Nicht nur für Nikon

GPS Solmeta Geotagger Pro mit Kompass und Neigungssensor

2009-12-17 Der Solmeta Geotagger Pro erweitert das bisherige Geotagging um weitere Funktionen. So ist etwa ein Kompass an Bord, um die Blickrichtung mit speichern zu können. Auf dem rückwärtigen Display werden dem Fotografen nicht nur die Position, sondern auch Temperatur sowie die horizontale und vertikale Neigung angezeigt. Der Geotagger Pro wird in den Standard-Blitzschuh geschoben. Besitzer einer Nikon-DSLR mit GPS-Anschluss kommen sogar in den Genuss des direkten Geotaggings, denn das GPS kann per Kabel direkt mit der Kamera kommunizieren.  (Benjamin Kirchheim)

Solmeta Geotagger Pro [Foto: MBK GmbH / Solmeta]So sind Nikon-Fotografen dann auch die einzigen, die die Geoinformationen sofort in den aufgenommenen Bildern haben, sogar wenn es sich dabei um das RAW-Format (bei Nikon NEF) handelt. Bis auf die Nikon D200 und die Fujifilm S5 Pro können alle anderen Nikons (D5000, D90, D300, D300s, D700, D2X, D2H, D3, D3S und D3X) auch die Kompassblickrichtung mit speichern. Informationen wie Temperatur und Neigung landen dagegen nicht in den EXIFs, da hierfür keine Felder vorgesehen sind. Es handelt sich also eher um Informationen, die dem Fotografen während der Aufnahme hilfreich sind. So etwa die horizontale und vertikale Neigung, damit die Kamera auch waagerecht gehalten wird, um einen schiefen Horizont zu verhindern. Die vertikale Neigung hingegen hilft, die Kamera nicht zu kippen und so stürzende Linien zu vermeiden.

Eine Nachrüstung über eine zukünftige Firmware, die dann über den USB-Anschluss vom Benutzer eingespielt werden kann, sieht die Verwendung an allen Kameras mit Blitzschuh vor. Die Koordinaten müssen dabei hinterher per Software in die Bilder gespielt werden, das RAW-Format wird jedoch nicht unterstützt – man ist auf JPEG beschränkt. Über das Blitzauslösesignal soll der Geotagger immer dann die Koordinaten speichern, wenn ein Foto aufgenommen wird. Zusätzlich verfügt der Geotagger über eine Log-Funktion, bei der ständig die GPS-Positionen in den internen Speicher gelegt werden, wofür 60.000 Speicherplätze vorgesehen sind. Damit ist prinzipiell die Benutzung auch mit Kameras ohne Blitzschuh möglich. Eine Indoor-Funktion sorgt dafür, dass bei fehlendem GPS-Signal die letzte bekannte Position verwendet wird – zumindest solange, bis das GPS ausgeschaltet wird. Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über einen integrierten Akku oder an den oben genannten Nikon-Kameras auch über den Kameraakku.

Der Solmeta Geotagger Pro soll noch im Dezember 2009 im deutschen Vertrieb von MBK GmbH erhältlich sein (siehe weiterführende Links), der gerade dabei ist, die Anleitung für seine Kunden ins Deutsche zu übersetzen. Der Preis für den Geotagger beträgt rund 300 EUR.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.