100 Jahre Leica Fotografie

Leica M Edition 100, M Monochrom silber und Macro-Elmar-M angekündigt

2014-05-22 Leica feiert 100 Jahre Leica Fotografie mit zahlreichen Sondereditionen sowie der Eröffnung des Leitz-Parks in Wetzlar. Neben den bereits vorgestellten Sondereditionen gibt es nun auch eine M Monochrom in einer silbern verchromten Ausführung sowie die Leica M Edition 100. Bei letzterem handelt es sich um ein Set aus der analogen Leica M-A sowie der digitalen M Monochrom. Bei den sichtbaren Metallteilen kommt erstmals Edelstahl zum Einsatz, das durch eine spezielle Vergütung vor Fingerabdrücken geschützt ist, falls überhaupt jemand jemals diese Sammlerstücke ohne Baumwollhandschuhe anfassen darf. Mit dem Macro-Elmar-M 1:4/90 mm gibt es sogar eine "echte" Neuheit zu verkünden.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Leica M Monochrom gibt es nun auch in einer silbern verchromten Ausführung, zumindest in begrenzter Stückzahl. [Foto: Leica]

    Die Leica M Monochrom gibt es nun auch in einer silbern verchromten Ausführung, zumindest in begrenzter Stückzahl. [Foto: Leica]

  • Bild Das Set Leica M Edition 100 enthält in einem edlen Koffer die analoge Leica M-A, die digitale M Monochrom sowie drei Summilux-Objektive mit 28, 35 und 50 mm Brennweite. Alle sichtbaren Metallteile sind in Edelstahl ausgeführt. [Foto: Leica]

    Das Set Leica M Edition 100 enthält in einem edlen Koffer die analoge Leica M-A, die digitale M Monochrom sowie drei Summilux-Objektive mit 28, 35 und 50 mm Brennweite. Alle sichtbaren Metallteile sind in Edelstahl ausgeführt. [Foto: Leica]

  • Bild Das neue Leica Macro-Elmar-M 1:4/90 mm erreicht zusammen mit dem Leica Macro-Adapter-M einen Abbildungsmaßstab von 1:2. [Foto: Leica]

    Das neue Leica Macro-Elmar-M 1:4/90 mm erreicht zusammen mit dem Leica Macro-Adapter-M einen Abbildungsmaßstab von 1:2. [Foto: Leica]

Das Sammeln hat bei Leica schon eine lange Tradition, und dem wird der Hersteller in diesem Jubiläumsjahr besonders gerecht. Nach einer zweiten Farbvariante der Leica M Monochrom soll es sogar zahlreiche Kundennachfragen gegeben haben, denen Leica nun nachkommt. Ab Ende Mai 2014 soll die silbern verchromte Variante in begrenzter Stückzahl in den Leica Stores erhältlich sein, wo es bisher nur eine schwarze Variante gab. Die M Monochrom zeichnet sich vor allem durch ihren Schwarzweiß-Bildsensor im Kleinbildformat aus, der verglichen mit einem Farbsensor besonders scharfe Schwarzweiß-Aufnahmen ermöglichen soll. Wie für eine traditionelle Messsucherkamera üblich, muss mithilfe des Messsuchers manuell fokussiert werden. 6.800 Euro kostet die Leica M Monochrom in Deutschland.

Beim Leica M Edition 100 handelt es sich um ein ganz besonderes Sammlerset, das auf 101 Exemplare begrenzt ist. In einem speziell für Leica gefertigten Rimowa-Koffer aus schwarz eloxiertem Aluminium befinden sich neben den drei Objektiven Summilux-M 28, 35 und 50 sowohl eine analoge als auch eine digitale Leica Messsucherkamera. Der Koffer ist exakt auf das Set zugeschnitten und bietet passende Unterteilungen. Von innen ist der Koffer mit schwarzem Echtleder ausgeschlagen. Bei der analogen Messsucherkamera handelt es sich um die Leica M-A, die in ihrer technischen Ausstattung auf der analogen MP basiert und in der Nachfolge der Ur-Leica steht. Passend zur Kamera gehört der S/W-Film Kodak TRI-X 400 zum Lieferumfang. Als digitale Messsucherkamera befindet sich eine Leica M Monochrom in dem Koffer. Bei allen sichtbaren Metallteilen der im Koffer enthaltenen Leica-Produkte kommt Edelstahl zum Einsatz, der sehr aufwändig verarbeitet ist. Vor Fingerabdrücken soll eine spezielle Beschichtung eines schweizer Unternehmens sorgen. Das Set soll ab Juni 2014 in den Leica Stores und Boutiquen erhältlich sein. Einen Preis nennt Leica zwar noch nicht, er dürfte aber mit Sicherheit jenseits der 20.000 Euro liegen, vermutlich eher sogar Richtung 30.000 Euro gehen.

Zum Schluss gibt es sogar noch ein wirklich neues Produkt beziehungsweise sogar zwei: Das Leica Macro-Elmar-M 1:4/90 mm sowie den Leica Macro-Adapter-M. Letzterer ist nötig, um aus dem Makro-Objektiv, das für sich lediglich einen Abbildungsmaßstab von 1:6,7 erreicht und damit den Namen "Macro" eigentlich gar nicht verdient hat, ein Macro mit einem Abbildungsmaßstab von immerhin 1:2 zu machen. Wie im M-System üblich, wird manuell fokussiert und die Blende am Objektivring mechanisch eingestellt. Das Objektiv besteht aus vier Linsen in vier Gruppen und ist abbildungstechnisch nicht nur für den Nahbereich optimiert, sondern für sämtliche Entfernungen bis unendlich, so dass es sich auch als normales Teleobjektiv etwa für Porträts verwenden lässt. Durch einen Versenkmechanismus lässt sich das Objektiv zudem sehr platzsparend verstauen.

Beim Macro-Adapter-M handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Zwischenring, dieser wäre mit 550 Euro auch ziemlich überteuert, sondern um einen funktionellen Adapter mit Einstellschnecke für einen Auszug von 18 bis 30 Millimeter. Als Besonderheit muss der Adapter nicht zwischen Objektiv und Kamera entfernt werden, wenn man weiter entfernte Motive aufnehmen will, da sich nach wie vor auf unendlich fokussieren lässt. Mit dem Adapter wird der komplette Fokussierbereich von 41 Zentimeter bis unendlich abgedeckt. Zudem lässt sich der Adapter auch mit anderen M-Objektiven verwenden, mit einem 50 mm lässt sich ebenfalls ein Abbildungsmaßstab von 1:2 erreichen, mit weitwinkligeren Objektiven sogar noch höhere. Ab Mitte Juni 2014 sind das Macro-Elmar-M sowie der Macro-Adapter-M erhältlich, wobei das Objektiv in Deutschland 2.850 EUR und der Adapter 550 EUR kosten soll.

Hersteller Leica
Modell Macro-Elmar-M 1:4/90 mm
Preis (UVP) 3.200,00 EUR
Bajonettanschluss Leica M
Brennweite 90,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F4
Kleinste Blendenöffnung F22
KB-Vollformat ja
Linsensystem 4 Linsen in 4 Gruppen
Naheinstellgrenze 800 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden nein
Wasser-/Staubschutz nein
Filtergewinde 39 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 52 x 59 mm
Objektivgewicht 230 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.