Erweiterung des DSLR-Angebots

Canon EOS 750D und 760D für normale und ambitionierte Hobbyfotografen

2015-02-06 Mit den beiden Modellen EOS 750D und 760D stellt Canon gleich zwei Nachfolgemodelle der EOS 650D vor, während die EOS 700D weiterhin im Programm bleibt. Sowohl die 750D als auch die weitgehend identische 760D verwenden einen neuen APS-C großen CMOS-Sensor mit 24,2 Megapixeln Auflösung und einem stark verbesserten Hybrid CMOS AF III im Live-View-Betrieb, der auch Videoaufnahmen zu Gute kommt. Der Unterschied zwischen 750D und 760D liegt im fortschrittlicheren Bedieninterface der 760D.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die Canon EOS 750D soll die 650D ablösen, während die 700D weiterhin im Angebot bleibt. [Foto: Canon]

    Die Canon EOS 750D soll die 650D ablösen, während die 700D weiterhin im Angebot bleibt. [Foto: Canon]

  • Bild 24,2 Megapixel löst der neue APS-C CMOS-Sensor der Canon EOS 750D auf. Er verfügt über den neuen Hybrid CMOS AF III, der deutlich schneller arbeitet als das Vorgängersystem. [Foto: Canon]

    24,2 Megapixel löst der neue APS-C CMOS-Sensor der Canon EOS 750D auf. Er verfügt über den neuen Hybrid CMOS AF III, der deutlich schneller arbeitet als das Vorgängersystem. [Foto: Canon]

  • Bild Auf der Rückseite bietet die Canon EOS 750D einen dreh- und schwenkbaren Touchscreen mit drei Zoll Bilddiagonale und über einer Million Bildpunkten Auflösung. [Foto: Canon]

    Auf der Rückseite bietet die Canon EOS 750D einen dreh- und schwenkbaren Touchscreen mit drei Zoll Bilddiagonale und über einer Million Bildpunkten Auflösung. [Foto: Canon]

  • Bild Die Canon EOS 750D besitzt ein gut erreichbares Programmwählrad zum schnellen Wechsel des Aufnahmeprogramms. [Foto: Canon]

    Die Canon EOS 750D besitzt ein gut erreichbares Programmwählrad zum schnellen Wechsel des Aufnahmeprogramms. [Foto: Canon]

Das Programmwählrad liegt bei der 760D auf der linken statt auf der rechten Schulter, zudem ist es verriegelbar. Auf der rechten Schulter bleibt damit Platz für ein kleines Statusdisplay. Auch auf der Rückseite unterscheiden sich die Bedieninterfaces: Während die 750D simple Vier-Richtungs-Tasten besitzt, ist die 760D mit einer Kreuzwippe und einem umschließenden zweiten Einstellrad versehen. Damit soll die 760D Käufer ansprechen, denen die Ausstattung der 750D zwar genügt, aber gerne ein Bedieninterface hätten, das dem der 70D ähnlicher ist. Ebenfalls der 760D vorbehalten ist der Näherungssensor am Spiegelreflexsucher, der eine automatische Abschaltung des Bildschirms ermöglicht, sobald die Kamera ans Auge genommen wird.

Gleich ist bei den beiden neuen Schwestern hingegen die technische Ausstattung. So besitzen sie etwa einen drei Zoll großen Bildschirm mit über einer Million Bildpunkten Auflösung. Der Monitor lässt sich drehen und schwenken, was Aufnahmen aus allen möglichen Perspektiven erlaubt. Zudem handelt es sich um einen Touchscreen mit einem bedienfreundlichen Touch-Interface, falls man die 750D beziehungsweise 760D nicht per Tasten und Menüs bedienen möchte.

Der neue APS-C-Sensor in CMOS-Bauweise löst 24,2 Megapixel auf und bietet einen Empfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis 12.800. Der CMOS-Sensor ist mit Phasen-Autofokussensoren ausgestattet, um im Live-View mittels Hybrid CMOS AF III eine besonders schnelle Fokussierung zu ermöglichen. Dieses System kommt auch in der ebenfalls heute vorgestellten spiegellosen Systemkamera EOS M3 zum Einsatz. Ein Vorseriengerät zeigte eindrucksvoll, dass der Autofokus im Live-View nach vielen Versuchen Canons nun endlich deutlich schneller geworden ist, auch wenn er nicht an die Spitzenmodelle anderer Hersteller heran reicht. Die Fokuszeiten lagen mit einem STM-Objektiv aber deutlich unter einer Sekunde statt wie bisher bei zwei bis vier Sekunden. Der Bildverarbeitung soll der Bildprozessor Digic 6 auf die Sprünge helfen. Zwar löst die 750D sechs Megapixel mehr auf als die 700D, aber die Serienbildrate bleibt bei fünf Bildern pro Sekunde. Der schnellere Autofokus bleibt aber der Spiegelreflexautofokus bei Verwendung des Suchers. Der Autofokus arbeitet mit 19 Kreuzsensoren und bietet eine schnelle Fokussierung und auch Fokusnachführung beispielsweise für Sportaufnahmen.

  • Bild Bei der Canon EOS 760D handelt es sich um eine 750D mit verbessertem Bedieninterface. [Foto: Canon]

    Bei der Canon EOS 760D handelt es sich um eine 750D mit verbessertem Bedieninterface. [Foto: Canon]

  • Bild So besitzt die Canon EOS 760D ein verriegelbares Programmwählrad sowie ein kleines Statusdisplay auf der Oberseite. [Foto: Canon]

    So besitzt die Canon EOS 760D ein verriegelbares Programmwählrad sowie ein kleines Statusdisplay auf der Oberseite. [Foto: Canon]

  • Bild Auf der Rückseite besitzt die Canon EOS 760D ein zweites Einstellrad, außerdem sorgt der Näherungssensor am Sucher für ein automatisches Abschalten des Bildschirms, sobald man die Kamera ans Auge nimmt. [Foto: Canon]

    Auf der Rückseite besitzt die Canon EOS 760D ein zweites Einstellrad, außerdem sorgt der Näherungssensor am Sucher für ein automatisches Abschalten des Bildschirms, sobald man die Kamera ans Auge nimmt. [Foto: Canon]

Videos nehmen beide Schwestern mit Full-HD-Auflösung im MP4-Format auf. Auch hier greift, insbesondere mit STM-Objektiven, der neue Hybrid CMOS AF III, der für weiche Fokusübergänge und eine kontinuierliche Schärfenachführung sorgen soll. Der 760D vorbehalten sind Kreativeffekte für Videos, etwa eine HDR-Movie-Funktion oder der Miniatureffekt. Bei einer modernen Kamera darf natürlich das WLAN nicht fehlen, dank NFC lassen sich die EOS 750D und 760D zudem ganz simpel mit einem Mobilgerät verbinden, um Fotos zu übertragen oder die Kamera fernzusteuern.

Ab Mai 2015 soll die Canon EOS 750D für knapp 700 Euro erhältlich sein. Die 760D soll 750 Euro kosten und ebenfalls ab Mai erhältlich sein. Alle Details zu den beiden neuen DSLRs sind unseren Datenblättern zu entnehmen.


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Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 41, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.