Neueste Projektorentechnologie mit Fotomodus und 3D

Canon führt den XEED SX7 Mark II ein

2010-01-28 Mit dem XEED SX7 Mark II legt Canon die Messlatte in Sachen Profiprojektoren, die auch für Fotografen geeignet sind, ein Stückchen höher. Der Nachfolger des XEED SX7 verfügt neben den bereits im vorigen Modell angebotenen Ausstattungsmerkmalen wie SXGA+-Auflösung, einer Helligkeit von 4.000 Lumen, einem Kontrastumfang von 1.000:1, automatischer Scharfstellung des 1,7fachen Weitwinkelzoomobjektivs und Unterstützung von Adobe RGB und sRGB zusätzlich über einen Fotomodus und ein passives 3D-Verfahren. Der Fotomodus berücksichtigt Intensität und Farbton des Umgebungslichtes und sorgt so automatisch für die bestmögliche Bilddarstellung. Passend zum neuen Projektor bietet Canon ein neues Farbkalibrierungstool an, mit dem Gammawerte abgeglichen und der Farbraum angepasst werden können.  (Daniela Schmid)

Mit Hilfe dieses Tools soll es zu einem "späteren Zeitpunkt" (Zitat Canon) möglich sein, mehrere Projektoren farblich aufeinander abzustimmen. Dazu benötigt man eine Canon EOS- oder PowerShot-Kamera, die – auf einem Stativ montiert – mehrere Aufnahmen der verschiedenen Projektionsflächen an einen PC mit aktivierter Kalibrationssoftware schickt. Im Computer erfolgt die Kalibrierung, und die Werte werden an die Projektoren weitergegeben und dort gespeichert. Wann genau der "spätere Zeitpunkt" sein wird, hat Canon allerdings noch nicht festgelegt. Bis dahin lassen sich aber bereits zwei XEED-Projektoren für die 3D-Darstellung nutzen. Das Verfahren ist passiv, d. h. die eingesetzten Projektoren benötigen jeweils einen Polarisationsfilter vor ihren Objektiven. Ein Gerät produziert dabei links-, das andere rechtsdrehende Lichtwellen. Mithilfe einer 3D-Brille, wie man sie aus dem Kino kennt, filtert jedes Auge nur ein Bild vom jeweils rechten oder linken Projektor heraus. Die unterschiedlichen Informationen werden dann im Gehirn zu einem räumlichen Bild zusammengesetzt. Die beiden eingesetzten XEED-Projektoren müssen so hintereinander höhenversetzt positioniert werden, dass sie ihre Bilder deckungsgleich auf eine spezielle Leinwand übertragen. Das erreicht man am besten über die digitale Lens-Shift-Funktion. Um die 3D-Darstellung auch wirklich umsetzen zu können, benötigt man außerdem einen leistungsstarken Rechner mit entsprechender Grafikkarte und zwei Ausgängen. Die beiden Projektoren erhalten die von einer 3D-Wiedergabe-Software erstellten Bildinformationen über die DVI-Schnittstelle.

Der XEED SX7 Mark II arbeitet mit LCOS-Panels. LCOS steht für "Liquid Chrystal on Silicon". Diese Technologie verbaut Canon üblicherweise in XEED-Projektoren. Sie soll – zusammen mit dem hauseigenen optischen System AISYS – die bestmögliche Farbdarstellung und Schärfe ermöglichen. Die sehr gute Ausstattung zusammen mit den Extras Fotomodus und 3D-Option machen den SX7 Mark II zu einer hochwertigen, aber nicht eben günstigen Variante der Fotopräsentation. Der ab April 2010 erhältliche Projektor soll stolze 5.300 EUR kosten; Polarisationsfilter, Spezialleinwand etc. kommen noch extra dazu.

Canon XEED SX7 Mark II [Foto: Canon]
Hersteller Canon
Modell XEED SX7 Mark II
Panel-Technologie LCOS (3 Panels à 15 x 11 mm)
Auflösung (Pixel) SXGA+ 1.400 x 1.050
Seitenverhältnis 4:3
Zoombereich des Objektivs 1,7fach
Fokussierung motorbetrieben/manuelle Scharfstellung
Lampe NSAH (275 W)
Helligkeit (Lumen) 4.000 (3.200 im Silent-Modus)
Kontrastumfang 1.000:1
Projektionsabstand (m) 1,2-9,0
Trapezkorrektur (Keystone) Vertikal: ± 20° (automatisch/manuell)
horizontal: ± 20° (manuell)
Schnittstellen/Anschlüsse DVI-I 29-polig (digitaler/analoger RGB-Eingang),
Mini D-Sub 15polig (analoger RGB-Eingang 2 und –Ausgang),
1 x RCA (Composite-Video-Eingang),
3 x 3,5 mm Miniklinke Stereo (Audio-Eingang 1-3),
3,5 mm Miniklinke Stereo (regelbar) (Audio-Ausgang),
USB Typ B (Mausanschluss),
Mini D-Sub 9-polig (Service-Port, Projektorsteuerung)
Besondere Funktionen passives 3D-Verfahren mit zweitem XEED-Projektor,
Fotomodus
Sonstiges optional Farbkalibrierungstool
Abmessungen (Stellfläche x Bauhöhe) (cm) 26,6 x 33,6 x 11,4
Gewicht (kg) 4,8
Markteinführungstermin April 2010
Preisempfehlung (ca. EUR) 5.300

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Daniela Schmid

Daniela Schmidhat in Augsburg Sprachen studiert, bevor sie nach einem halben Jahr in einer PR-Agentur für IT-Firmen in die Verlagsbranche wechselte. Ab 2004 war sie als festangestellte Redakteurin für die Magazine Computerfoto und digifoto zuständig. Während eines dreijährigen Auslandsaufenthaltes in der Nähe von New York berichtete sie als freie Autorin für digitalkamera.de von der PMA, CES und der PhotoPlus Expo aus Las Vegas und New York und übernahm die Zuständigkeit für die Rubrik Zubehör. Seit 2009 testet sie auch regelmäßig Kameras.