Die kompakte Schwester

Nikon bringt Objektiv AF-S DX Nikkor 18-300 mm 1:3,5-6,3G ED VR

2014-04-10 Als Nikon-Fotograf kommt einem das Objektiv AF-S DX Nikkor 18-300 mm 1:3,5-6,3G ED VR bekannt vor. Seit Mitte 2012 gibt es das 16,7fache Zoomobjektiv für SLR-Kameras im DX-Format eigentlich schon. Die Neuauflage setzt auf wesentlich kompaktere Abmessungen, ein geringeres Gewicht und einen günstigeren Preis. Der Abspeckkur fallen zwei Blendenlamellen und eine Reduzierung der Mindestlichtstärke in maximaler Teleposition zum Opfer. Für wen diese Sparmaßnahmen nicht weiter ins Gewicht fallen, der liegt mit der Neuausgabe des AF-S DX Nikkor 18-300 mm 1:3,5-6,3G ED VR richtig.  (Daniela Schmid)

Nikon AF-S 18-300 mm 1:3,5-6,3 ED VR [Foto: Nikon]Das AF-S DX Nikkor 18-300 mm 1:3,5-6,3G ED VR deckt mit seinem 16,7fachen Zoomumfang einen ungewöhnlich großen Brennweitenbereich zwischen 27 und 450 Millimeter umgerechnet auf Kleinbild ab. Weil es dadurch so universell einsetzbar ist und vielen Fotografen das Herumschleppen mehrerer Objektive erspart, ist es ein sehr beliebtes Reiseobjektiv. Von Weitwinkel- bis Supertele-Aufnahmen kann alles abgedeckt werden. Mit der Neuauflage baut Nikon diesen Vorteil noch weiter aus. In maximaler Telestellung ist das AF-S DX Nikkor 18-300 mm 1:3,5-6,3G ED VR zwar lichtschwächer als seine große Schwester, aber F6,3 zu F5,6 entspricht nur einer Drittel-Blendenstufe und dürfte damit für so manchen Hobbyfotografen nicht weiter stören. Außerdem misst das neue Objektiv nur noch zehn Zentimeter in der Länge im Vergleich zu 12 bei der bisherigen Ausgabe und beim Gewicht stehen 550 Gramm 830 Gramm gegenüber. Das macht beim Tragen der Kamera um den Hals durchaus etwas aus. Um diese Abmessungen zu erreichen, hat Nikon auch zwei Blendenlamellen und ein paar Linsen eingespart. Je drei asphärischen Linsen und Linsen aus ED-Glas bleiben jedoch erhalten. Sie sollen Farbfehler und Verzeichnungen effektiv korrigieren und Öffnungsfehler reduzieren. Insgesamt besteht das AF-S DX Nikkor 18-300 mm 1:3,5-6,3G ED VR aus 16 Linsen in 12 Gruppen. Der Bildstabilisator erlaubt um bis zu vier Blendenstufen längere Belichtungszeiten, bevor ein Blitz hinzugezogen werden muss. Ein Silent-Wave-Motor soll für einen präzisen und vor allem leisen Scharfstell-Vorgang sorgen. Die Unterstützung des Autofokus an allen Nikon D-SLRs bleibt in vollem Umfang erhalten. Die Naheinstellgrenze liegt bei 48 Zentimeter im gesamten Zoombereich (ab Sensorebene). Man erreicht damit einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:3,4. Dem stehen 45 Zentimeter und ein Maßstab von 1:3,2 beim Schwestermodell AF-S DX Nikkor 18-300 mm 1:3,5-5,6 G ED VR gegenüber.

Zur weiteren Ausstattung gehören eine Gummimanschette am Bajonettverschluss als Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und eine Arretierung, die das Zoom im Ruhezustand eingefahren hält, auch wenn die Kamera nach unten gekippt wird. Im Lieferumfang des AF-S DX Nikkor 18-300 mm 1:3,5-6,3G ED VR sind nur die zwei Objektivdeckel für vorne und hinten enthalten. Die Gegenlichtblende, die bei der bisherigen Objektiv-Ausgabe bereits mitgeliefert wurde, muss man hier extra erwerben. Mit allen Sparmaßnahmen kommt das AF-S DX Nikkor 18-300 mm 1:3,5-6,3G ED VR auf eine unverbindliche Preisempfehlung von 750 Euro gegenüber 1.000 Euro bei der alten Variante. Das neue Zoomobjektiv soll ab Ende April 2014 lieferbar sein.

Hersteller Nikon
Modell AF-S 18-300 mm 3.5-6.3 ED VR
Preis (UVP) 749,00 EUR
Bajonett Nikon F
Brennweitenbereich 18-300 mm
Lichtstärke (größte Blende) F3,5 bis F6,3
Kleinste Blendenöffnung F40
Linsensystem 16 Linsen in 12 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat nein
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze 480 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde 67 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 79 x 99 mm
Objektivgewicht 550 g

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Daniela Schmid

Daniela Schmidhat in Augsburg Sprachen studiert, bevor sie nach einem halben Jahr in einer PR-Agentur für IT-Firmen in die Verlagsbranche wechselte. Ab 2004 war sie als festangestellte Redakteurin für die Magazine Computerfoto und digifoto zuständig. Während eines dreijährigen Auslandsaufenthaltes in der Nähe von New York berichtete sie als freie Autorin für digitalkamera.de von der PMA, CES und der PhotoPlus Expo aus Las Vegas und New York und übernahm die Zuständigkeit für die Rubrik Zubehör. Seit 2009 testet sie auch regelmäßig Kameras.