Größerer Sensor, lichtstarkes Objektiv

Endlich: High-End-Kompaktkamera MX-1 von Pentax

2013-01-07 Endlich steigt Pentax mit dem Modell MX-1 wieder in den Markt der Edelkompaktkameras mit größerem Sensor und lichtstarkem Objektiv ein. Zuletzt 2004 hatte der japanische Hersteller mit der Optio 750Z ein entsprechendes Modell im Programm. Dabei schwimmt die MX-1 auf der aktuellen Retro-Design-Welle, ohne aber bei der Ausstattung zu sparen: Ein Klappdisplay, ein 1/1,7-Zoll-Sensor und ein F1,8 lichtstarkes optisches Vierfachzoom gehören dazu.  (Benjamin Kirchheim)

Pentax MX-1 [Foto: Pentax]Das optische Vierfachzoom der Pentax MX-1 deckt einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 28 bis 112 Millimeter ab. Besonders hervorzuheben ist die hohe Lichtstärke von F1,8 im Weitwinkel und F2,5 in Telestellung. Der Makromodus erlaubt eine minimale Aufnahmedistanz von fünf Zentimeter im Weitwinkel und 20 Zentimeter in Telestellung. Um die Bildstabilisierung kümmert sich nicht etwa eine bewegliche Linsengruppe im Objektiv sondern der beweglich gelagerte CMOS-Bildsensor. Dieser setzt rückwärtig belichtete Technologie ein, was die Lichtempfindlichkeit der 12 Millionen Pixel erhöht. Außerdem handelt es sich um einen 1/1,7-Zoll-Sensor, der eine größere Abmessung als die üblichen 1/2,3-Zoll-Minisensoren besitzt. Die maximale Lichtempfindlichkeit beträgt ISO 12.800. Eine spezielle Nacht-Schnappschuss-Funktion nimmt bei Dunkelheit vier Bilder in schneller Folge auf und kombiniert diese zu einem einzigen scharfen, rauschfreien Bild, so dass ein Stativ verzichtbar werden soll.

Der Autofokus verfügt über 25 Messfelder und soll bei normalen Lichtverhältnissen in weniger als einer Zehntelsekunde fokussieren. Zur Unterstützung bei völliger Dunkelheit hat Pentax ein AF-Hilfslicht verbaut. Praktisch zeigt sich auch der rückwärtige Bildschirm, denn dank Klappmechanismus lässt er sich um 90 Grad nach oben und 60 Grad nach unten klappen. Sowohl bodennahe als auch Über-Kopf-Aufnahmen Pentax MX-1 [Foto: Pentax]sollten damit leichter gelingen. Die Bilddiagonale des Drei-Zoll-Bildschirms beträgt 7,6 Zentimeter, seine Auflösung liegt bei 920.000 Bildpunkten. Da die Pentax MX-1 über keinen Blitzschuh verfügt, kann man den fehlenden optischen Sucher leider nicht durch einen Aufstecksucher ausgleichen. Außerdem ist man zwingend auf den integrierten Blitz angewiesen, der bei Bedarf aufgeklappt werden kann. Den ambitionierten Anspruch unterstreicht die MX-1 durch die klassischen Belichtungsprogramme P/A/S/M, die direkt über das Programmwählrad abgerufen werden können. Aber auch Stellungen für die Automatik, die Motivprogramme, den Videomodus und sogar ein Benutzerspeicherplatz befinden sich hier, so dass man bevorzugte Kameraeinstellungen schnell im Zugriff hat.

Das optische Zoom wird über einen Hebel bedient, der den Auslöser umschließt. Zudem befinden sich ein Belichtungskorrekturrad sowie ein Bedienrad an der Kamera. 15 Digitalfilter lassen sich auf Fotos anwenden, neben JPEG können die Bilder aber auch im Raw-Format DNG auf der Speicherkarte (SD, SDHC oder SDXC) abgelegt werden. Benötigt man doch einmal ein JPEG, lässt es sich Pentax MX-1 [Foto: Pentax]direkt in der Kamera aus einer Raw-Aufnahme generieren, sogar verschiedene Einstellungen erlaubt die Pentax dabei. Zum Lieferumfang gehört die Version 3.0 der Raw-Entwicklungssoftware Silkypix Depeloper Studio. Doch die Pentax MX-1 taugt nicht nur als Foto-, sondern auch als Videokamera. Eine Direktaufnahmetaste erlaubt jederzeit die Aufzeichnung von Filmsequenzen in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde. Gespeichert wird mit H.264-Komprimierung (MPEG-4). Für ein ruhiges Bild soll bei Videoaufnahmen der elektronische Bildstabilisator sorgen. Bei VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) nimmt die Pentax auf Wunsch Videos im Zeitraffer oder in Zeitlupe auf. Der Mikro-HDMI-Anschluss erlaubt die Bild- und Videowiedergabe direkt auf modernen Flachbildfernsehern. Die weitere Ausstattung der Pentax MX-1 beinhaltet Sensoren für eine Infrarot-Fernbedienung an der Kameravorder- und Rückseite sowie eine digitale Wasserwaage für die exakte horizontale und vertikale Ausrichtung. Ab Februar 2013 soll die Pentax MX-1 in den Farben Schwarz und Schwarz-Silber zu einem Preis von knapp 500 EUR erhältlich sein. Die Gehäuseober- und Unterseite bestehen übrigens aus verchromtem Messing, das laut Pentax im Laufe der Jahre eine dezente Patina entwickeln soll.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.