FinePix-Modelle von Wasserdicht bis Superzoom

Neu: Fujifilm FinePix HS50EXR, SL1000, S8500, T500 und XP60

2013-01-08 Fujifilm bietet auf der CES in Las Vegas eine breite Palette an Kameraneuheiten. Die FinePix SL1000 verfügt über ein gigantisches 50-fach-Zoom von 24-1.200 Millimeter (KB). Die Superzoom-Bridge HS50EXR zoomt 42-fach von 24-1.000 Millimeter (KB) und besitzt einen 1/2"-EXR-Sensor. Die S8500 zoomt 46-fach von 24-1.104 Millimeter (KB). Dagegen wirkt die stylische T500 mit ihren 12-fach-Zopom von 24-288 Millimeter (KB) geradezu mickrig. Die XP60 wirft dagegen ihre Wasserdichtigkeit anstelle von Zoompower in die Waagschale.  (Benjamin Kirchheim)

Fujifilm FinePix SL1000 [Foto: Fujifilm]Bereits auf der Photokina zeigte Canon im September 2012 mit der PowerShot SX50 HS eine 50-fach-Superzoomkamera, nun zieht Fujifilm mit der FinePix SL1000 nach. Die Brennweite reicht wie bei der Canon auf Kleinbild umgerechnet von 24 bis 1.200 Millimeter. Dass Fujifilm einen optischen Bildstabilisator verbaut, ist da fast schon obligatorisch. Um das große optische Zoom besser kontrollieren zu können, verfügt die SL1000 zusätzlich zum normalen Zoomhebel an der Kameraoberseite auch über einen an der Objektivseite. Außerdem lassen sich drei Geschwindigkeitsstufen einstellen. Neben dem Heranzoomen von entfernten Motiven eignet sich das Objektiv auch für den Nahbereich, in Weitwinkelstellung beträgt die minimale Aufnahmedistanz lediglich einen Zentimeter ab Frontlinse. Neben dem großen Zoom steht die Geschwindigkeit im Mittelpunkt. Der 1/2,3" kleine BSI-CMOS-Sensor löst 16 Megapixel auf und ermöglicht bei voller Auflösung eine Serienbildrate von zehn Bildern pro Sekunde. Die angegebene Einschaltzeit von 0,9 Sekunden und die Autofokusgeschwindigkeit von 0,2 Sekunden versprechen ebenfalls ein Fotografieren ohne lästige Wartezeiten.

Videos nimmt die SL1000 in Full-HD-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde auf, Zeitlupenaufnahmen ermöglicht sie bei reduzierter Auflösung mit bis zu 480 Bilder pro Sekunde. Sowohl der elektronische Sucher als auch der rückwärtige Klappbildschirm mit 7,6 Zentimetern Diagonale lösen 920.000 Bildpunkte auf. Ein Augsensor sorgt für die automatische Umschaltung. Von einer Sorglosautomatik, die selbst das Motivprogramm automatisch wählt, über Kreativfilter bis hin zur halbautomatischen oder manuellen Einstellung nebst Raw-Dateiformat bietet die FinePix so ziemlich alles, was man im Fotoalltag benötigt. Ab Februar 2013 soll die Fujifilm FinePix SL1000 in Schwarz zu einem Preis von knapp 370 EUR erhältlich sein.

Kaum weniger zoomstark aber 80 Euro günstiger zeigt sich die FinePix S8500. Ihr optisches 46-fach-Zoom deckt einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24 bis 1.104 Millimeter ab. Auch hier kommen ein Fujifilm FinePix S8500 [Foto: Fujifilm]optischer Bildstabilisator sowie eine zweite Zoomtaste direkt am Objektiv und drei Zoomgeschwindigkeiten zum Einsatz. Die S8500 verwendet denselben 16 Megapixel auflösenden Bildsensor wie die SL1000, entsprechend bietet sie zehn Bilder pro Sekunde, Full-HD-Videos mit Stereoton bei 60 Bildern pro Sekunde und Highspeed-Videos mit 480 Bildern pro Sekunde. Den Autofokus gibt Fujifilm mit 0,3 Sekunden Geschwindigkeit an. Sowohl beim Bildschirm als auch beim elektronischen Sucher muss man hingegen deutliche Abstriche machen. Der Monitor ist fest verbaut und löst bei 7,6 Zentimetern Diagonale nur 460.000 Bildpunkte auf. Der Sucher bringt es gar nur auf 200.000 Bildpunkte und der Augensensor fehlt ebenfalls. Der Super-Makro-Modus mit einem Zentimeter Motivabstand, die Automatik mit Motiverkennung, der Panoramamodus, die kreativen Filtereffekte sowie manuelle Belichtungseinstellungen sind hingegen vorhanden. Ab Februar 2013 soll die Fujifilm FinePix S8500 zu einem Preis von knapp 290 EUR erhältlich sein.

Fujifilm FinePix HS50EXR [Foto: Fujifilm]Zwar begnügt sich die Fujifilm FinePix HS50EXR mit einem optischen 42-fach-Zoom von umgerechnet 24-1.000 Millimeter, dennoch stellt sie das neue Topmodell der Superzoomklasse dar. Dies ist dem etwas größeren 1/2-Zoll-Sensor zu verdanken. Er löst 16 Megapixel auf und verfügt über die EXR-Technologie, die wahlweise Aufnahmen in hoher Auflösung oder aber bei reduzierter Pixelzahl mit geringerem Rauschen oder höherer Dynamik erlaubt, indem entweder Pixel zusammen geschaltet oder unterschiedlich belichtet werden. Darüber hinaus verfügt der Sensor über integrierte Phasen-Sensoren, die dem Autofokus auf die Sprünge helfen sollen: nur 0,05 Sekunden soll die HS50EXR laut Fujifilm zum Fokussieren benötigen. Auch die Einschalt- sowie die Bild-zu-Bild-Zeit von jeweils 0,5 Sekunden können sich sehen lassen. Wie die SL1000 verfügt die HS50EXR über einen optischen Bildstabilisator sowie eine Auflösung von 920.000 Bildpunkten im elektronischen Sucher (samt Augsensor) und auf dem rückwärtigen Drei-Zoll-Bildschirm. Im Gegensatz zur Fujifilm FinePix HS50EXR [Foto: Fujifilm]SL1000 ist dieser bei der HS50EXR aber nicht nur klapp-, sondern auch schwenk- und drehbar.

Fotografiert wird wahlweise mit der automatischen Szenenerkennung, dem EXR-Automodus, der zwischen den verschiedenen Modi des Sensors wählt, den Motivprogrammen oder aber halbautomatisch sowie manuell belichtet. Zusätzlich bietet die HS50EXR eine Fokus-Peaking-Funktion zur farbigen Hervorhebung von Kontrastkanten als manuelle Fokussierhilfe, einen Panoramamodus, eine elektronische Wasserwaage, digitale Filtereffekte, Filmsimulationsmodi, einen TTL-Blitzschuh, einen Super-Makro-Modus ab einem Zentimeter Motivabstand sowie das Raw-Format als Alternative zu JPEG. Videos nimmt die FinePix in Full-HD-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde auf, zusätzlich verfügt sie über einen Stereomikrofoneingang. Ab Februar 2013 soll die Fujifilm FinePix HS50EXR zu einem Preis von knapp 500 EUR in der Farbe Schwarz erhältlich sein.

Fujifilm FinePix T500 [Foto: Fujifilm]Wer kompaktere Kameras zu einem besonders günstigen Preis bevorzugt, die dennoch einen ordentlichen Zoombereich bieten, könnte mit der FinePix T500 ein passendes Modell gefunden haben. Ihr optisches Zwölffach-Zoom reicht von umgerechnet 24 bis 288 Millimeter und ist mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet. Der CCD-Bildsensor löst 16 Megapixel auf. Videos nimmt die FinePix in der kleinen HD-Auflösung (720p) auf, die Aufnahme kann jederzeit über die eigene Videotaste gestartet und gestoppt werden. Videos lassen sich noch in der Kamera bearbeiten. Der rückwärtige Bildschirm misst 6,9 Zentimeter in der Diagonale und löst 230.000 Bildpunkte auf. Neben einer Automatik mit Motiverkennung bietet die T500 einen Panoramamodus sowie digitale Filtereffekte. Der Lithium-Ionen-Akku wird per USB direkt in der Kamera aufgeladen. Für lediglich knapp 130 EUR soll die Fujifilm FinePix T500 in den Farben Schwarz, Violett, Rot, Silber und Weiß ab Februar 2013 erhältlich sein.

Fujifilm FinePix XP60 [Foto: Fujifilm]Robust und familientauglich will die Fujifilm FinePix XP60 sein. Sechs Meter tief darf sie bis zu zwei Stunden lang tauchen, Staub kann ebenfalls nicht ins Gehäuse eindringen. Auch Stürze aus bis zu 1,5 Metern Höhe übersteht sie klaglos. Selbst Frost bis -10 Grad Celsius stellt die XP60 vor keine Funktionsprobleme. Das innen liegende Fünffachzoom deckt einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 28-140 Millimeter ab. Der 16 Megapixel auflösende CMOS-Bildsensor ist zur Bildstabilisierung beweglich gelagert und wirkt dadurch Verwacklungen des Fotografen entgegen. Eine Anti-Reflex-Beschichtung sowie eine automatische Helligkeitsregulierung sollen die Ablesbarkeit des 6,9 Zentimeter großen Bildschirms jederzeit gewährleisten. Actionaufnahmen ermöglicht die FinePix mit ihrer hohen Serienbildrate von zehn Bildern pro Sekunde bei voller Auflösung. Videos werden in Full-HD-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen, Zeitlupenaufnahmen ermöglicht die Bildwiederholrate von 240 Bildern pro Sekunde bei reduzierter Auflösung. Die Motiverkennung ist bei Fotos sowie Videos aktiv, was stets eine optimale Einstellung der Kamera auf das Motiv gewährleisten soll. Kreative Effekte gehören ebenfalls zum Repertoire der XP60. Zu einem Preis von knapp 180 EUR soll die Fujifilm FinePix XP60 im Februar 2013 auf den Markt kommen. Das Gehäuse soll in den Farben Rot, Blau, Schwarz, Gelb und Grün erhältlich sein.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.