Coolpix-Neuheiten zur PMA

Nikon S210, S520, S550, S600, L16, L18 sowie P60 angekündigt

2008-01-29 Sieben auf einen Streich – und doch keine wirklichen Überraschungen, aber solide Produktpflege gibt es in Nikons Coolpix-Reihe. Dabei werden nicht alle Kameras abgelöst, so bleibt z. B. die P5100 weiter im Programm und bekommt mit der P60 ein interessantes Schwestermodell. Zwei neue L-Modelle mit besonders großen LCD-Monitoren gehören ebenfalls zu den heutigen News. Bei den besonders kompakten S-Coolpixen gibt es gleich vierfachen Nachwuchs in schickem Design und bunten Farben – doch auch mit der Ausstattung geizen diese Winzlinge nicht.  (Benjamin Kirchheim)

Nikon Coolpix L18 [Foto: Nikon] Der Nikon Coolpix L16 und L18 gemeinsam ist das Objektiv mit einem 3-fachen Zoom von umgerechnet 35-105 mm. Beide nutzen zwei handelsübliche AA/Mignon-Batterien (oder wahlweise Akkus) zur Stromversorgung und speichern ihre Bilder auf SD- oder den größeren SDHC-Karten. Außerdem verfügen beide über den Expeed-Bildbearbeitungsprozessor, der genauso für die Gesichtserkennung wie die nachträgliche Retusche roter Augen sorgt – selbstverständlich sorgt er auch für das D-Lighting, wie die automatische Schattenaufhellung bei Nikon heißt. Zur Verwackelungsreduzierung nutzt Nikon Empfindlichkeit bis in rauschige Höhen von ISO 1.600 – klarere Bilder gibt es z. B. bei der minimal einstellbaren Empfindlichkeit von ISO 64. Die beiden Schwestern unterscheiden sich bei der Auflösung, wo die L18 mit 8 Megapixeln mehr zu bieten hat als die L16, die es auf 7,1 Megapixel bringt. Ebenfalls leicht unterschiedlich fällt die Bildschirmdiagonale aus, auch hier hat die L18 mit drei Zoll etwas mehr als die L16 mit 2,8 Zoll zu bieten – jedoch lösen beide grenzwertige 230.000 Bildpunkte auf. Attraktiv ist bei beiden die Preisgestaltung, wobei die L16 mit ca. 130 EUR gegenüber der 160 EUR teuren L18 punkten kann; beide Kameras sind ab Februar 2008 erhältlich.

Nikon Coolpix S600 [Foto: Nikon] Mit gleich vier neuen Modellen beglückt Nikon potentielle Käufer der S-Serie, die zwischen S210, S520, S550 und S600 wählen können. Je niedriger die Modellnummer, desto größer die Farbauswahl, wobei fast alle Kameras in Silber und Schwarz angeboten werden. Die S210 gibt es zusätzlich in Rot, Blau und Pink, die S520 in Bronze statt Silber sowie in Violett, die S550 ist auch in Blau zu haben. Allen S-Klasse-Modellen gemeinsam ist nicht nur eine Gesichtserkennung, sondern auch der "Lächeln-Modus", so dass grimmige Gesichter der Vergangenheit angehören sollten. Dass Eltern besonders gerne ihre Kinder fotografieren, ist Nikon auch nicht entgangen, und so gibt es einen speziellen Modus für diese meist flinken Naturen, die nur selten still halten. Selbstverständlich sind auch andere Ausstattungshighlights der L-Serie, wie der Expeed-Bildsensor und D-Lighting, in der S-Serie verbaut. Der optische Bildstabilisator, der wirkungsvoll den Verwackelungen des Fotografen entgegen wirkt, ist hingegen der S600 und der S520 vorbehalten.

Nikon Coolpix S210 [Foto: Nikon] Die Preisgünstigste ist die S210, die ab Anfang März für ca. 190 EUR erhältlich sein soll. Für das Geld bekommt man eine nur 18 mm flache Kamera mit 3-fachem optischem Zoom von umgerechnet 38-114 mm, 8 Megapixeln und einen LCD-Weitwinkel-Monitor mit 2,5 Zoll und 230.000 Bildpunkten Auflösung. Für rund 210 EUR bekommt man dagegen schon die S520, die es allerdings auf 22 mm Gehäusedicke bringt. Das Objektiv zoomt ebenfalls 3-fach, jedoch von umgerechnet 35-105 mm, die Auflösung beträgt 8 Megapixel. Ihr 2,5-Zoll-Monitor verfügt über eine Anti-Reflex-Beschichtung. Für die 270 EUR, die man für die ab März 2008 angebotene S550 anlegen muss, bekommt man dagegen ein 5-fach-Zoomobjektiv von umgerechnet 36-180 mm, gepaart mit einer Auflösung von satten 10 Megapixeln. Die Kamera ist genauso flach wie die S520, jedoch aufgrund des viel größeren Zoomfaktors die flachste 5-fach-Zoomkamera der Welt. Auch der Monitor ist genauso groß wie bei der S520. Besonders hervorgehoben wird dagegen die Reaktionsgeschwindigkeit, die besonders hoch sein soll. Das gilt auch für die S600, die die schnellste und kleinste Kamera ihrer Klasse sein soll. Dabei gibt Nikon eine Einschaltzeit von nur 0,7 Sekunden an – das ist für eine 23 mm flache Kamera mit 4-fach-Weitwinkelzoom von umgerechnet 28-112 mm nicht schlecht. Der CCD-Sensor löst 10 Megapixel auf und bringt es auf eine maximale Empfindlichkeit von ISO 3.200. Mit 2,7 Zoll verfügt sie über den größten Monitor der heute vorgestellten S-Serie-Kameras, die Auflösung beträgt 230.000 Bildpunkte, vor lästigen Fingerabdrücken soll eine spezielle Magnesiumfluorid-Beschichtung schützen. Auf das Top-Modell der S-Serie muss man bis zum April 2008 warten und muss dann ca. 320 EUR für sie anlegen.

Nikon Coolpix P60 [Foto: Nikon] Am sparsamsten ist Nikon mit neuen P-Modellen, diese richten sich an gehobenere Ansprüche und unterliegen nicht ganz so schnellen Produktzyklen. Die P60 ergänzt die P5100 nach unten. Der 8,1-Megapixel-CCD ist beweglich aufgehängt, um Verwackelungen vorzubeugen. Das 5-fach-Zoomobjektiv reicht von umgerechnet 36-180 mm, wobei es mit F3,6-4,5 nicht gerade lichtstark ausfällt – da kann ein Empfindlichkeitsbereich von ISO 80-2.000 nur wenig trösten. Dafür fällt die Stromversorgung mit zwei handelsüblichen AA/Mignon-Batterien oder Akkus sehr universell aus. Der Monitor ist konservativ 2,5 Zoll groß und lässt sich auch aus extremen Betrachtungswinkeln gut ablesen. Die restliche Ausstattung entspricht dem, was Nikon auch in anderen Coolpix-Kameras mit Expeed-Bildprozessor verbaut, eine Besonderheit gibt es jedoch noch: In der P60 ist zusätzlich zum Monitor ein LCD-Farbsucher mit 201.000 Bildpunkten Auflösung integriert. Erhältlich ist die Kamera ab März 2008 für rund 250 EUR.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.