Premium-Kompaktkamera mit schnellem Autofokus

Canon präsentiert PowerShot G7 X mit 1"-Sensor

2014-09-15 Mit der PowerShot G7 X setzt Canon nach Sony, Nikon, Panasonic und Samsung als fünfter Hersteller auf den 1"-Sensor und verbaut ihn in einer Premium-Kompaktkamera mit lichtstarkem 4,2-fach-Zoom und Klapp-Touchscreen. 20 Megapixel löst der 13,2 x 8,8 Millimeter große Sensor auf. Der Autofokus des 24-100mm-Objektivs soll innerhalb von 0,14 Sekunden scharf stellen. Außerdem verfügt die Canon über ein eingebautes WLAN-Modul.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Canon PowerShot G7 X besitzt ein F1,8-2,8 lichtstarkes 4,2-fach-Zoom und deckt damit einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24-100 Millimeter ab. Verwackelungen reduziert der 5-Achsen-Bildstabilisator. [Foto: Canon]

    Die Canon PowerShot G7 X besitzt ein F1,8-2,8 lichtstarkes 4,2-fach-Zoom und deckt damit einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24-100 Millimeter ab. Verwackelungen reduziert der 5-Achsen-Bildstabilisator. [Foto: Canon]

  • Bild 20 Megapixel löst der 13,2 x 8,8 mm große 1"-Sender der Canon PowerShot G7 X auf und ermöglicht eine maximale Lichtempfindlichkeit von ISO 12.800. [Foto: Canon]

    20 Megapixel löst der 13,2 x 8,8 mm große 1"-Sender der Canon PowerShot G7 X auf und ermöglicht eine maximale Lichtempfindlichkeit von ISO 12.800. [Foto: Canon]

  • Bild Auf der Rückseite verfügt die Canon PowerShot G7 X über einen 7,5 Zentimeter großen Touchscreen, der sich für Selbstporträts um 180 Grad nach oben klappen lässt. [Foto: Canon]

    Auf der Rückseite verfügt die Canon PowerShot G7 X über einen 7,5 Zentimeter großen Touchscreen, der sich für Selbstporträts um 180 Grad nach oben klappen lässt. [Foto: Canon]

Den 1"-Sensor hat Sony mit seiner erfolgreichen RX100-Reihe populär gemacht und genau hier nimmt die Canon PowerShot G7 X viele Anleihen, wie unschwer zu erkennen ist. So bietet sie ein edel designtes Metallgehäuse ohne Handgriff mit markant sichtbarem Objektiv, das zudem über einen laut klickend einrastenden Einstellring verfügt. Es deckt bei einer Lichtstärke von F1,8-2,8 einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24-100 Millimeter ab. Die optische Konstruktion besteht aus elf Elementen in neun Gruppen, dabei kommen viele Spezialgläser zum Einsatz, um die Bildqualität zu verbessern. Die Irisblende verfügt über neun Blendenlamellen, was eine nahezu kreisrunde Öffnung für ein angenehmes Bokeh erzeugt. Auch ein optischer 5-Achsen-Bildstabilisator ist verbaut, er soll Verwacklungen von bis zu 3 EV längeren Belichtungszeiten als normalerweise möglich kompensieren. Schnell will die G7 X obendrein sein: Der 31-Punkt-Autofokus stellt laut Canon innerhalb von 0,14 Sekunden scharf, die Serienbildrate erreicht 6,5 Bilder pro Sekunde für 700 Fotos am Stück. Ermöglicht wird das dank des schnellen DIGIC 6 Bildprozessors.

Einen Blitz hat Canon zwar in das kompakte Gehäuse integriert, einen Blitzschuh oder gar einen elektronischen Sucher oder eine entsprechende Anschlussmöglichkeit gibt es nicht. Der simpel rein nach oben klappbare Touchscreen wirkt etwas einfallslos, eignet sich aber für bodennahe Aufnahmen sowie Selbstporträts. Der 7,5 Zentimeter große Bildschirm löst feine 1,04 Millionen Bildpunkte auf, ist berührungsempfindlich und bietet damit eine Touch-AF-Funktion. Aus insgesamt 58 Motivprogrammen kann die PowerShot automatisch das passend aussuchen, genauso lässt sich sich aber auch halbautomatisch oder manuell steuern. So bietet der Sensor etwa eine maximale Empfindlichkeit von ISO 12.800. Eingestellt wird das Programm über ein Programmwählrad, direkt darunter befindet sich ein Belichtungskorrekturrad.

Videos zeichnet die G7 X in Full-HD-Auflösung bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf (wahlweise 30 Bilder pro Sekunde), die Belichtung lässt sich dabei auf Wunsch manuell steuern. Dank WLAN und NFC kann die PowerShot Bilder mit mobilen Geräten teilen oder sie in Canons Clouddienst hochladen. Außerdem lässt sich die G7 X per WLAN mit der entsprechenden App fernsteuern. Ab Oktober 2014 soll die Canon PowerShot G7 X zu einem Preis von knapp 650 EUR im Handel erhältlich sein.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.