Neueste S-Klasse

Nikon Coolpix Runderneuerung mit S60, S610/610c, S560 und S710

2008-08-07 Nachdem vor einem Monat Spiegelreflex-Vollformat-Tag bei Nikon war, ist heute Coolpix-Day. Gleich sechs Digitalkameras stellt Nikon in einem Schwung vor, wobei der P6000 eine eigene, ausführliche Vorstellung gegönnt sei. Die fünf neuen Digitalkameras der S-Klasse zeichnen sich vor allem durch ihr Design, ein Metallgehäuse (Alu oder Edelstahl), den Expeed-Bildprozessor und umfangreiche Automatikfunktionen wie automatische Motivprogrammauswahl und Gesichts-, Lächeln- sowie Blinzelerkennung, aber auch durch die verbauten Bildstabilisatoren (mechanisch, Sensor-Shift oder Lens-Shift) aus. Einige der Kameras werden bereits vor der Photokina erhältlich sein.  (Benjamin Kirchheim)

Nikon Coolpix S560 [Foto: Nikon] Am preislich unteren Ende ist die Nikon Coolpix S560 angeordnet, die Ende August 2008 für rund 250 EUR in den Handel kommen soll. Sie verfügt über ein elegantes Metallgehäuse in drei verschiedenen Farben. Mit ihrem 5-fachen optischen Zoom und 23,5 mm Gehäusetiefe gehört sie zu den kompaktesten Kameras mit solch einem Zoomumfang. Umgerechnet deckt dieser einen Brennweitenbereich von rund 35-175 mm ab. Um Verwacklungen zu vermeiden, ist der 10 Megapixel auflösende Sensor beweglich gelagert und kann Nikon Coolpix S560 [Foto: Nikon]diese somit effektiv ausgleichen. Auf der Rückseite dient  ein 2,7 Zoll großer und 230.000 Bildpunkte auflösender Bildschirm zur Bildkomposition und -Betrachtung. Dieser verfügt über einen großen Betrachtungswinkel und über eine Antireflexbeschichtung, so dass er komfortabel zu benutzen sein sollte. Zur Aufnahme stehen zahlreiche Motivprogramme zur Auswahl, wobei die Kamera selbst entscheiden kann, welches das Passende ist. Darüber hinaus sind auch die inzwischen obligatorische Gesichtserkennung samt Lächeln- und Blinzelerkennung an Bord. Wobei die S560 bis zu zwölf Gesichter verarbeiten kann.

Nikon Coolpix S610 [Foto: Nikon] Die Nikon Coolpix S610 ist da schon ein wenig besser ausgestattet, wobei sie als S610c auch (bei sonstiger Baugleichheit) mit eingebautem WLAN-Modul erhältlich ist, so dass diese Bilder direkt über einen Hot-Spot ins Internet hochladen kann – 2 GBytes Online-Bildspeicher gehören sozusagen zum Lieferumfang der Kamera dazu. Angeblich hat die S610 auch die kürzesten Einschaltzeiten ihrer Klasse, wobei Nikon diese mit 28 mm Anfangsbrennweite und optischem Bildstabilisator recht eng auslegt – die genaue Einschaltzeit wurde dagegen (noch) nicht bekannt gegeben.  Das bei umgerechnet 28 mm beginnende Objektiv zoomt 4-fach und erreicht eine Endbrennweite von rund Nikon Coolpix S610c [Foto: Nikon]112 mm. Die Digitalkamera verfügt über ein Metallgehäuse und einen 3 Zoll (7,6 cm) großen Bildschirm auf der Kamerarückseite. Sie hat ansonsten dieselben Ausstattungsmerkmale wie ihre kleinere Schwester S560 (Expeed-Bildprozessor, automatische Motivprogrammwahl, Gesichtserkennung etc.). Ihr Bildstabilisator ist allerdings per beweglicher Linsengruppe im Objektiv realisiert, so dass der 10-Megapixel CCD-Sensor fest verbaut werden konnte. Die S610 kommt ebenfalls Ende August 2008 in den Farben Titanium Silber und Rot in den Handel und wird rund 300 EUR kosten. Die zusätzlich mit WiFi-Modul ausgestattete S610c ist dagegen nur in Schwarz erhältlich, kommt erst im September in den Handel und ist 20 EUR teurer.

Nikon Coolpix S710 [Foto: Nikon] Die Nikon Coolpix S710 ist noch etwas teurer – sie bringt es auf rund 330 EUR. Auf sie muss man auch am längsten warten – erst Mitte September 2008 soll sie in den Farben Schwarz, Silber und Rot erhältlich sein. Dafür ist diese Digitalkamera auch am üppigsten ausgestattet. Sie bietet zwar kein WLAN-Modul, dafür aber halbautomatische und manuelle Belichtungsmodi Nikon Coolpix S710 [Foto: Nikon](P/S/A/M). Das optisch bildstabilisierte Zoomobjektiv  beginnt bei umgerechnet 28 mm und zoomt 3,6-fach bis auf 101 mm. Ihr CCD-Sensor ist mit 1/1,72" etwas größer als bei ihren kleineren Schwestern (1/2,33") und löst 14,5 Megapixel effektiv auf (physikalisch sogar 15 Megapixel). Nach Samsung und Panasonic steigt also der nächste Hersteller in den Ring der neuen Megapixelklasse, die selbst gängige digitale Spiegelreflexkameras übertrifft. In ihrer sonstigen Ausstattung hebt sich die S710 nicht von der S610 ab. Sie hat dieselben Automatikfunktionen und denselben 3 Zoll großen TFT-Monitor mit großem Blickwinkel und Antireflexbeschichtung. Im Übrigen nehmen alle heute vorgestellten Coolpix-Kameras SD- und SDHC-Speicherkarten auf, die es mit genügend Kapazität zu günstigen Preisen (16 GBytes etwa ab 50 EUR) im Handel gibt.

Nikon Coolpix S60 [Foto: Nikon] Die fünfte Kamera im S-Klasse-Quintett hebt sich deutlich von ihren Schwestern ab. Bei der S60 handelt es sich um eine Lifestyle-Digitalkamera der gehobenen Klasse. Ihr innen liegendes Objektiv zoomt 5-fach von 33-165 mm (entspr. KB), und durch den beweglich gelagerten Bildsensor (CCD-Shift) mit 10 Megapixeln Auflösung werden Verwackelungen vermieden. Von der Ausstattung her ist die Kamera ähnlich wie die S610 einzuordnen, d. h. automatische Motivprogrammwahl, Expeed-Bildprozessor, Gesichtserkennung etc. Letztere verfügt bei der S60 sogar über eine Bewegungserkennung, wodurch noch schärfere Porträtaufnahmen möglich sein sollen. Auf ihrer Rückseite verfügt die Digitalkamera mit Metallgehäusefront über einen riesigen 3,5 Zoll (8,9 cm)  großen Nikon Coolpix S60 [Foto: Nikon]Monitor, der praktisch die gesamte Rückseite einnimmt. Die gesparten Knöpfe werden durch die berührungsempfindliche Oberfläche des Bildschirms kompensiert – allerdings löst dieser für diese Größe nur magere 230.000 Bildpunkte auf. Ein großer Betrachtungswinkel sorgt für gute Ablesbarkeit auch aus flacheren Blickwinkeln, und die Antireflexbeschichtung minimiert störende Reflexionen. Über HDMI lässt sich diese Kamera an HD-taugliche Fernseher für ein beeindruckendes Bildbetrachtungserlebnis anschließen. Die 22 mm flache Kamera soll Ende September 2008 zu einem Preis von rund 350 EUR in den Handel kommen, wobei Nikon noch keine Details zu den erhältlichen Farben bekannt gab.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.