Die Nikon Coolpix P300 wird ausschließlich in Schwarz für 330 EUR ab Mitte März 2011 im Handel angeboten.

Nikon CoolPix P500 	 [Foto: Nikon]Die Superzoom-Krone wandert von Hersteller zu Hersteller. Mal ist Olympus, dann Canon und nun Nikon der "King". Der Zoomfaktor der Coolpix P500, die die erfolgreiche P100 ablöst, beträgt 36! Doch das ist nicht der einzige neue Rekord. Das Telebrennweiten jenseits der 800 mm (KB) kaum noch Sinn ergeben, hat Nikon den Weitwinkelbereich auf 22,5 mm Anfangsbrennweite aufgebort. Im Telebereich werden dennoch 810 mm erreicht. Der eingebaute Bildstabilisator ist dort bitter nötig, die Lichtstärke liegt bei F3,4 bis F5,7. Realisiert wird er über den beweglich gelagerten Bildsensor. Der Zoommotor lässt sich übrigens nicht nur an dem ringförmigen Zoomhebel am Auslöser steuern, sondern auch über einen Hebel links am Objektiv, so dass die linke Hand hier nicht nur stabilisierend zum Einsatz kommt. Nach einer kurzen Gewöhnung ist die Zoombedienung sehr angenehm; das gilt sowohl für Foto- als auch Filmaufnahmen. Als Bildsensor kommt der selbe 12,2-Megapixel-BSI-CMOS wie in der P300 zum Einsatz. Zeitlupenaufnahmen sind in QVGA-Auflösung bei 240 Bildern/s möglich.

Nachtrag vom 16.02.2011, 14 Uhr: Entgegen der ersten Angabe Nikons aus einem persönlichen Gespräch besitzt die P500 doch keinen Mikrofonanschluss.

Nikon CoolPix P500 	 [Foto: Nikon]Der rückwärtige 3"-Bildschirm ist weiterhin nach oben und unten schwenkbar und löst feine 921.000 Bildpunkte auf. Die Clear-Color-Technologie gehört ebenfalls zu seinen Eigenschaften. Die ISO-Empfindlichkeit von 160 kann bis auf maximal 3.200 gesteigert werden, was bei geringem Licht verwackelten Motiven vorbeugt. Ergänzend wirkt die Motion-Detection, die Motivbewegungen zuverlässig erkennen soll, um die Verschlusszeit ggf. zu kürzen und die Empfindlichkeit zu erhöhen, damit das Motiv nicht durch seine schnellen Bewegungen verwischt. Schließlich gibt es auch bei der P500 den altbewährten Best-Shot-Selector (BSS), der aus zehn Aufnahmen automatisch die schärfste auswählt und nur diese speichert.

Im Nachtporträt-Modus kombiniert die P500 mehrere kurze Belichtungen zu einem neuen, scharfen Bild, so dass verwackelungsgefährdete Langzeitbelichtungen entfallen können, wenn man kein Stativ zur Hand hat. Kontrastreiche Situationen soll hingegen der eingebaute HDR-Modus meistern, der unterschiedlich Belichtete Bilder miteinander kombiniert, um mehr Details in Lichtern und Schatten sichtbar zu machen. Anfang März 2011 soll die Coolpix P500 für 430 EUR im Handel erhältlich sein.

Nikon CoolPix L120 [Foto: Nikon]Wer weniger ausgeben aber dennoch viel Zoomen möchte und auf einige Funktionen verzichten kann, könnte mit der Nikon Coolpix L120 glücklich werden. Sie bietet einen 21fachen Zoombereich von 25-525 mm (KB) bei einer Lichtstärke von F3,1-5,8. Der 14 Megapixel auflösende CCD-Bildsensor ist zur Bildstabilisierung beweglich gelagert. Seine Empfindlichkeit kann von ISO 100 bis auf 6.400 hochgeschraubt werden, wobei die Automatik bei ISO 800 abregelt. Auch die L120 bietet einen benutzerfreundlichen seitlichen Zoomschalter zusätzlich zu der ringförmigen Zoomwippe am Auslöser. Eine eigene Taste startet die Filmaufzeichnung mit 720p-HD-Auflösung mit Stereoton. Optisches Zoom und Autofokus bleiben dabei aktiv. Der rückwärtige 7,5cm-Bildschirm (3") bietet 921.000 Bildpunkte Auflösung, das Wiedergabebild kann aber auch via eingebauter HDMI-Schnittstelle auf einem HD-Fernseher angezeigt werden. Das Speicherkartenfach nimmt wahlweise eine SD-, SDHC- oder SDXC-Karte auf, das Akkufach wird mit vier Mignonzellen bestückt. In Rot und Schwarz soll die Nikon Coolpix L120 ab Ende Februar 2011 zu einem Preis von 270 EUR im Handel verfügbar sein.

Nikon CoolPix L23  [Foto: Nikon]Für den ultimativen Preiskampf bzw. den besonders knauserigren Einsteiger bietet Nikon die L23 an. Markenqualität zum kleinen Preis hat Nikon sich hier auf die Fahnen geschrieben. Im Einsteigerset für knapp 80 EUR sind eine 2-GByte-Speicherkarte und eine Tasche enthalten. Der CCD-Bildsensor löst 10 Megapixel auf, ist mit 1/2,9" allerdings auch besonders klein. Das Objektiv deckt einen 5fachen Zoombereich von 28 bis 140 mm (KB) ab. Eine einfache Automatik soll die Kameraeinstellungen stets an die aktuellen Aufnahmesituationen anpassen und für gelungene Aufnahmen sorgen. Das Smart-Porträt-System umfasst Gesichtserkennung, Hautweichzeichnung und Lächeln-Auslöser. Der rückwärtige 2,7"-Bildschirm (6,7 cm) löst 230.000 Bildpunkte auf. Ende Februar 2011 soll die Nikon Coolpix L23 in den Handel gelangen, wobei die Farben Blau, Rot, Schwarz, Pink und Silber zur Auswahl stehen.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.