Eine Ladung FinePix

Fujifilm mit Herbst-Update, darunter S8000fd, F50fd und Z100fd

2007-07-26 Gleich mit acht neuen Kameras wirbt Fujifilm um die Gunst der Käufer digitaler Kameras. Zusammen mit den Bridge-Modellen FinePix S8000fd und S5800 decken die sechs Kompaktkameras der FinePix F- und Z-Serie sowie die A920 eine weite Preis- und Ausstattungsspanne ab. Bei der F-Serie trumpft Fujifilm in der F50fd und der F47fd mit dem hauseigenen Super-CCD-Bildsensor auf. Wie schon das erste Modell der Reihe, die F10, liefert der große 1/1,6"-Sensor vergleichsweise rauscharme Bilder auch bei wenig Umgebungslicht.  (Matthias Herrmannstorfer)

FujiFilm FinePix F50fd [Foto: Fujifilm]Dazu dreht das F-Spitzenmodell FinePix F50fd die Empfindlichkeit des 12-Megapixel-Sensors notfalls bis ISO 1.600 auf. Auch Bilder bei ISO 3.200 bzw. ISO 6.400 sind möglich, dann allerdings nur noch mit der Hälfte bzw. einem Viertel der Nennauflösung. Eine Bildstabilisierung wirkt Verwackelungen durch gegenläufige Verschiebungen des beweglich gelagerten Sensors entgegen. Weiteres Highlight der F50fd ist die Gesichtserkennung in der Version "2.0", die nun auch auf Profile oder Gesichter von liegenden Personen anspringen soll und anschließend Schärfe und Belichtung entsprechend optimiert. Rückseitig angebracht ist ein mit 230.000 Bildpunkten hoch auflösendes 2,7"-LCD, auf dem sich im Micro-Thumbnail-Modus bis zu 100 Kleinstvorschaubilder gleichzeitig tummeln und die Übersicht erleichtern sollen.

Fujifilm FinePix F47fd [Foto: FujiFilm]Ohne optische Bildstabilierung, einer auf 2,5" verringerten Bildschirmdiagonalen und mit etwas weniger Megapixeln auskommen muss die F47fd, deren 1/1,6"-Super-CCD 9 Millionen Fotozellen umfasst und mit Empfindlichkeiten von bis zu ISO 2.000 rauscharme Bilder bei ungünstigen Lichtverhältnissen liefern soll. Bis zu zehn Gesichter vermag der Bildprozessor gleichzeitig zu erkennen und anschließend Schärfe sowie Belichtung daran auszurichten. Die Gesichtserkennung soll es zudem möglich machen, entsprechende Bildausschnitte automatisch zu vergrößern und zuzuschneiden. Beide F-Modelle kommen im September 2007 in den Handel.

Fujifilm FinePix Z100fd [Foto: Fujifilm]Auch die elegante, ultraflache Z-Serie hat Nachwuchs in Form der FinePix Z100fd und Z10fd bekommen, deren CCD-Bildsensor – im Unterschied zur F-Serie – das bei Kompaktkameras übliche 1/2,5"-Format aufweist. Trotz einer dadurch erhöhten Gefahr verrauschter Bilder lässt sich die ISO-Empfindlichkeit bis 1.600 hochschrauben, um Verwackler bei schlechten Lichtverhältnissen möglichst zu eliminieren. Fujifilm FinePix Z10fd [Foto: Fujifilm]Zur Wahrung der flachen Form auch im Betrieb verbaut Fujifilm bei beiden Modellen ein internes Zoomobjektiv. Mit einem 8-Megapixel-Sensor ausgestattet, verfügt die Z100fd über ein Objektiv mit 5-fachem Zoombereich ab 36 mm (entsprechend KB). Ein optischer Bildstabilisator mit derselben Funktionsweise wie bei der F50fd tut in der Z100fd ebenso Dienst wie ein hoch auflösendes 2,7"-LCD. Etwas weniger luxuriös ausgestattet, muss die Z10fd mit einem nur mittelhoch (150.000 Bildpunkte) auflösenden 2,5"-Bildschirm und einem gewöhnlichen 3-fach-Objektiv auskommen. In der Praxis keine Rolle spielen dürfte die mit 7,2 Megapixeln etwas geringere Auflösung des Sensors. Als Liefertermin für die Z10fd nennt Fujifilm den September 2007, bei der Z100d dauert es mit der Erstauslieferung wohl noch bis November 2007.

Fujifilm FinePix F480 [Foto: Fujifilm]Extrahohe ISO-Empfindlichkeiten und einen Bildstabilisator sucht man bei der FinePix F480 und A920 vergeblich. Dem 8,2-Megapixel-Modell F480 spendiert Fujifilm ein ordentlich weitwinkliges 4-fach-Zoom mit kleinbildäquivalenten 28-112 mm sowie einen hoch auflösenden 2,7"-Bildschirm mit 230.000 Pixeln.Fujifilm FinePix A920 [Foto: Fujifilm] Auch ein kleiner und leichter Lithium-Ionen-Akku ist an Bord. Umgekehrt setzt man die Prioritäten bei der FinePix A920, die zwar über denselben großformatigen Super-CCD-Chip mit 9 Megapixeln wie die F47fd verfügt, dafür aber mit einem 4-fach-Zoom auskommen muss, dessen kleinbildäquivalenter Brennweitenbereich mit 39-156 mm etwas telelastig erscheint. Beim Monitor spart Fujifilm und verbaut ein mit 115.000 Pixeln grob auflösendes LC-Display. Ebenfalls dem Rotstift zum Opfer gefallen ist die Energieversorgung, die nun über zwei schwere AA-Zellen erfolgt. Während die FinePix A920 ab September 2007 in den Regalen stehen soll, müssen sich potentielle Käufer der FinePix F480 bis Oktober 2007 gedulden.

Fujifilm FinePix S8000fd [Foto: Fujifilm]Mit den ab Oktober 2007 verfügbaren Bridge-Kameras FinePix S5800 und S8000fd will Fujifilm zwei Alternativen zu Spiegelreflex-Kameras anbieten und verbaut dazu lichtstarke Zoomobjektive mit großem Brennweitenbereich sowie einen hoch auflösenden Farb-LCD-Sucher. Im Spitzenmodell der S-Serie, der S8000fd, kommt neben einem 1/2,5"-CCD mit 8 Millionen Bildpunkten ein 18-fach-Superzoom mit einem umgerechneten Brennweitenbereich von 27– 486 mm zum Einsatz, dessen Maximalblende von 2,8 bis 4,5 reicht. Die langen Brennweiten profitieren dabei besonders vom integrierten optischen Bildstabilisator. Auch hier versucht die Elektronik, Verwacklungen durch Verschiebung des beweglich gelagerten Bildsensors auszugleichen. Zusätzlichen Schutz vor unscharfen Bildern soll – wie bei den kleinen Modellen – das Hochsetzen der Sensor-Empfindlichkeit bieten. Ohne optischen Bildstabilisator und mit einem 10-fach zoomenden, aufs Kleinbildformat umgerechneten 38-380mm-Objektiv stattet Fujifilm die S5800 aus. Den fehlenden Stabilisator kann die im Telebereich etwas größere Maximalblende von 3,7 allerdings kaum ausgleichen.

Fujifilm FinePix S5800 [Foto: Fujifilm]Beide Kameras erlauben die Wahl zwischen Belichtungsvollautomatik, Zeit- und Blendenautomatik sowie manueller Vorwahl von Zeit und Blende, was ambitionierten Fotografen sicherlich entgegen kommt. Wer dagegen auf intelligente Elektronik Wert legt, kommt auch bei den Bridge-Modellen mit der automatischen Gesichtserkennung und den diversen Motivprogrammen auf seine Kosten. Sowohl die S5800 als auch die S8000fd verfügen über ein 2,5"-LCD mit 230.000 Bildpunkten, nehmen MPEG-komprimierte AVI-Videos auf und werden über vier AA-Zellen gespeist.

Zu guter Letzt muss noch erwähnt werden, dass alle FinePix-Kameras SD-Speicherkarten und bis auf die F47fd auch Karten vom SDHC-Typ vertragen. Zudem lassen sich die noch kleineren xD-Speicherlinge verwenden, denen sich Fujifilm als einer der Miterfinder dieses Formats offensichtlich weiter verpflichtet fühlt. Preise und Lieferumfang stehen laut Angaben von Fujifilm derzeit noch nicht fest.

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