Weitwinkelzoom

Canon RF 14-35 mm F4 L IS USM vorgestellt

2021-06-29 Mit dem Ultraweitwinkelzoom RF 14-35 mm F4 L IS USM ergänzt Canon sein Objektivprogramm für das noch junge Vollformat-R-System um das bisher weitwinkligste Objektiv. Es deckt nicht nur vom Ultraweitwinkel bis zum Weitwinkel einen spannenden Brennweitenbereich ab, sondern ist obendrein ist das 21. RF-Objektiv auch noch mit einem Bildstabilisator ausgestattet. Dem kurzen Auflagemaß des R-Systems ist zu verdanken, dass das Objektiv sehr kompakt ausfällt und nur 540 Gramm wiegt.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Mit einem diagonale Bildwinkel von maximal 114 Grad ist das Canon RF 14-35 mm F4 L IS USM das bisher weitwinkligste Objektiv im jungen R-System. [Foto: Canon]

    Mit einem diagonale Bildwinkel von maximal 114 Grad ist das Canon RF 14-35 mm F4 L IS USM das bisher weitwinkligste Objektiv im jungen R-System. [Foto: Canon]

Das neue Canon RF 14-35 mm F4 L IS USM ergänzt die beiden Objektive RF 24-105 mm F4 L IS USM und RF 70-200 mm F4 L IS nach unten und bildet mit ihnen eine sogenannte Trinity-Reihe mit durchgehender Lichtstärke von F4. Da sich alle drei Objektive bei der Brennweite etwas überlappen, erspart man sich den einen oder anderen Objektivwechsel. Übrigens ist das RF 14-35 mm das zoomstärkste Objektiv seiner Art. Der Filterdurchmesser beträgt bei allen drei Objektiven 77 Millimeter.

16 Linsen, die in zwölf Gruppen angeordnet sind, sollen für eine hohe Bildqualität sorgen. Dabei korrigieren drei asphärische und drei UD-Linsen optische Fehler, wobei eine der Linsen gleichzeitig aus UD-Glas besteht und asphärisch geschliffen ist. Die Linsenvergütungen Subwavelength Structure Coating (SWC) und Air Sphere Coating (ASC) sollen Linsenreflexionen minimieren und so für hohe Kontraste ohne Geisterbilder sorgen.

Die Fokussierung übernimmt ein Nano-USM-Motor, wobei eine Hintergliedfokussierung zum Einsatz kommt. Die Naheinstellgrenze beträgt 20 Zentimeter, womit ein ungewöhnlich großer maximaler Abbildungsmaßstab von 1:2,6 erreicht wird. Darüber hinaus besitzt das Weitwinkelzoom einen optischen Bildstabilisator, der bis zu 5,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten ermöglichen soll. Der Bildstabilisator arbeitet mit dem Sensor-Shift-Bildstabilisator der Canon EOS R5 und R6 zusammen, wobei sich die Effektivität sogar auf 7 Blendenstufen erhöht.

Dank des großen Bajonettdurchmessers kombiniert mit dem geringen Auflagemaß konnte Canon das RF 14-35 mm F4 L IS USM recht kompakt und leicht konstruieren. Es wiegt lediglich 540 Gramm, ist zehn Zentimeter lang und misst 8,4 Zentimeter im Durchmesser. Zum Vergleich: Das EF-Objektiv 16-35 mm 4 L IS USM wiegt 615 Gramm und ist 1,3 Zentimeter länger, obwohl es einen geringeren Bildwinkel besitzt. Apropos Bildwinkel: Der beträgt beim 14-35 mm maximal 114 Grad diagonal.

Wie alle höherwertigen RF-Objektive besitzt auch das 14-35 mm einen Steuer-Ring, der je nach Konfiguration verschiedene Funktionen übernehmen kann. Er besitzt Raststufen, die sich vom Canon-Service auf Wunsch deaktivieren lassen, beispielsweise für Videoanwendungen. Als L-Objektiv ist es zudem gegen Spritzwasser und Staub geschützt. Ab September 2021 soll das Canon RF 14-35 mm F4 L IS USM zu einem Preis von gut 1.820 Euro erhältlich sein. Sowohl eine passende Streulichtblende als auch eine Tasche gehören zum Lieferumfang.

Hersteller Canon
Modell RF 14-35 mm F4 L IS USM
Unverbindliche Preisempfehlung 1.819,00 €
Bajonett Canon RF
Brennweitenbereich 14-35 mm
Lichtstärke (größte Blende) F4 (durchgängig)
Kleinste Blendenöffnung F22
Linsensystem 16 Linsen in 12 Gruppen
inkl. ED und asphärische Linsen
KB-Vollformat ja
Anzahl Blendenlamellen 9
Naheinstellgrenze 200 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 77 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 84 x 100 mm
Objektivgewicht 540 g

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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 43, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.