Labortest-Protokoll Version 4.1

Sony Alpha 700 mit 75-300 mm 4.5-5.6 (SAL75300)

Auflösung

In allen drei Brennweiten ist die Auflösung von der Bildmitte zum Bildrand sehr gleichmäßig. Insgesamt zeigt das Objektiv eine sehr konstante Auflösung über dem Bildfeld. Die Richtungsabhängigkeit der Auflösung ist in der kurzen Brennweite gut, in der mittleren und langen Brennweite ist sie normal, zeigt aber in Letzterer merkliche Streuungen in den Farbkanälen, was eine etwas ungleichmäßige Wiedergabe erzeugt.

Hilfe anzeigen

Richtungsabhängigkeit der Auflösung: Note 1,0


Hilfe anzeigen

Linearer Wirkungsgrad und Nettodateigröße

BrennweiteWirkungsgradNettodateigröße
113 mm60 %12.821 KByte
225 mm70 %17.400 KByte
450 mm71 %17.774 KByte
Unkomprimierte Bruttodateigröße: 35.645 KByte

Mittlerer bis eingeschränkter Wirkungsgrad der Auflösung in der kurzen Brennweite, guter Wirkungsgrad in der mittleren und langen Brennweite. Die Aufbereitung feiner Bilddetails ist dabei sehr angenehm zurückhaltend, was zu einer guten Eignung für die anspruchsvolle Bildbearbeitung führt. Artefaktnote 2,0.

Wirkungsgrad: Note 3,5 Nettodateigröße: Note 4,6 (bezogen auf Referenzwert)
Hilfe anzeigen

Feine Bildstrukturen und Artefakte

Original-Testbild: Artefakte

Die Kamera hat eine mittlere Aufbereitung feiner Bilddetails und Strukturen, die von dem Objektiv merklich gedämpft wird. Bei horizontalen und vertikalen Strukturen zeigen sich nur sehr leichte Farbmoirés. An steigenden diagonalen Strukturen entstehen sichtbare Farb- und Helligkeitsmoirés und leichtes Aliasing. Insgesamt gut für die korrekte Wiedergabe feinster Strukturen und Texturen geeignet.

Artefaktestufe: Note 1,8
Hilfe anzeigen

Scharfzeichnung

Die Scharfzeichnung ist auf einem guten bis sehr guten Niveau, sie zeigt eine sichtbare Dominanz in hellen Bildbereichen, an hellen Kanten kann es zu einem leichten Weiß-Clipping kommen. Die Richtungsabhängigkeit der Scharfzeichnung und die Symmetrie der Kanten sind ausgezeichnet. Damit wendet sich die Kamera an anspruchsvollere Anwender.

Scharfzeichnung: Note 1,5
Hilfe anzeigen




Randabdunklung

Das Objektiv zieht sichtbare Vorteile aus dem für Kleinbild gerechneten größeren Bildkreis. Leicht abgeblendet zeigt es in der kurzen und mittleren Brennweite eine hervorragend niedrige Randabdunklung, in der langen Brennweite ist sie merklich mit einem leicht spontanen Vignettierungscharakter.

Höhe der Randabdunklung: Note 1,3 Wahrnehmbarkeit der Randabdunklung: Note 1,0
Hilfe anzeigen

Verzeichnung

BrennweiteVerzeichung
113 mm-0,1 % tonnenförmig
225 mm0,6 % kissenförmig
450 mm0,7 % kissenförmig

Bei der Verzeichnung wirken sich der Kleinbildbildkreis und die längere Brennweite positiv aus. In der kurzen Brennweite ist die Verzeichnung praktisch nicht relevant, in der mittleren und langen Brennweite ist die kissenförmige Verzeichnung merklich, aber nicht kritisch.

Verzeichnung: Note 2,0


Hilfe anzeigen

Farbwiedergabe

Bei automatischem Weißabgleich lieferte die Kamera eine sehr neutrale Wiedergabe der Testtafel mit sehr differenzierter Wiedergabe der einzelnen Farbkanäle. Die mittleren Helligkeiten zeigen dabei einen erhöhten Kontrast.


Rauschverhalten

Seine bevorzugte Empfindlichkeit hat die Kamera bei ISO 200, die Eingangsdynamik ist dabei mit 8,9 Blendenstufen ausgezeichnet. Die Ausgangsdynamik ist gut bis mittel, der Kontrast der etwas gedämpften Schwärzen verträgt für beste Bildergebnisse eine Nachbearbeitung. Die OECF ist deutlich invers-S-förmig, was die Lichter- und die Schattenwiedergabe weicher macht und die Mittentöne kontrastreicher darstellt. Diese Abstimmung verbessert den subjektiven Schärfeneindruck und verstärkt die sichtbar wahrgenommene Randabdunklung. Die Genauigkeit der Tonwertwiedergabe wird dabei eingeschränkt, was in der Praxis Anwender mit Color Management und eine reduzierte Eignung für Studioreproduktionen betrifft. Die wahrgenommene Wiedergabe geht in Richtung "visual pleasantness" und wendet sich an schnelle Fotografie und Pressearbeit.

Rauschen: Note 2,5 (bezogen auf Referenzwert)
Hilfe anzeigen



Signalübertragung

Seine bevorzugte Empfindlichkeit hat die Kamera bei ISO 200, die Eingangsdynamik ist dabei mit 8,9 Blendenstufen ausgezeichnet. Die Ausgangsdynamik ist gut bis mittel, der Kontrast der etwas gedämpften Schwärzen verträgt für beste Bildergebnisse eine Nachbearbeitung. Die OECF ist deutlich invers-S-förmig, was die Lichter- und die Schattenwiedergabe weicher macht und die Mittentöne kontrastreicher darstellt. Diese Abstimmung verbessert den subjektiven Schärfeneindruck und verstärkt die sichtbar wahrgenommene Randabdunklung. Die Genauigkeit der Tonwertwiedergabe wird dabei eingeschränkt, was in der Praxis Anwender mit color management und eine reduzierte Eignung für Studioreproduktionen betrifft. Die wahrgenommene Wiedergabe geht in Richtung "visual pleasantness" und wendet sich an schnelle Fotografie und Pressearbeit.

Hilfe anzeigen

Signalübertragung
Eingabedynamik8,9 Blendenstufen
Schatten6
Lichter254
Ausgabedynamik249
Eingangsdynamik: Note 1,1 (bezogen auf Referenzwert) Ausgangsdynamik: Note 2,8
Hilfe anzeigen

Komprimierung

BildgrößeDateigrößeFaktor
35.645 KByte7.062 KByte5,0
35.645 KByte3.001 KByte11,9
35.645 KByte2.137 KByte16,7
18.770 KByte4.368 KByte4,3
18.770 KByte2.032 KByte9,2
18.770 KByte1.470 KByte12,8

Die Komprimierung ist mit einer Abstufung von 1:5, 1:12 und 1:17 in der höchsten Auflösung als vorbildlich zu bezeichnen und bietet einen klaren Schwerpunkt auf verlustfreier hochwertiger Datenaufbereitung.

Hilfe anzeigen


Gesamteindruck

KriteriumGewichtungNote
Richtungsabhängigkeit der Auflösung 5 %1,0
Wirkungsgrad12 %3,5
Nettodateigröße*10 %4,6
Artefakte10 %1,8
Verzeichnung12 %2,0
Scharfzeichnung10 %1,5
Höhe der Randabdunklung 8 %1,3
Wahrnehmbarkeit der Randabdunklung 8 %1,0
Rauschen*10 %2,5
Eingangsdynamik*10 %1,1
Ausgangsdynamik 5 %2,8
Gesamtnote2,1
* Referenzwerte für DSLR-Kameras:
Eingangsdynamik 9,1 Blendenstufen;
Referenzwert Rauschen 1,5;
Nettodateigröße
49.496 KByte


Noten entsprechend deutschem Schulnoten-System:
1 = sehr gut
2 = gut
3 = befriedigend
4 = ausreichend
5 = mangelhaft
6 = ungenügend

Die Abstimmung der Sony Alpha 700 ist klar: hohe Empfindlichkeit bei niedrigem Rauschen und hoher Eingangsdynamik für kontrastreiche Motive. Die Tonwertwiedergabe ist dabei sehr deutlich auf schnelle, ansprechende Fotografie getrimmt und nicht auf korrekte Objektreproduktion. Angenehm sind dabei die saubere Scharfzeichnung und die nicht aggressive Detailaufbereitung. Die Komprimierung ist außergewöhnlich qualitätserhaltend. Das Telezoom ist ein für diese Preisklasse solide gefertigtes Modell mit insgesamt ausgewogenen Ergebnissen. Bei der Auflösung, Verzeichnung und Randabdunklung zeigt es keinerlei unangenehme Einschränkungen oder Kompromisse, wobei ihm klar der größere Bildkreis zu Gute kommt. Das für Film konzipierte Objektiv liefert auch an dieser relativ hoch auflösenden APS-Kamera gute Ergebnisse.

Hilfe anzeigen


Labortest-Protokoll-Auswahl

Derzeit stehen 1.806 Labortests zur Verfügung.

Labortests von Kameras mit festem Objektiv
Labortests von Kameras mit Wechselobjektiv
Labortests von Objektiven

Labortest-Protokoll-Suche

Labortest-Flatrate

Um unbeschränkten Zugriff auf alle Labortests zu haben, können Sie eine Flatrate buchen.

Labortest-Versionen

Die Zahlen in eckigen Klammern in den Ausklapp-Menüs und Links zeigen, über welchen Informationsumfang das jeweilige Protokoll verfügt:

[v3.x] DCTau-Messverfahren: Auflösung Bildmitte-Rand, Richtungsabhängigkeit, Wir- kungsgrad und Nettodateigröße, Artefaktnote und Kommentar, Scharfzeichnung horiz./vertikal, Randabdunklung, Verzeichnung, Rauschverhalten, Signalüber- tragung, Komprimierung, Einzel- noten und Gesamtnote. Kom- mentare zu jedem Abschnitt sowie Fazit.

[v4.x] Wie 3.x, jedoch zusätz- lich mit Original-Testbildern für Artefakte, Scharfzeichnung und Rauschen.

[v5.0] Wie 4.x, jedoch zusätz- lich mit Auflösung bei mehreren Blenden, Rauschverhalten bei allen ISO-Werten (inkl. Aus- schnitten aus Testbildern), Eingangsdy- namik bei allen ISO-Werten, ausführlicheres Fazit statt Einzelkommentare zu jedem Abschnitt.

[v5.0+] Wie 5.0 jedoch zusätz- lich mit Autofokus-Geschwin- digkeit/Auslöseverzögerung.

[v6.x] Neues Messverfahren (DxO für Bildqualität, Image Engineering für die Auslöse- verzögerung und Autofokus- geschwindigkeit) mit neuen Diagrammen und ausführlichen Erklärungen sowie Ablesehilfen. Die Messungen erfolgen in Blenden- und ISO-Reihen, soweit es die Kamera- einstellungen zulassen. Bei Objektivtests und Kameratests sind folgende Diagramme enthalten: Schärfeabfall Bildmitte-Rand, Rand- abdunklung, Verzeichnung, Chromatische Aberration, Auflösung (bei Objektivtests an allen damit gemessenen Kameras ). Bei Kameratests zusätzlich: Schärfeartefakte, tatsächliche ISO-Empfindlich- keit, Signal-Rauschabstand, Texturschärfe, Korngröße, Luminanzrauschen, Farb- rauschen, Eingangsdynamik, Tonwertübertragungskurve, Ausgangs-Tonwertumfang, Farbtreue, Farbabweichung, Weißabgleichsgenauigkeit, tatsächliche Farbtiefe, Auslöseverzögerung und Autofokusgeschwindigkeit sowie Blitzausleuchtung.


Bewertungshilfe

Die Texte im Testprotokoll sind die Original-Kommentare des Testers. Sie enthalten häufig auch qualitative Bewertungen, die wir Ihnen hier in die bekannten Schulnoten übersetzen:

Formulierung
Schulnote
hervorragend
1 (sehr gut)
ausgezeichnet
1 (sehr gut)
sehr gut
2 (gut)
gut
3 (befriedigend)
mittel
4 (ausreichend)
eingeschränkt
4 (ausreichend)
schlecht
5 (mangelhaft)
inakzeptabel
6 (ungenügend)
kritisch
6 (ungenügend)
nicht geeignet
6 (ungenügend)
ungeeignet
6 (ungenügend)