Bei Olympus FE-t und mju-t es

FE-310/340/350, mju 840/1010/1020 und 850/1030 SW vorgestellt

2008-01-22 Insgesamt acht zum Teil farbenfrohe Kompaktkameras stellt Olympus auf einen Schlag vor und möchte damit für jeden eine passende Digitalkamera im Produktlineup haben. Drei der Kameras gehören der Einsteiger-FE-Serie an, drei der mju-classic-Serie (ohne Spritzwasserschutz) und zwei der wasserdichten und stoßfesten mju-SW-Serie. Per Gießkannenprinzip sind diverse ältere und neuere Technologien auf die Kameras verstreut, so dass die Auswahl nicht leicht fällt.  (Benjamin Kirchheim)

Olympus FE-310 [Foto: Olympus]
Olympus FE-340 [Foto: Olympus]
Olympus FE-350 [Foto: Olympus]
Olympus mju 840 [Foto: Olympus]
Olympus mju 1010 [Foto: Olympus]
Olympus mju 850 SW [Foto: Olympus]
Olympus mju 1030 SW [Foto: Olympus]
Um ein wenig Übersichtlichkeit in die Kameraneuvorstellung zu bringen, sollen im Folgenden kurz die Schlüsseltechnologien erläutert werden, die bei einigen der Kameras verbaut wurden. Die HyperCrystal Displaytechnologie sorgt schon seit einiger Zeit für besser ablesbare Bildschirme bei Olympus, neu ist jedoch die zweite Generation dieser Technologie, die simpel HyperCrystal II getauft wurde und eine deutlich höhere Helligkeit bieten soll. Als Bildprozessor kommt bei Olympus der leistungsfähige TruePic III zum Einsatz. Er sorgt unter anderem für die Gesichtserkennung, damit Belichtung und Schärfe bei Porträts und Gruppenfotos optimal eingestellt werden sowie für die Schattenaufhellung, die mehr Zeichnung aus dunklen Bildbereichen heraus holt. Bei der Bildstabilisierung geht Olympus sowohl den mechanischen als auch elektronischen Weg oder kombiniert beide in der Dual Image Stabilisation. Die mechanische Bildstabilisierung setzt Gyro-Sensoren ein, die die Kameraverwackelungen messen, woraufhin der CCD entgegengesetzt verschoben wird, um das Bild trotz Erschütterungen ruhig zu halten. Die elektronische Bildstabilisierung ist hingegen nichts anderes als die Heraufsetzung der Empfindlichkeit in rauschige Höhen.

Die FE-310 ist mit einem 5-fachen Zoomobjektiv von entsprechend 37 bis 185 mm ausgestattet, das die Bilder auf den acht Megapixel auflösenden Sensor projiziert. Die etwa 170 EUR teure Kamera ist ab Februar 2008 in Silber und Schwarz erhältlich und verfügt über einen 2,5 Zoll großen Bildschirm, 16 Aufnahmeprogramme, elektronische Bildstabilisierung und Gesichtserkennung. Besser ausgestattet, aber mit 220 EUR auch etwas teurer ist die ebenfalls im Februar auf den Markt kommende FE-340. Das Metallgehäuse gibt es zusätzlich in den Farben Blau und Pink. Der 5-fache Zoombereich der acht Megapixel auflösenden Kamera reicht von umgerechnet 36 bis 180 mm, außerdem verfügt sie über 18 Aufnahmeprogramme und einen 2,7 Zoll großen LCD-Bildschirm und eine nachträgliche Korrektur roter Augen. Die FE-350 Wide stellt schließlich die Spitze der FE-Linie dar. Wie der Name schon verrät, verfügt die Kamera über ein Objektiv, das im Weitwinkel bei umgerechnet 28 mm beginnt und sich dank 4-fachem Zoombereich bis 112 mm erstreckt. Die Kamera verfügt ebenfalls über einen 8- Megapixel-CCD-Sensor, hat 16 Aufnahmeprogramme und mit drei Zoll den größten Bildschirm – ansonsten beinhaltet sie alle Funktionen der anderen beiden FE-Kameras, wobei das Metallgehäuse der ab Februar 2008 erhältlichen Kamera nur in Silber und Schwarz zu haben ist.

Die mju-Classic-Serie bei Olympus büßt eines ihrer bekanntesten Merkmale ein: den Spritzwasserschutz. Alle Kameras sind mit Gesichtserkennung, dualer Bildstabilisierung sowie der Perfect Fix-Funktion zur nachträglichen Beseitigung roter Augen ausgestattet. In dunklen Umgebungen hilft die Tastenbeleuchtung bei der Bedienung. Neu ist auch eine Funktion, die Panoramen bereits in der Kamera zusammensetzt. Die 8 Megapixel auflösende mju 840 verfügt über ein 5-faches Zoomobjektiv, das bei umgerechnet 36 mm beginnt und bei 180 mm endet. Ihr Bildschirm ist 2,7 Zoll groß und mit der HyperCrystal-Technologie ausgestattet. 20 Aufnahmeprogramme erhöhen die Qual der Wahl des richtigen Motivprogramms, dafür kann man sich an der Farbe des Metallgehäuses erfreuen, das es in Silber, Schwarz, Blau und Pink gibt. Die Kamera kostet ca. 250 EUR und ist ab Februar 2008 zu haben.

Die mju 1010 und 1020 unterscheidet nur ein Merkmal: Das Display der 1020 verfügt über die Hyper Crystal II Technologie. Ansonsten gleichen sich die beiden Kameras technisch gesehen: Das Objektiv hat einen 7-fachen Zoomfaktor von umgerechnet 37 bis 260 mm. Bei der Aufnahme hat der Benutzer die Wahl unter 23 Motivprogrammen, die die Bildaufnahme mit dem 10 Megapixel auflösenden CCD erleichtern sollen. Für Tauchgänger gibt es ein optionales Unterwassergehäuse, das 40 m mit in die Tiefe genommen werden kann. Den besseren Bildschirm muss man mit 50 EUR Aufpreis bezahlen, die mju 1010 kostet 330 EUR, die mju 1020 ca. 380 EUR. Beide Kameras gibt es in Silber und Schwarz, die mju 1010 zusätzlich noch in Blau, erhältlich sind sie ab Februar 2008.

Auf Robustheit getrimmt sind die mju 850 SW und die 1030 SW. Beide sind wasserdicht und stoßfest, wobei die 1030 SW besonders robust ausfällt. Beide Kameras verfügen über duale Bildstabilisierung, Gesichtserkennung, 24 Aufnahmeprogramme, Frostschutz bis -10 °C sowie eine Panoramafunktion, die die Bilder gleich in der Kamera zusammensetzt. Darüber hinaus gibt es Perfect Fix zur nachträglichen Behandlung roter Augen. Bis zu drei Meter tief kann man die mju 850 SW ins Wasser eintauchen, auch einen Sturz aus bis zu 1,5 m Höhe soll sie unbeschadet überstehen. Der 230.000 Bildpunkte auflösende LCD ist 2,5 Zoll groß und zeigt das Bild des 8 Megapixel auflösenden CCDs live an. Das Zoomobjektiv reicht von umgerechnet 38 bis 114 mm, was einem 3-fachen Zoomfaktor entspricht. Wer tiefer tauchen möchte, kann die Kamera in ein optional erhältliches Unterwassergehäuse stecken, das man 40 m tief mitnehmen kann. Das Metallgehäuse der ab Februar erhältlichen und 330 EUR teuren Kamera gibt es in Silber, Schwarz oder Pink.

Robustheitskönig unter den Kameras – nicht nur bei Olympus – ist zweifelsohne die 10 Megapixel auflösende mju 1030 SW. Bis zu 10 m tief kann sie ohne zusätzliches Gehäuse tauchen (40 m mit optionalem Unterwassergehäuse) und Stürze aus 2 m Höhe stellen kein Problem dar – obendrein ist das kratzfeste Gehäuse mit bis zu 100 kg belastbar. Auch die Ausstattung der 430 EUR teuren Kamera, die ab Februar 2008 in den Händlerregalen stehen soll, kann sich sehen lassen. Neben den gemeinsamen Eigenschaften mit der mju 850 SW verfügt sie über ein 3,6-faches Weitwinkelzoom, das entsprechend Kleinbild von 28 bis 102 mm reicht. Auch der 2,7 Zoll Bildschirm ist mit der Hyper Crystal II Technologie Oberklasse und löst 230.000 Bildpunkte auf.

Neben Fotos zeichnen die Kameras auch Videoas auf, allerdings ist die Dauer eines Clips bei 640 x 480 Bildpunkten und 30 Bildern pro Sekunde auf 9 Sekunden beschränkt. Laut Olympus liegt das an einer neuen EU-Bestimmung, die die Kameras sonst als Videokameras mit erhöhten Abgaben eingestuft hätte. Bei 320 x 240 Pixeln Auflösung und 15 Bildern pro Sekunde sind hingegen deutlich längere Videos möglich.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.