Teleobjektiv, Telekonverter und Zwischenringe angekündigt

Fujifilm stellt GF 250 mm F4 R LM OIS WR für GFX 50S vor

2018-04-12 Fujifilm stellt das GF 250 mm F4 R LM OIS WR mit einem dazu passenden 1,4-fachen Telekonverter vor. Die lichtstarke Tele-Festbrennweite und der Telekonverter erweitern das Fujifilm GF-Mittelformat-Objektivportfolio. Zudem wurden zwei Zwischenringe mit 18 und 45 mm Breite vorgestellt. Das 250mm-Objektiv entspricht aufgrund des Mittelformatsensors der GFX 50S einem 200mm-Kleinbildäquivalent.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Fujifilm GF 250 mm F4 R LM OIS WR entspricht einer 200mm-Kleinbildbrennweite. [Foto: Fujifilm]

    Das Fujifilm GF 250 mm F4 R LM OIS WR entspricht einer 200mm-Kleinbildbrennweite. [Foto: Fujifilm]

Bereits vor einem Jahr zeigten sich ein Teleobjektiv sowie ein Telekonverter auf der Roadmap für das GFX-System von Fujifilm. Nun ist das Objektiv konkret und es bringt, wie es sich für ein großes, schweres Teleobjektiv gehört, eine Stativschelle mit. Auch das Gehäuse ist mit seiner spritzwasser- und staubdichten Metallkonstruktion perfekt auf das System und den professionellen Einsatz abgestimmt. Dabei fehlt selbstverständlich auch der Blendenring nicht, der die neunlamellige Öffnung steuert. Die optische Konstruktion besteht aus 16 Linsen, die in zehn Gruppen angeordnet sind. Dabei sollen zwei ED-Linsen und eine Super-ED-Linse optische Fehler minimieren. Die Auflösungsleistung des GF 250 mm F4 R LM OIS WR soll so gut sein, dass es auch für künftige, höher auflösende Generationen der Mittelformat-Systemkameras von Fujifilm sowie den parallel vorgestellten 1,4-fachen Telekonverter ausreichen soll.

Dank des relativ handlichen Formats der Kamera und des Objektivs lässt sich die knapp 2,3 Kilogramm schwere Kombination auch frei Hand noch gut verwenden. Unterstrichen beziehungsweise unterstützt wird dies vom optischen Bildstabilisator, der bis zu fünf Blendenstufen längere Belichtungszeiten verwackelungsfrei erlaubt. Der Autofokus arbeitet mit einem schnellen und leisen Linearantrieb. Zudem erlaubt das Objektiv das Speichern und Abrufen von Fokuspositionen. Auch an einen Fokusbegrenzer hat Fujifilm gedacht. Die Naheinstellgrenze liegt bei nur 140 Zentimetern, was einen beachtlichen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:4,5 erlaubt.

  • Bild Das Fujifilm GF 250 mm F4 R LM OIS WR bietet einen Fokusbegrenzer und Fokusspeicher zum späteren Abrufen. [Foto: Fujifilm]

    Das Fujifilm GF 250 mm F4 R LM OIS WR bietet einen Fokusbegrenzer und Fokusspeicher zum späteren Abrufen. [Foto: Fujifilm]

Ab Mai 2018 soll das knapp 20 Zentimeter lange und 11 Zentimeter dicke Fujifilm GF 250 mm F4 R LM OIS WR zu einem Preis von knapp 3.300 Euro erhältlich sein. Das 82mm-Frontgewinde erlaubt zudem die Verwendung optischer Filter.

Passend zum Teleobjektiv stellt Fujifilm einen Telekonverter mit 1,4-facher Brennweitenverlängerung vor. So wird aus dem GF 250 mm F4 ein Objektiv mit 280 Millimetern kleinbildäquivalenter Brennweite und einer Anfangsöffnung von F5,6. Der GF1.4X TC WR ist selbstverständlich aus Metall gefertigt und ebenfalls gegen Spritzwasser und Staub geschützt. Er ragt weit in das Objektiv hinein, was die Abbildungsleistung verbessern und gleichzeitig die Größe minimieren soll. So trägt der Konverter nur knapp 2,7 Zentimeter auf. Die optische Konstruktion besteht aus sieben Elementen, die in drei Gruppen angeordnet sind. Dabei wird auch der maximale Abbildungsmaßstab des Objektivs um den Faktor 1,4 verbessert, da die Naheinstellgrenze des Objektivs nahezu identisch bleibt. Damit beträgt der maximale Abbildungsmaßstab zusammen mit dem GF 250 mm 1:3,2. Ebenfalls ab Mai 2018 soll der GF1.4X TC WR zu einem Preis von knapp 850 Euro erhältlich sein.

  • Bild Der Fujifilm GF 1.4X TC WR Telekonverter ragt weit ins Objektiv hinein, was eine kompakte Bauform erlaubt. [Foto: Fujifilm]

    Der Fujifilm GF 1.4X TC WR Telekonverter ragt weit ins Objektiv hinein, was eine kompakte Bauform erlaubt. [Foto: Fujifilm]

  • Bild Der Fujifilm MCEX-18G Zwischenring verlängert das Auflagemaß um 18 Millimeter. [Foto: Fujifilm]

    Der Fujifilm MCEX-18G Zwischenring verlängert das Auflagemaß um 18 Millimeter. [Foto: Fujifilm]

  • Bild Mit dem 45 mm Zwischenring Fujifilm MCEX-45G lässt sich der Abbildungsmaßstab des 120mm-Makroobjektivs von 1:2 auf 1:1 verbessern. [Foto: Fujifilm]

    Mit dem 45 mm Zwischenring Fujifilm MCEX-45G lässt sich der Abbildungsmaßstab des 120mm-Makroobjektivs von 1:2 auf 1:1 verbessern. [Foto: Fujifilm]

Makrofotografen dürften sich hingegen vor allem über die beiden neuen Zwischenringe MCEX-18G WR und MCEX-45G WR freuen, die die Naheinstellgrenze der Objektive verbessern und damit den Abbildungsmaßstab erhöhen. Die Zwischenringe sind aus Metall gefertigt und gegen Spritzwasser und Staub geschützt. Wie die Namen vermuten lassen, messen sie 18 beziehungsweise 45 Millimeter. Der 45mm-Zwischenring verbessert beispielsweise den Abbildungsmaßstab des GF 120 mm F4 R LM OIS WR Macro von 1:2 auf 1:1. Die Zwischenringe sollen ebenfalls ab Mai 2018 erhältlich sein und jeweils knapp 330 Euro kosten.

Hersteller Fujifilm
Modell GF 250 mm F4 R LM OIS WR
Preis (UVP) 3.299,00 EUR
Bajonettanschluss Fujifilm G
Brennweite 250,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F4
Kleinste Blendenöffnung F32
KB-Vollformat nicht relevant
Linsensystem 16 Linsen in 10 Gruppen
inkl. ED Linse(n)
Anzahl Blendenlamellen 9
Naheinstellgrenze 1.400 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 82 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 108 x 204 mm
Objektivgewicht 1.425 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 40, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.