Profioptiken

Canon bringt EF 500mm 1:4L IS II USM und EF 600mm 1:4L IS II USM

2011-02-07 Sie wurden bereits letztes Jahr auf der Photokina angekündigt, jetzt kommen Canons neue Superteleobjektive mit Brennweiten von 500 und 600 mm auf den Markt. Sie schicken die Modelle EF 500mm 1:4L IS USM und EF 600mm 1:4L IS USM in den Ruhestand. Genaue Daten zur Markteinführung und zum Preis hält Canon zwar immer noch zurück, aber die technischen Details stehen. Dazu gehören zwei völlig neu konstruierte Gehäuse, die Gewichtseinsparungen von 27 Prozent beim EF 600mm 1:4L IS II USM und 17 Prozent beim EF 500mm 1:4L IS II USM ermöglichen. Auch der optische Aufbau wurde neu gestaltet und die aktuelle Version des Bildstabilisators verbaut. Auf der CP+ im japanischen Yokohama kündigt Canon außerdem die Entwicklung des EF 200-400mm 1:4L IS USM Extender 1,4x an.  (Daniela Schmid)

Canon EF 600 mm 4.0 L IS II USM [Foto: Canon]Der optische Aufbau der beiden Superteles besteht aus je 16 Linsen in 12 Gruppen. Dabei sind jeweils zwei Fluoritlinsen integriert, die laut Canon für hoch aufgelöste, kontrast- und detailreiche Bilder von der Mitte bis zum Bildrand garantieren sollen. Streulicht und Blendenreflexe soll die Super-Spectra-Vergütung verhindern, eine der Linsen hat die SWC-Vergütung (SubWavelengst Structure Coating) erhalten. Diese Art Vergütung nutzt kegelförmige Strukturen, die kleiner als eine Wellenlänge von sichtbarem Licht sind und so das vom Bildsensor zurückgeworfene Streulicht reduziert. Front- und Hinterlinse sind jeweils mit einer Wasser abweisenden Fluor-Beschichtung versehen, damit Wasserspritzer auf der Frontlinse abperlen und die Aufnahme nicht stören.

Die Gewichtsreduzierung des Gehäuses hat Canon mit einer Konstruktion aus Magnesiumlegierung und Titanelementen erreicht. Dazu kommt die aktuelle Version des Bildstabilisators, der bis zu vier Blendenstufen länger aus der Hand fotografieren erlaubt. Dank neuer Algorithmen hat Canon den IS-Modus 2 bei Kameraschwenks noch effektiver gestalten können. Ein dritter Modus aktiviert den Bildstabilisator nur während der Belichtung, was sich besonders für schnelle und unregelmäßige Motivbewegungen eignet. Zur weiteren Ausstattung der beiden Objektive gehören die lichtstarke Anfangsöffnung von F4 und ein ringförmiger Ultraschallmotor (USM). Auch Canon EF 500 mm 4.0 L IS II USM [Foto: Canon]bei aktiviertem Autofokus kann manuell in die Scharfstellung eingegriffen werden. Dazu kommt der PowerFocus, ein Modus der manuellen Scharfstellung via Fokusring, der sich besonders für Filmaufnahmen eignet. Beide Objektive gehören der professionellen Canon L-Serie an und stehen damit für absolute Hochwertigkeit und Bedienungskomfort. Letzteren ermöglicht Canon durch entsprechend platzierte Bedienelemente, wie z. B. der Positionierung der AF-Stop-Taste am vorderen Objektivtubus; sie kann durch Drehen des Griffs verändert werden. Dazu kommen Stativadapter unterschiedlicher Längen und ein neuer Drehmechanismus für den Stativsockel, der einen umkomplizierten Wechsel von Hoch- zu Querformat erlauben soll. Ein Kensington-Sicherheitsschloss sorgt für die nötige Sicherheit. Zum Preis und zur Marktverfügbarkeit hat sich Canon noch nicht geäußert. Weitere technische Details sind den Datenblättern in den weiterführenden Links zu entnehmen.

Erstmals auf der CP+ in Japan wird Canon einen Prototypen des EF 200-400mm 1:4L IS USM Extender 1,4x vorstellen. Dieses sich noch in der Entwicklung befindliche Telezoom mit integriertem Extender soll aber noch 2011 in den Verkauf gehen. Der Extender kann in den Strahlengang des Objektivs gebracht werden, wodurch sich die Brennweite auf 280 bis 560 mm verlängert. Die Lichtstärke beträgt dann F5,6 statt F4. Das Objektiv, das ebenfalls der L-Serie angehören wird, soll über eine wetterfeste Konstruktion verfügen.

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Daniela Schmid

Daniela Schmidhat in Augsburg Sprachen studiert, bevor sie nach einem halben Jahr in einer PR-Agentur für IT-Firmen in die Verlagsbranche wechselte. Ab 2004 war sie als festangestellte Redakteurin für die Magazine Computerfoto und digifoto zuständig. Während eines dreijährigen Auslandsaufenthaltes in der Nähe von New York berichtete sie als freie Autorin für digitalkamera.de von der PMA, CES und der PhotoPlus Expo aus Las Vegas und New York und übernahm die Zuständigkeit für die Rubrik Zubehör. Seit 2009 testet sie auch regelmäßig Kameras.