Wasserdicht, stoßfest und frostsicher

Die neue Ricoh WG-60 wird da ausgepackt, wo andere einpacken müssen

2018-10-25 Mit der WG-60 stellt der japanische Kamerahersteller Ricoh sein neuestes Outdoormodell vor. Tauchtiefen bis zwei Meter hält sie ohne extra Gehäuse zwei Stunden lang aus, auch Frost bis -10 °C und Stürze aus einer Höhe von bis zu 1,6 Metern steckt die Ricoh WG-60 klaglos weg. Hinzu kommen eine Bruchfestigkeit bei einem Druck von bis zu 100 kg und staubdicht ist die kleine Kompaktkamera ebenfalls. Praktisch für Makroaufnahmen mit 16 Megapixeln sind die sechs LEDs, die rund um das Fünffachzoom angeordnet sind.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Ricoh WG-60 ist nach IPX8 wasserdicht sowie stoßfest, frostsicher, bruchfest und staubdicht (IPX6). [Foto: Ricoh]

    Die Ricoh WG-60 ist nach IPX8 wasserdicht sowie stoßfest, frostsicher, bruchfest und staubdicht (IPX6). [Foto: Ricoh]

  • Bild Die Ricoh WG-60 gibt es auch in Rot-Schwarz. Der Preis beträgt bei beiden Farbvarianten rund 250 Euro. [Foto: Ricoh]

    Die Ricoh WG-60 gibt es auch in Rot-Schwarz. Der Preis beträgt bei beiden Farbvarianten rund 250 Euro. [Foto: Ricoh]

Auch wenn die Ricoh WG-60 ein sehr robustes Gehäuse mit praktischen Makro-LEDs besitzt (minimale Aufnahmedistanz ein Zentimeter), ist sie technisch nicht unbedingt auf der Höhe der Zeit. Am 16 Megapixel auflösenden Bildsensor sowie dem optischen Fünffachzoom mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 28 bis 140 Millimetern ist nichts verkehrt, ein optischer Bildstabilisator fehlt jedoch. Die Videofunktion ist mit maximal Full-HD-Auflösung nicht mehr auf der Höhe der Zeit, WLAN gibt es nur per FlashAir-SD-Karte und der Bildschirm wirkt mir einer Diagonale von lediglich 2,7 Zoll (6,9 Zentimetern) und einer Auflösung von mageren 230.000 Bildpunkten ebenfalls etwas altbacken. Auch dass Ricoh ein intelligentes Zoom bis 1.000 Millimetern Brennweite verspricht, ist etwas weit hergeholt. Das Zoom arbeitet bei dieser "Brennweite" digital und kann dabei lediglich 0,3 Megapixel Auflösung des Bildsensors (entspricht etwa VGA) nutzen. Ein Flashback ins Jahr 1990 sozusagen.

Bis auf die explizite Kompatibilität zur FlashAir-Karte bietet die WG-60 gegenüber dem Vorgängermodell WG-50 keine Neuerungen. Für die Aufnahme stehen 20 Motivprogramme samt Motivautomatik, ein Kontrastautofokus und eine Gesichtserkennung für bis zu 32 Gesichter zur Verfügung. Bei einem Lächeln kann sie sogar automatisch auslösen. Hunde und Katzen erkennt die Ricoh ebenfalls. Der 16:9-Bildschirm (bei einem 4:3-Bildsensor, für das Livebild verkleinert sich also die aktiv genutzte Bildschirmfläche nochmals) soll dank seiner Anti-Reflexions-Beschichtung auch bei Sonnenschein noch abgelesen werden können. Die Full-HD-Videos landen mit H.264-Kompression auf der SD-Speicherkarte. Neben normalen Videos mit 30 Bildern pro Sekunde lassen sich auch Zeitlupen- und Intervallvideos aufnehmen. Der Wasserschutz entspricht übrigens IPX8, der Staubschutz IPX6. Ab November 2018 soll die Ricoh WG-60 in den Farben Schwarz und Rot zu einem Preis von knapp 250 Euro erhältlich sein. Das entspricht zwar der UVP des Vorgängermodells, aber immerhin verbirgt sich hier nochmal eine Neuerung: Die WG-50 war in Silber und Orange erhältlich.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 40, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.