Externe Belichtungsmesser

Gossen erneuert Sixtomat und Digipro Belichtungsmesser-Modelle

2019-10-15 Gossen ist kein unbekannter Name in der Fotoszene und steht auch heute noch für hochpräzise Belichtungsmesser. Auch wenn externe Belichtungsmesser anachronistisch anmuten, haben sie zu Recht ihren Platz in der digitalen Foto- und Videografie. Aus diesem Grund hat Gossen die Belichtungsmesser Sixtomat F2 und Digipro F2 auf den neusten Stand der Technik gebracht, aber vergessen den Belichtungsmessern einen eindeutigen Namen zu geben.  (Harm-Diercks Gronewold)

  • Bild Gossen Sixtomat F2. [Foto: Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH]

    Gossen Sixtomat F2. [Foto: Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH]

  • Bild Gossen Sixtomat F2. [Foto: Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH]

    Gossen Sixtomat F2. [Foto: Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH]

Seit 1932 ist das deutsche Unternehmen Gossen in der Lichtmesstechnik aktiv und hat seither einige Umstrukturierungen erlebt. Die letzte 1997 als der Geschäftsbereich Foto- und Lichtmesstechnik von der Gossen-Metrawatt GmbH ausgegliedert wurde. Seither firmiert das Unternehmen unter "Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH". Der Firmensitz ist in Nürnberg.

Die vorgestellten Belichtungsmesser Sixtomat F2 und Digipro F2 sind bis auf den Kalotten-Schwenkkopf des Digipro F2 identisch in ihrer technischen Ausstattung. Die schwenkbare Messkalotte wird wichtig, wenn die Messung in unzugänglichen Bereichen durchgeführt werden soll, wie beispielsweise in der Makro- und Tabletop-Fotografie. Beide Modelle lassen sich sowohl für Dauer- als auch eine Blitzlichtmessung einsetzen. Die Stromversorgung übernimmt in den Belichtungsmessern eine Mignon(AA)-Batterie.

Ihre volle Stärke spielen externe Belichtungsmesser in der Art der Lichtmessung aus, die auch als Lichtmessmethode bezeichnet wird. Bei der Lichtmessmethode wird das Licht gemessen, das auf das Objekt trifft und mit diesem Ergebnis wird die Belichtung bestimmt. Bei Belichtungsmessern, die in der Kamera integriert sind, wird hingegen das Licht gemessen was vom Objekt reflektiert wird (das wird als Objektmessmethode bezeichnet). Der Vorteil der Lichtmessmethode besteht darin, dass die Objektbeschaffenheit für das Messergebnis irrelevant ist. 

Die Belichtungsmesser können auf die Zeit- oder Blendeneinstellung eingestellt werden. Der Fotograf wählt dann einen entsprechenden Wert ein und der Belichtungsmesser liefert das jeweilige Ergebnis zur Einstellung an der Kamera aus. Zudem können die Belichtunsmesser den Lichtwert ermitteln und geben dem Fotografen eine Auswahl an korrekten Zeit- Blendenkombinationen. Zudem kann der Fotograf den Kontrastumfang eines Motivs in Blendenstufen mit dem halten der Messtaste bestimmen. Für Fotografen die gerne mit Graufiltern arbeiten, wurde der Belichtungskorrekturwert auf plus/minus 9,9 erweitert. 

  • Bild Gossen Digipro F2. [Foto: Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH]

    Gossen Digipro F2. [Foto: Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH]

Die Blitzbelichtungsmessung kann mit oder ohne Synchronkabel durchgeführt werden. Neben der Anzeige der Blitzlichtstärke informiert eine permanente Anzeige über die Stärke des Umgebunglichts. Besonders interessant ist, dass die Belichtungsmesser errechnen können, wie viele Mehrfachblitze notwendig sind, um ein Motiv auszuleuchten. 

Wie Eingangs erwähnt sind beide Belichtungsmesser auch für die digitale Videoaufzeichnung ausgestattet. Im Cine-Modus wurden beispielsweise die Gangzahlen im Bereich von 8 bis 96 Bildern pro Sekunde erweitert. Zudem kann ein um 180° abweichender Verschlusswinkel durch die Eingabe eines Korrekturwertes kompensiert werden. Zum Einrichten von Beleuchtungen zeigen die Belichtungsmesser die Beleuchtungsstärke unter Anderem auch in lx oder fc an.  Darüber hinaus bietet der HD Cine Modus Zeiten von 1/24 bis 1/120 Sekunde, was einer Aufnahmefrequenz von 24 bis 120 Bildern pro Sekunde entspricht.

Als interessierter Fotograf fragt man sich natürlich zu Recht wie man erkennen kann, dass man die aktuellste Version des jeweiligen Belichtungsmessers vor sich hat. Wir haben direkt bei Gossen nachgefragt. Zum einen hat der Umkarton der 2019er-Version einen kleinen Aufkleber, der auf den erweiterten Funktionsumfang hinweist. Zum anderen beginnen die Seriennummern der 2019er Versionen mit dem Kürzel "D9". Eine eindeutige Typenbezeichnung gibt es aber ebenso wenig wie eine EAN (Barcode, der ein Produkt eindeutig identifiziert, wichtig z. B. im Handel).

Die verbesserten Versionen des Sixtomat F2 und Digipro F2 sind ab Oktober 2019 im Fachhandel oder direkt beim Hersteller erhältlich. Während der Sixtomat F2 für etwa 220 Euro zu haben ist muss für den Digipro F2 mit seiner beweglichen Kalotte etwa 310 Euro auf den Tisch gelegt werden.

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Harm-Diercks Gronewold

Harm-Diercks Gronewold, 48, ist gelernter Fotokaufmann und hat etliche Jahre im Fotofachhandel gearbeitet, bevor er 2005 in die digitalkamera.de-Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Produktdatenbanken, Bildbearbeitung, Fototipps sowie die Berichterstattung über Software und Zubehör. Er ist es auch, der meistens vor der Kamera in unseren Videos zu sehen ist und die Produkte vorführt.