Labortest-Protokoll Version 4.1

Canon EOS-1Ds Mark II mit Tamron AF 28-300 mm 3.5-6.3 XR Di AD LD ASL IF Macro (A061)

Auflösung

In der kurzen Brennweite fällt die Auflösung von guten Werten in der Bildmitte deutlich zum Rand hin ab. In der mittleren und langen Brennweite ist der Randabfall insgesamt niedriger, die Auflösung aber inakzeptabel. In der kurzen und langen Brennweite zeigt sich eine deutliche richtungs- und farbabhängige Streuung der Auflösung, was auf die beim Vollformat stärker auftretenden optischen Fehler am Bildrand zurück zu führen ist.

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Richtungsabhängigkeit der Auflösung: Note 1,0


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Linearer Wirkungsgrad und Nettodateigröße

BrennweiteWirkungsgradNettodateigröße
28 mm51 %12.858 KByte
90 mm45 %9.928 KByte
300 mm38 %6.892 KByte
Unkomprimierte Bruttodateigröße: 48.672 KByte

Eingeschränkter durchschnittlicher Wirkungsgrad in der kurzen Brennweite, und schlechter durchschnittlicher Wirkungsgrad in der mittleren und langen Brennweite. Die Detailaufbereitung ist dabei durchschnittlich, die Kamera ist mittel für die anspruchsvolle Bildbearbeitung geeignet ist.

Wirkungsgrad: Note 6,0 Nettodateigröße: Note 5,3 (bezogen auf Referenzwert)
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Feine Bildstrukturen und Artefakte

Original-Testbild: Artefakte

Die Kamera zeigt mit diesem Objektiv bei waagerechten Strukturen leicht farbige Low-Pass-Filter-Artefakte. Der Kontrast bei schrägen Strukturen lässt deutlich nach und helligkeitsdominierte Artefakte durch das Demosaicing treten bei feinsten Strukturen deutlich auf. Bei fallenden Diagonalen kommt es jenseits der Auflösungsgrenze zu sichtbaren Farbmoiré-Effekten. Die Eignung für anspruchsvolle Bildbearbeiter ist durchschnittlich bis eingeschränkt.

Artefaktestufe: Note 3,0
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Scharfzeichnung

Die Scharfzeichnung ist absolut niedrig bis nicht vorhanden. Damit bietet die Kamera maximale Flexibilität in der Nachbearbeitung. Diese ist allerdings auch nötig, denn für die gewohnte Wahrnehmung können die Bilder etwas flau erscheinen. Alternativ empfiehlt es sich ggf. die kamerainterne Scharfzeichnung anzuheben.

Scharfzeichnung: Note 1,2
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Original-Testbild (2-fach vergrößert): Scharfzeichnung

Randabdunklung

In allen Brennweiten zeigt sich eine starke für den Vollformatsensor typische Randabdunklung. Auch wie in diesem Test um ein bis zwei Stufen abgeblendet ist sie sehr deutlich. In der kurzen und langen Brennweite ist sie relativ homogen, in der mittleren zeigt sie erst zum äußeren Bildrand einen spontanen Vignettierungsaspekt.

Höhe der Randabdunklung: Note 3,3 Wahrnehmbarkeit der Randabdunklung: Note 3,1
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Verzeichnung

BrennweiteVerzeichung
28 mm-3,3 % tonnenförmig
90 mm2,1 % kissenförmig
300 mm1,7 % kissenförmig

Das Objektiv zeigt in der Weitwinkelposition eine extrem starke tonnenförmige Verzeichnung. In der mittleren und langen Brennweite ist die Verzeichnung sehr stark kissenförmig.

Verzeichnung: Note 5,4


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Farbwiedergabe

Sehr neutrale und gut differenzierte Wiedergabe der Testvorlage. Ausgezeichnet implementierter manueller Weissabgleich.


Rauschverhalten

Bei ISO 100 ist das Rauschen sehr gut bis ausgezeichnet. Der Charakter ist sehr angenehm weich mit überwiegendem Helligkeitsrauschen. Die Verteilung ist gut.

Rauschen: Note 2,5 (bezogen auf Referenzwert)
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Original-Testbild: Rauschen
Original-Testbild (2-fach vergrößert): Rauschen

Signalübertragung

Hervorragende Eingangsdynamik nach der DCTau 4.1 Skalierung von 8,8 Blendenstufen. Die Tonwertwiedergabe zeigt eine etwas weiche Lichterwiedergabe, die Mittentöne sind etwas ungleichmäßig und die Schatten sehr gut. Die Ausgangsdynamik ist sehr gut.

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Signalübertragung
Eingabedynamik8,8 Blendenstufen
Schatten3
Lichter253
Ausgabedynamik250
Eingangsdynamik: Note 1,4 (bezogen auf Referenzwert) Ausgangsdynamik: Note 2,5
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Komprimierung

BildgrößeDateigrößeFaktor
48.673 KByte4.498 KByte10,8
25.313 KByte2.481 KByte10,2
18.433 KByte1.948 KByte9,5
12.169 KByte1.349 KByte9,0

Die scheinbare Komprimierung ist auf den ersten Blick etwas hoch, was allerdings auch durch das niedrige Rauschen und die defensive Scharfzeichnung bedingt ist. So lassen sich Dateien bei gleicher Qualität stärker komprimieren. Für individuelle Ansprüche kann die Komprimierung intern sehr flexibel angepasst werden.

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Gesamteindruck

KriteriumGewichtungNote
Richtungsabhängigkeit der Auflösung 5 %1,0
Wirkungsgrad12 %6,0
Nettodateigröße*10 %5,3
Artefakte10 %3,0
Verzeichnung12 %5,4
Scharfzeichnung10 %1,2
Höhe der Randabdunklung 8 %3,3
Wahrnehmbarkeit der Randabdunklung 8 %3,1
Rauschen*10 %2,5
Eingangsdynamik*10 %1,4
Ausgangsdynamik 5 %2,5
Gesamtnote3,3

* Referenzwerte für DSLR-Kameras:
Eingangsdynamik 9,1 Blendenstufen;
Referenzwert Rauschen 1,5;
Nettodateigröße 49.496 KByte

Noten entsprechend deutschem Schulnoten-System:
1 = sehr gut
2 = gut
3 = befriedigend
4 = ausreichend
5 = mangelhaft
6 = ungenügend

Die Canon EOS-1Ds Mark II stellt mit ihrem höchstauflösenden Vollformatsensor extreme Ansprüche an das gesamte System. Ihre Dynamik, das Rauschen und die Scharfzeichnung sind dabei deutlich am professionellen Bildbearbeiter und Anwender ausgerichtet. Ihr Artefaktverhalten mit diesem hochauflösenden Objektiv ist durchschnittlich bis etwas eingeschränkt. Das Extremzoomobjektiv ist ein Modell für den Einsteiger, das für einen attraktiven Preis und eine kompakte Bauweise eine hohe Flexibilität bieten soll. Damit stellt es bereits in der filmbasierten Fotografie einen Leistungskompromiss dar. Die extremen Anforderungen der EOS 1Ds Mark II kann es bezüglich der Auflösung nicht erfüllen und ist für diese Kamera nicht geeignet. Die Randabdunklung unterliegt den gegenüber Film erhöhten Problemen des Vollformatsensors und ist ebenfalls sehr deutlich.

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Weiterführende Links des Objektivs Tamron AF 28-300 mm 3.5-6.3 XR Di AD LD ASL IF Macro (A061)

Labortest-Protokoll-Auswahl

Derzeit stehen 1.810 Labortests zur Verfügung.

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Labortest-Versionen

Die Zahlen in eckigen Klammern in den Ausklapp-Menüs und Links zeigen, über welchen Informationsumfang das jeweilige Protokoll verfügt:

[v3.x] DCTau-Messverfahren: Auflösung Bildmitte-Rand, Richtungsabhängigkeit, Wir- kungsgrad und Nettodateigröße, Artefaktnote und Kommentar, Scharfzeichnung horiz./vertikal, Randabdunklung, Verzeichnung, Rauschverhalten, Signalüber- tragung, Komprimierung, Einzel- noten und Gesamtnote. Kom- mentare zu jedem Abschnitt sowie Fazit.

[v4.x] Wie 3.x, jedoch zusätz- lich mit Original-Testbildern für Artefakte, Scharfzeichnung und Rauschen.

[v5.0] Wie 4.x, jedoch zusätz- lich mit Auflösung bei mehreren Blenden, Rauschverhalten bei allen ISO-Werten (inkl. Aus- schnitten aus Testbildern), Eingangsdy- namik bei allen ISO-Werten, ausführlicheres Fazit statt Einzelkommentare zu jedem Abschnitt.

[v5.0+] Wie 5.0 jedoch zusätz- lich mit Autofokus-Geschwin- digkeit/Auslöseverzögerung.

[v6.x] Neues Messverfahren (DxO für Bildqualität, Image Engineering für die Auslöse- verzögerung und Autofokus- geschwindigkeit) mit neuen Diagrammen und ausführlichen Erklärungen sowie Ablesehilfen. Die Messungen erfolgen in Blenden- und ISO-Reihen, soweit es die Kamera- einstellungen zulassen. Bei Objektivtests und Kameratests sind folgende Diagramme enthalten: Schärfeabfall Bildmitte-Rand, Rand- abdunklung, Verzeichnung, Chromatische Aberration, Auflösung (bei Objektivtests an allen damit gemessenen Kameras ). Bei Kameratests zusätzlich: Schärfeartefakte, tatsächliche ISO-Empfindlich- keit, Signal-Rauschabstand, Texturschärfe, Korngröße, Luminanzrauschen, Farb- rauschen, Eingangsdynamik, Tonwertübertragungskurve, Ausgangs-Tonwertumfang, Farbtreue, Farbabweichung, Weißabgleichsgenauigkeit, tatsächliche Farbtiefe, Auslöseverzögerung und Autofokusgeschwindigkeit sowie Blitzausleuchtung.


Bewertungshilfe

Die Texte im Testprotokoll sind die Original-Kommentare des Testers. Sie enthalten häufig auch qualitative Bewertungen, die wir Ihnen hier in die bekannten Schulnoten übersetzen:

Formulierung
Schulnote
hervorragend
1 (sehr gut)
ausgezeichnet
1 (sehr gut)
sehr gut
2 (gut)
gut
3 (befriedigend)
mittel
4 (ausreichend)
eingeschränkt
4 (ausreichend)
schlecht
5 (mangelhaft)
inakzeptabel
6 (ungenügend)
kritisch
6 (ungenügend)
nicht geeignet
6 (ungenügend)
ungeeignet
6 (ungenügend)