Das Comeback des A-Team

Canons PowerShot A10 und A20 im Detail

2001-02-28 Lange hatte man nichts mehr vom "A-Team" der Canon PowerShot-Digitalkameraserie gehört; nach der PowerShot A5, A5 Zoom und A50 war es um diese Produktfamilie ruhig geworden – bis zur diesjährigen PMA. In unserer Kurzvorstellung am Eröffnungstag (13. Februar) der weltbekannten Fotomesse hatten wir über die "Wiederbelebung" der A-Serie mit der PowerShot A10 und A20 bereits berichtet. Jetzt folgt die ausführliche Produktbeschreibung der neuen PowerShots und das ausführliche Datenblatt.  (Yvan Boeres)

   Canon PowerShot A10 [Foto: Canon]
Canon PowerShot A20 [Foto: Canon]
  
Mit den ursprünglichen Mitgliedern der PowerShot-A-Familie haben die neuen PowerShot A10 und A20 von Canon nur noch sehr wenig gemeinsam. Das fängt bereits beim Design an, das sich vom "Brikettdesign" abwendet und nun rundlichere Formen annimmt. Die nebenstehenden Bilder zeigen am besten, welcher Wandel vollzogen wurde. Die beiden neuen PowerShots bringen nun auch etwas Farbe mit ins Spiel: Die PowerShot A10 kommt in Pastell-Metallicblau, während die PowerShot A20 einen champagnerfarbenen Metallicton aufweist. Beides sieht nicht mehr ganz so edel aus wie die gediegenen Metallgehäuse einer A5 oder A50, was allerdings auch im Preis seinen Niederschlag fand.

Geblieben ist das Konzept des integrierten Objektivdeckels: Bei Inbetriebnahme der Kamera öffnet sich dieser und verschwindet in die Objektivfassung, um das optische 3-fach-Zoom freizugeben. Das Objektiv ist bei beiden Modellen identisch, besteht aus neun Elementen in sieben Linsengruppen und offeriert in beiden Fällen einen Brennweitenbereich von 35 bis 105 Millimetern (entspr. Kleinbild, Lichtstärke F2,8 bis 4,8), der über einen stufenlosen Digitalzoom (2-fach bei der A10 und 2,5-fach bei der A20) erweitert werden kann. Für eine präzise Scharfeinstellung sorgt der 3-Punkt-AiAF-Autofokus der beiden Kameras, der Motive erfassen kann, die sich außerhalb der Bildmitte befinden. Im Normalbetrieb verrichtet der Autofokus ab einer Distanz von 76 cm seinen Dienst; im Makro-Modus sinkt die Nahgrenze auf 16 cm (in Weitwinkel-Position). Der Autofokus hat übrigens auch einen Einfluss auf die Belichtung: Die drei AF-Messfelder sind mit der mittenbetonten Integralmessung der Kamera gekoppelt, so dass die Programmautomatik der A10 und A20 (Verschlusszeitenbereich: 1/1.500 bis 1 Sekunde; Nennempfindlichkeit: ISO 100) das Licht praktisch dort misst, wo sich das Hauptmotiv befindet. Liefert die Belichtungsautomatik dennoch keine befriedigenden Ergebnisse oder will man bewusst die Bilder über- oder unterbelichten, kann man auf eine manuelle Belichtungskorrektur (+/- 2 Blenden in Drittelstufen) zurückgreifen. Der Weißabgleich lässt sich sowohl automatisch oder über Voreinstellungen (Tageslicht sonnig/bewölkt, Glühlampenlicht, Leuchtstoffröhrenlicht) einstellen.

Weiterhin verfügen die PowerShot A10 und A20 über einen eingebauten Mini-Blitz mit zahlreichen Funktionen (automatisch, erzwungen, aus, Rote-Augen-Verringerung, Langzeitsynchronisation), einen Panorama-Assistenten, eine Unendlichfunktion für Landschaftsaufnahmen, einen Monochrom-Modus (sprich: Schwarz-Weiß-Modus), eine Serienbildfunktion (bis zu 1,7 Bilder pro Sekunde in höchster Auflösung) sowie eine Stromversorgung über 4 Mignon Batterien. Wie die neue Digital Ixus 300 können die neuen PowerShot-Modelle A10 und A20 den – ebenfalls neuen – Miniaturdrucker CP-10 ansteuern und somit ohne PC ihre Bilder ausdrucken (die beiden neuen PowerShot sind übrigens mit dem DPOF-Bildbestellungsformat kompatibel). Die Verbindung zum Drucker als auch die Datenübertragung zum PC erfolgt über eine USB-Schnittstelle. In dem 250 Gramm leichten Gehäuse der A10 und A20 findet auch die CompactFlash-Wechselspeicherkarten des Typ I Platz, in beiden Fällen wird eine 8-MByte-Karte mitgeliefert.

Die PowerShot A10 liefert Fotos in einer Bildgröße von bis zu 1,3 Megapixeln (1.280 x 960 Bildpunkte) und die PowerShot A20 maximal 2,1 Megapixel (1.600 x 1.200 Bildpunkte). Das ist – neben der Gehäusefarbe – der wesentliche Unterschied zwischen beiden Modellen; die A20 verfügt darüber hinaus noch über einen Videoausgang (umschaltbar von PAL auf NTSC), den die A10 nicht besitzt. Natürlich lassen sich die Bilder auch während und nach der Aufnahme auf dem 1,5" großen LCD-Farbbildschirm (119.000 Pixel) begutachten.

Neben der Kamera und der Speicherkarte liegen den Kameras noch alle nötigen Kabel sowie eine "Digital Camera Solution"-CD bei. Diese enthält die Treiber für Windows und Mac-Plattformen sowie ein umfangreiches Softwarepaket: PhotoStitch für Panoramen, den Canon Zoombrowser EX (Apple Macintosh: Image Browser) für eine unkomplizierte Bildverwaltung, Canon Photo Record liefert kreativ gestaltete Fotoprints. Mit Remote Capture können die Kameras zusätzlich vom PC aus gesteuert werden. Weitere Infos zu der PowerShot A10 und A20 gibt es in den entsprechenden digitalkamera.de-Datenblättern zu jeder einzelnen dieser Kameras. Beide sollen im Mai im Handel verfügbar sein; der Preis steht zur Zeit noch nicht fest.

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