Stereoskopisches Wechselobjektiv

Canon RF 5.2mm F2.8 L Dual Fisheye für 180-Grad-3D-VR-Aufnahmen

2021-10-06 Mit seinem neuen RF 5.2mm F2.8 L Dual Fisheye will Canon 180-Grad-VR-Aufnahmen revolutionieren. Es handelt sich um das erste Wechselobjektiv, das stereoskopische 180-Grad-Bilder auf einem einzigen Kamerasensor abbildet. Das soll 3D-VR-Aufnahmen, egal ob Foto oder Video, deutlich vereinfachen. Auch eine passende Software sowie ein Plug-in für Adobe Premiere Pro bietet Canon an.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Das Canon RF 5,2 mm F2.8 L Dual Fisheye ist zwei Objektive in einem, was 3D-VR-Aufnahmen mit 180 Grad Bildwinkel erlaubt. [Foto: Canon]

    Das Canon RF 5,2 mm F2.8 L Dual Fisheye ist zwei Objektive in einem, was 3D-VR-Aufnahmen mit 180 Grad Bildwinkel erlaubt. [Foto: Canon]

Bisher mussten 3D-VR-Aufnahmen mit zwei separaten Kameras erfolgen, was einen erheblichen Aufwand bedeutet, und zwar nicht nur bezüglich Montage und Ausrichtung der Kameras für die Aufnahme, sondern auch bei der Steuerung, etwa der Blendeneinstellung. All das soll das neue Canon RF 5.2mm F2.8 L Dual Fisheye deutlich vereinfachen. Auch minimale Abweichungen der Einzelbilder werden so effektiv vermieden.

Dank der beiden nach vorne gerichteten Objektive mit 60 Millimetern Linsenabstand soll ein sehr natürlicher 3D-Bildeindruck entstehen. Die Blenden der beiden F2,8 lichtstarken Objektive werden elektromagnetisch gesteuert und können auf bis zu F16 geschlossen werden. Sie bestehen jeweils aus sieben Lamellen. Dank einer cleveren Faltkonstruktion des Strahlengangs ist die Projektion zweier Bilder mit sogar jeweils 190 Grad Bildwinkel auf einen einzigen Kamerasensor möglich.

  • Bild Das Canon RF 5,2 mm F2.8 L Dual Fisheye ist mit 5,3 Zentimetern ziemlich flach und mit 350 Gramm auch nicht besonders schwer. [Foto: Canon]

    Das Canon RF 5,2 mm F2.8 L Dual Fisheye ist mit 5,3 Zentimetern ziemlich flach und mit 350 Gramm auch nicht besonders schwer. [Foto: Canon]

Das Canon RF 5.2mm F2.8 L Dual Fisheye trägt den roten Ring der L-Objektivserie. Der optische Aufbau der beiden Objektive besteht jeweils aus zwölf Linsen, die in zehn Gruppen angeordnet sind. Zwei UD-Elemente pro Objektiv sollen optische Fehler minimieren. Zudem kommt die SWC-Vergütung (SubWavelength Structure Coating) von Canon zum Einsatz, die Reflexionen, Streulicht und Geisterbilder effektiv unterdrücken soll. Auf der Rückseite des Objektivs lassen sich Gelatinefilter einsetzen. Auf den Frontlinsen ist eine schmutzabweisende Fluorvergütung aufgebracht, außerdem befindet sich am Bajonett eine Dichtlippe. Die Naheinstellgrenze beträgt 20 Zentimeter, womit sich ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:33 erreichen lässt.

Angeschlossen an einer 8K-Kamera, aktuell bietet das nur die Canon EOS R5, lösen die Einzelbilder laut Canon knapp unter 4K auf. Selbstverständlich lassen sich alle Videofunktionen der Kamera nutzen, etwa die Log3-Aufzeichnung sowie 12 Bit Farbtiefe in Raw und auch die Fernsteuerung via Camera Connect App. Da sich beide Einzelbilder in einem Bild befinden, wird die Postproduktion, etwa das Colour-Grading, deutlich vereinfacht. Passend dazu bietet Canon die Software EOS VR Utility sowie das EOS VR Plug-in für Adobe Premiere Pro an, um die Einzelbilder in einer gleichwinkliges 180-Grad-VR-Format zu konvertieren. Die Ausgabeauflösung beträgt dabei 8K. Ab Dezember 2021 soll das Canon RF 5.2mm F2.8 L Dual Fisheye zu einem Preis von knapp 2.200 Euro erhältlich sein.

Hersteller Canon
Modell RF 5,2 mm F2.8 L Dual Fisheye
Unverbindliche Preisempfehlung 2.199,00 €
Bajonettanschluss Canon RF
Brennweite 5,2 mm
Lichtstärke (größte Blende) F2,8
Kleinste Blendenöffnung F16
KB-Vollformat ja
Linsensystem 12 Linsen in 10 Gruppen
inkl. ED Linse(n)
Anzahl Blendenlamellen 7
Naheinstellgrenze k. A.
Bildstabilisator vorhanden nein
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde Kein Filtergewinde
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 121 x 84 mm
Objektivgewicht 350 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.