Vollformatobjektiv für die System-Allianz von Leica, Panasonic, Sigma

Festbrennweite Leica Apo-Summicron-SL 1:2/50 Asph. vorgestellt

2019-08-15 Auf das im Februar 2019 vorgestellte Apo-Summicron-SL 1:2/35 Asph. folgt nun mit dem Leica APO-Summicron-SL 1:2/50 Asph. die zweite und damit für dieses Jahr auch letzte F2 lichtstarke Vollformat-Festbrennweite für das L-Bajonett, denn nur diese beiden Objektive waren 2018 auf der Roadmap für 2019 zu sehen, die Leica auf der Photokina 2018 zeigte. Weiter soll es 2020 gehen. Mit Leica-Preis (jenseits der 4.000 Euro), aber auch Leica-Qualität mit hoher Auflösung bis in die Bildecken bereits ab Offenblende soll die neue Festbrennweite überzeugen.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Leica Apo-Summicron-SL 1:2/50 mm Asph. soll bereits ab Offenblende eine hohe Abbildungsleistung bieten, wodurch die Blende rein der Bildgestaltung dient. [Foto: Leica]

    Das Leica Apo-Summicron-SL 1:2/50 mm Asph. soll bereits ab Offenblende eine hohe Abbildungsleistung bieten, wodurch die Blende rein der Bildgestaltung dient. [Foto: Leica]

Die "Normalbrennweite" verspricht vielseitige Einsatzmöglichkeiten von Reportage-, Reise-, Studio-, Architektur- und Landschaftsfotografie über Porträts bis hin zu Nahaufnahmen (maximaler Abbildungsmaßstab 1:5) und Dokumentationen. Für die nötige Bildqualität, die eine neue Referenz unter den Standardbrennweiten darstellen soll, kommen zwölf hochkomplexe Linsen zum Einsatz, die in zehn Gruppen angeordnet sind. Drei Linsen besitzen eine asphärische Oberfläche, zudem handelt es sich bei fast allen Linsen um welche aus Sondergläsern mit anomaler Teildispersion. Dies sowie die apochromatische Korrektur soll Farbsäume auf ein Minimum reduzieren. Leica verspricht eine derart hohe Bildqualität, dass die Blende als reines Stilmittel eingesetzt werden kann. Zudem verspricht Leica verzeichnungsfreie Bilder mit überragendem Detailkontrast, natürlichen Hauttönen und weichen Übergängen ins Bokeh.

Beim Autofokus kommen robuste und leistungsfähige Schrittmotoren mit DSD (Dual Synchro Drive) zum Einsatz, die den gesamten Fokusbereich von 35 Zentimeter bis unendlich in nur 250 Millisekunden durchfahren können sollen. Der manuelle Fokusring arbeitet mit einem Magnetfeld, aus dessen Änderung beim Drehen des Rings der Prozessor die Verstellgeschwindigkeit und -Weite für den Fokusmotor berechnet, was laut Leica ein schnelles und präzises manuelles Fokussieren ermöglicht.

Des Weiteren besitzt das Objektiv ein auf die Minimierung von Streulicht ausgelegtes Design. Das betrifft nicht nur die Vergütungen der Linsenelemente, sondern auch den inneren Aufbau des Tubus. Zudem ist das Gehäuse komplett gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser abgedichtet. Das verwendete L-Bajonett kommt nicht nur bei den spiegellosen Systemkameras von Leica zum Einsatz, sondern auch bei den Vollformatmodellen von Panasonic und Sigma. Interessenten müssen sich nicht lang gedulden, denn das Leica Apo-Summicron-SL 1:2/50 Asph. soll ab sofort zu einem Preis von 4.200 Euro erhältlich sein.

Hersteller Leica
Modell Apo-Summicron-SL 1:2/50 Asph.
Preis (UVP) 4.200,00 EUR
Bajonettanschluss L-Mount
Brennweite 50,0 mm
Lichtstärke (größte Blende) F2
Kleinste Blendenöffnung F22
KB-Vollformat ja
Linsensystem 12 Linsen in 10 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
Naheinstellgrenze 350 mm
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 67 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 73 x 102 mm
Objektivgewicht 740 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.