Aufgemotzte Konsumer-Kameras

Canon kündigt PowerShot SX210 IS, Ixus 210, 105 und 130 IS an

2010-02-08 Canon stellt vier neue Digitalkameras vor, darunter die PowerShot SX210 IS, die in einem kompakten Gehäuse 14 Megapixel Auflösung mit einem 28-392 mm (KB) 14fach-Zoom kombiniert. Außerdem merzt sie zahlreiche Mankos der Vorgängerin SX200 IS aus: Der Blitz kann auch eingeklappt bleiben und bei HD-Videoaufnahmen darf nun auch optisch gezoomt werden. Die Digital Ixus 210 IS ihrerseits besitzt einen 3,5"-Touchscreen, zoomt optisch 5fach von 24-120 mm (KB) und löst 14 Megapixel auf. Fast Zwillingsschwestern sind die ultrakompakten Ixus 130 IS und 105 IS: Die Auflösung beträgt 14 bzw. 12 Megapixel, sie zoomen optisch 4fach von 28-112 mm (KB) und besitzen einen 2,7"-Bildschirm.  (Benjamin Kirchheim)

Canon PowerShot SX210 IS [Foto: Canon]Um 14,1 Megapixel Auflösung auf einem 1/2,33" kleinen CCD-Bildsensor kommt auch Canon bei der PowerShot SX210 IS nicht herum. Daneben wurde auch das Objektiv aufgemotzt, das nun optisch 14fach von 28 mm Weitwinkel bis 396 mm Tele (jeweils bezogen auf das Kleinbildformat) zoomt. Es ist optisch bildstabilisiert. Eines der größten Mankos der Vorgängerin SX200 IS behebt das neue Zoomobjektiv: Man konnte bei Videoaufnahmen nicht optisch zoomen. Das ermöglicht in der SX210 IS nun ein leiserer Zoommotor. Auch die optische Bildstabilisierung soll bei Videoaufnahmen besonders effektiv sein und z. B. selbst im Gehen ein sehr ruhiges Videobild ermöglichen. Aufgezeichnet wird in HD-Auflösung (720p) bei 30 Bildern/s mit Stereoton. Neu ist dabei eine intelligente Automatikfunktion, die 18 verschiedene Aufnahmesituationen erkennt und die Kamera optimal darauf einstellt. Gestartet wird die Canon PowerShot SX210 IS [Foto: Canon]Filmaufnahme über die dedizierte Movie-Taste auf der Kamerarückseite. Für die HD-Wiedergabe darf ein HDMI-Anschluss (Mini-Ausführung) selbstverständlich nicht fehlen.

Im intelligenten Fotomodus unterscheidet die Kamera automatisch sogar zwischen 22 Motivsituationen. Motiv-Bewegungserkennung, Fotografen-Verwackelungserkennung, Gesichtserkennung, automatische Kontrastanpassung (Aufhellung der Schatten für bessere Durchzeichnung) und eine Rote-Augen-Retusche sorgen für einwandfreie Aufnahmen. Wer will, kann aber auch alles, d. h. insbesondere die Belichtung und den Fokus, manuell regeln. Für Selbstporträts hat sich Canon etwas Neues ausgedacht: den Zwinkerauslöser. So wird das Foto entweder erst gemacht, wenn der Fotograf Canon Digital Ixus 210 IS [Foto: Canon]ins Bild tritt und sein Gesicht erkannt wird oder wenn jemand zwinkert. Die vielen Automatiken und Erkennungsalgorithmen erfordern eine hohe Rechenleistung, die der Bildprozessor Digic 4 zur Verfügung stellt.

Die Bildkomposition erfolgt über den rückwärtigen 16:9-Bildschirm, der 3" (7,6 cm) in der Diagonale misst und 230.000 Bildpunkte auflöst. Seine Schutzscheibe besteht aus gehärtetem Glas und ist so besonders robust. Mitte März 2010 soll die Canon PowerShot ST210 IS für rund 350 EUR in den Farben Schwarz, Purpur und Gold auf den Markt kommen.

Den gewissen "Touch" hat dagegen die Digital Ixus 210 IS, denn sie verfügt über einen 3,5" (8,9 cm) großen und 461.000 Bildpunkte auflösenden Canon Digital Ixus 210 IS [Foto: Canon]Touchscreen, der die gesamte Gehäuserückseite einnimmt und sämtliche Bedienknöpfe verbannt. Doch auch das Objektiv kann mit seinen 24 mm Weitwinkel (KB) beeindrucken; es kann 5fach bis 120 mm (KB) zoomen und ist optisch bildstabilisiert. Der CCD-Bildsensor löst 14,1 Megapixel auf, Videos können in 720p aufgezeichnet und auch über den HDMI-Anschluss abgespielt werden. Automatikfunktionen garantieren ein sorgenfreies Fotografieren: Wie die SX210 IS wählt die Kamera automatisch aus 22 Motivprogrammen, erkennt Motivbewegungen, Gesichter, entfernt rote Augen etc. Fokussiert werden kann dank Touchscreen punktgenau auf ein bestimmtes Motivdetail, das anschließend sogar vom Autofokus verfolgt wird, falls es sich bewegt. Ab Mitte Februar 2010 soll die Ixus 210 IS zu einem Preis von 340 EUR in den Farben Silber, Gold, Schwarz und Pink erhältlich sein; sie ersetzt die Ixus 200 IS.

Canon Digital Ixus 130 IS [Foto: Canon]Wer es besonders kompakt (ca. 92 x 56 mm) mag, greift zur 22 mm dicken Digital Ixus 105 IS oder der etwas besser ausgestatteten und mit unter 18 mm flachsten Ixus aller Zeiten: der 130 IS. Beide verfügen über ein optisches 4fach-Zoom von 28-112 mm (KB), das optisch bildstabilisiert ist. Während die Ixus 105 IS 12,1 Megapixel auflöst, bringt es die 130 IS sogar auf 14,1 Megapixel. Mit dabei sind eine Motiverkennung für 18 bzw. 22 Situationen, Gesichts- und Bewegungserkennung, digitale Rote-Augen-Retusche, i-Contrast-Technologie und eine intelligente Blitzbelichtung. Die Rechenpower stellt der Dicic 4 zur Verfügung. Ein Gesichtserkennungs-Selbstauslöser und die Schärfenachführung (Letztere nur bei der Ixus 130 IS) komplettieren die Ausstattung. Beide Digitalkameras verfügen über einen 2,7" (6,9 cm) großen Bildschirm mit 230.000 Bildpunkten Auflösung. Die Ixus 130 IS Canon Digital Ixus 130 IS [Foto: Canon]zeichnet HD-Videos in 720p auf und verfügt über einen HDMI-Ausgang. Auf beides muss man in der Ixus 105 IS verzichten, sie zeichnet Videos in VGA auf.

Die Canon Digital Ixus 130 IS löst als Nachfolgerin die 100 IS und 120 IS ab und soll ab Mitte Februar 2010 zu einem Preis von rund 260 EUR in den Farben Silber, Schwarz, Orange und Pink in den Handel gelangen. Die Digital Ixus 105 IS hingegen löst die 95 IS ab und soll nur rund 190 EUR kosten. Sie wird ab Mitte Februar 2010 in den Farben Silber, Braun, Pink und Türkis erhältlich sein. Im Zubehörprogramm finden sich beispielsweise die Unterwassergehäuse WP-DC36 für die Ixus 105 und WP-DC37 für die Ixus 130, mit denen man bis zu 40 m tief tauchen kann.

Übrigens sind alle vier Neuvorstellungen kompatibel zu SD-, SDHC- und SDXC-Speicherkarten.

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.