DSLR-Firmware stapelweise

Neue Firmware für Canon EOS-1D Mark II N, EOS 5D und EOS 30D

2006-03-29 Canon hat heute für gleich drei seiner digitalen Spiegelreflexkameras neue Firmware-Versionen herausgebracht. So wird die kamerainterne Steuersoftware der EOS-1D Mark II N auf Version 1.0.4 befördert, während sie bei der EOS 5D die "Matrikelnummer" 1.0.5 beträgt. Die EOS 30D darf ihrerseits mit der neuen Firmware 1.0.4 bespielt werden; die entsprechenden Update-Dateien liegen bei Canon zum freien Herunterladen bereit. In allen drei Fällen kann die Aktualisierung der Firmware dabei vom Benutzer selbst vorgenommen werden.  (Yvan Boeres)

Canon EOS 5D [Foto: Canon]Beim Profi-Modell EOS-1D Mark II N von Canon werden mit der neuen Firmware 1.0.4 zwei Probleme adressiert, die mit früheren Firmware-Versionen unter bestimmten Umständen auftreten konnten. So konnte es zu einer Überbelichtung der Bilder kommen, wenn man statt der Standard-Suchermattscheibe die optional erhältliche Einstellscheibe Ec-S verwendete. Führte die Kombination mancher Bildparametereinstellungen (vorbespielte Picture-Style-Einstellung "Standard" oder nachträglich aufgespielte Picture-Style-Einstellungen "Clear" und "Twilight" in Kombination mit einer Farbsättigungseinstellung von +4) bei der Bildaufnahme im sRGB-Farbraum zu schwarz-weiß-ähnlichen Bildern, dürfte dieses Phänomen nach Aufspielen der neuen Firmware nicht mehr auftreten.

Vom gleichen Phänomen ist übrigens auch das Semiprofi-Modell EOS 5D betroffen. Auch hier schafft ein Update auf die neueste Firmware (Version 1.0.5) Abhilfe. Danach löst die Kamera auch wieder aus, wenn sie zusammen mit dem EF-Objektiv 85mm F1.2L und dem Systemblitzgerät Speedlite 580 EX (oder manch anderen EOS 5D/Objektiv/Blitz-Konfigurationen) benutzt wird. Es sei denn, die fünfte Stelle in der Seriennummer ist eine 1 (XXXX1XXXXX). In diesem speziellen Falle zeigt sich die Kamera "lernresistent" und es muss der Canon-Kundendienst zur Hilfe gerufen werden.

EOS-30D-Benutzer haben hingegen nicht mit solchen Problemen zu kämpfen. Nur mit der Anzeige von Texten (Menüpunkte, Fehlermeldungen, Hinweise o. ä.) in vereinfachtem oder traditionellem Chinesisch hatte der brandneue EOS-20D-Nachfolger so seine Schwierigkeiten, die mit dem Aufspielen einer überarbeiteten Firmware-Version (der Versionsstand bleibt unverändert bei 1.0.4) passé sein dürften.

Die Update-Prozedur erfordert bei allen drei Canon-DSLRs keine besonderen technischen Kenntnisse. Es genügt, die unten angegebene Seite (siehe weiterführende Links) aufzurufen, bei der man in englischer Sprache alle nötigen Informationen zum Update bekommt. Nachdem man die Update-Anleitung und die Lizenzvereinbarung durch Anklicken der Bestätigungs-Schaltfläche explizit zur Kenntnis genommen hat, wird man zur eigentlichen Download-Seite weitergeleitet. Dort lädt man sich die für sein Betriebssystem passende Update-Datei herunter und dekomprimiert diese durch einen Doppelklick auf das Programmsymbol. Dabei entsteht die eigentliche Firmware-Datei (mit den Dateinamen 1D2N0104.BIN bei der EOS-1D Mark II N, 5d000105.fir bei der EOS 5D und 30d00104.fir bei der EOS 30D), die man entweder über ein externes Kartenlaufwerk oder über die Kamera-Computer-Anbindung via USB in das Hauptverzeichnis einer vorzugsweise formatierten Speicherkarte kopiert. Nach Einlegen der Speicherkarte schaltet man die Kamera ein und sucht im Einstellungsmenü (Setup) den entsprechenden Punkt zum Update der Firmware auf. Das Update beginnt, sobald der Benutzer sein Okay dazu gibt.

Es sei wie immer darauf hingewiesen, dass das Update in Eigenregie ausschließlich auf eigene Verantwortung erfolgt – auch unter Einhaltung der üblichen Vorsichtsmaßnahmen (Update nur im Netzbetrieb oder mit voll geladenem Akku). Canon empfiehlt, das Update auch ohne aufgesetztes Objektiv vorzunehmen. Eine Unterbrechung der Stromversorgung, z. B. wegen eines erschöpften Akkus, kann im schlimmsten Fall zu einem Totalausfall der Kamera führen, bei dem dann nur noch der Kundenservice des Herstellers als letzte Hoffnung für eine schnelle Kameragenesung bleibt. Wem die ganze Sache zu heikel ist und wer sich nicht traut, diese – nicht ganz risikofreie – Operation selbst durchzuführen, sollte die Firmware nur bei wirklichem Bedarf wechseln oder das Update von einem Händler bzw. von einer Canon-Servicestelle vornehmen lassen.

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