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Fotos auf 4K-Fernsehern: Amazon FireTV 4K

2018-06-27, aktualisiert 2018-06-29 "Fire TV mit 4K Ultra HD und Alexa-Sprachfernbedienung (Anhängerform)" ist die offizielle Typenbezeichnung dieses Geräts bei Amazon. Wir nennen das Teil hier vereinfacht "FireTV 4K". Es macht einen "normalen" Fernseher preisgünstig und einfach zum vollwertigen Smart-TV, arbeitet (eingesteckt in einen Fernseher und bei vorhandener Internet-Verbindung) autark. Eine Bluetooth-Fernbedienung mit Sprachsteuerung wird mitgeliefert. Amazon Prime Video, Netflix und zahlreiche Apps der Programmanbieter (außer YouTube) sind vorhanden. Aber wie sieht es mit der Wiedergabe von Fotos aus?  (Jan-Markus Rupprecht)

  • Bild Der PhotoGuru Medienplayer ermöglicht den Zugriff auf zahlreiche Quellen. Diese müssen bzw. können für jeweils 3 bis 4 Euro einzeln "freigekauft" werden. [Foto: MediaNord]

    Der PhotoGuru Medienplayer ermöglicht den Zugriff auf zahlreiche Quellen. Diese müssen bzw. können für jeweils 3 bis 4 Euro einzeln "freigekauft" werden. [Foto: MediaNord]

  • Bild Öffnet man einen Ordner, werden die Fotos zunächst als Miniaturen dargestellt und können von dort aus gezielt ausgewählt werden. [Foto: MediaNord]

    Öffnet man einen Ordner, werden die Fotos zunächst als Miniaturen dargestellt und können von dort aus gezielt ausgewählt werden. [Foto: MediaNord]

  • Bild Solange der Zugang für eine Quelle nicht freigeschaltet wurde, wird ein Banner eingeblendet, der besagt, dass es sich um einen kostenlosen Testmodus handelt. So kann man immerhin vor dem Kauf ausprobieren, ob alles funktioniert, wie es soll. [Foto: MediaNord]

    Solange der Zugang für eine Quelle nicht freigeschaltet wurde, wird ein Banner eingeblendet, der besagt, dass es sich um einen kostenlosen Testmodus handelt. So kann man immerhin vor dem Kauf ausprobieren, ob alles funktioniert, wie es soll. [Foto: MediaNord]

  • Bild Die Freischaltung der einzelnen Quellen kostet 3,00 bis 3,99 Euro. Wenn man drei Quellen kauft, sollten derzeit alle Quellen freigeschaltet werden (zeitlich begrenzte Aktion). [Foto: MediaNord]

    Die Freischaltung der einzelnen Quellen kostet 3,00 bis 3,99 Euro. Wenn man drei Quellen kauft, sollten derzeit alle Quellen freigeschaltet werden (zeitlich begrenzte Aktion). [Foto: MediaNord]

Smart-TV nachrüsten  Wie kommen eigentlich die eigenen Inhalte, oder generell 4K-Inhalte, in hoher Qualität auf den 4K-Fernseher? Den Anschluss des eigenen Desktop- oder Notebook-PC haben wir schon in früheren Fototipps besprochen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, anstelle eines Computers ein spezielles Wiedergabegerät an einen der HDMI-Anschlüsse anzustecken, falls der Fernseher nicht schon direkt eine Smart-TV-Funktion eingebaut hat (herstellerspezifisches Smart-TV oder Android-TV). Die bekanntesten Vertreter sind Google Chromecast, Amazon FireTV und Apple TV jeweils in den 4K/UHD-Versionen, die wir jeweils in einem eigenen Fototipp auf die Anwendung für Fotografen hin untersuchen.

  • Bild Der Amazon Fire TV 4K wird mit einer Alexa Sprachfernbedienung geliefert. Die Bedienung ist sehr einfach und die Suche auf Knopfdruck per Sprache funktioniert sehr gut. [Foto: Amazon]

    Der Amazon Fire TV 4K wird mit einer Alexa Sprachfernbedienung geliefert. Die Bedienung ist sehr einfach und die Suche auf Knopfdruck per Sprache funktioniert sehr gut. [Foto: Amazon]

Der aktuelle FireTV 4K ist nicht das erste 4K/Ultra-HD-fähige FireTV-Modell. Amazon hatte sehr früh ein UHD-fähiges Gerät im Programm, nicht in Anhängerform, sondern als kleines Tischgerät. Diesem ersten 4K-FireTV trauern noch heute nicht wenige Interessenten nach, denn das ältere 4K-Modell hatte noch eine Netzwerkschnittstelle direkt eingebaut und einen USB-2-Schnittstelle und einen MicroSD-Card-Steckplatz. Diese Geräte erzielen gebraucht hohe Preise auf eBay.

Das aktuelle Modell (aus 2017) in Anhängerform ist deutlich kleiner und grundsätzlich mindestens ebenso leistungsfähig und sein Preis mit 79,99 Euro sehr günstig. Mit dabei ist eine Sprachfernbedienung, die praktischerweise per Funk und nicht per Infrarot funktioniert, was schon deshalb notwendig ist, weil der kleine FireTV-Anhänger quasi unsichtbar und für Infrarotfernbedienungen unerreichbar hinterm Fernseher in der HDMI-Buchse hängt. Wer nicht allein auf WLAN/WiFi vertrauen und das Gerät lieber per RJ45-Netzwerkkabel anschließen will, kann für 14,99 Euro einen Netzwerkadapter kaufen und diesen zwischen Netzteil und FireTV-Anhänger stecken. So entsteht allerdings doch ein unschöner Kabelverhau hinterm Fernseher, denn das Netzwerkkabel muss dort ja auch noch irgendwie hin. Nicht umsonst hat die Vorgängerversion, die alles in einem kleinen Kästchen enthielt, und die man unauffällig irgendwo verstauen und mit einem normalen HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbinden konnte, viele Fans. Wer das Gerät aber mit WLAN betreiben will, bekommt mit der 2017er Version enorm viel Leistung in einem winzig kleinen Gerät zu einem unschlagbar günstigen Preis.

  • Bild Für den Amazon Fire TV 4K (auch passend für die FullHD-Version) gibt es einen Netzwerkadapter als Zubehör, der zwischen FireTV und Netzkabel gesteckt wird. Zusammen mit dem Netzwerkkabel entsteht dann hinter dem Fernseher ein unansehnlicher Kabelverhau. [Foto: MediaNord]

    Für den Amazon Fire TV 4K (auch passend für die FullHD-Version) gibt es einen Netzwerkadapter als Zubehör, der zwischen FireTV und Netzkabel gesteckt wird. Zusammen mit dem Netzwerkkabel entsteht dann hinter dem Fernseher ein unansehnlicher Kabelverhau. [Foto: MediaNord]

Und auch Einrichtung und Bedienung wissen zu überzeugen. Anders als das im letzten Fototipp besprochene Google ChromeCast Ultra, hat das FireTV 4K eine eigene Benutzeroberfläche und arbeitet völlig autark, d. h. man braucht die mitgelieferte Fernbedienung, einen Fernseher und einen WLAN-Zugang, mit dem man sich verbinden kann. Mehr nicht. Keinen PC, kein Smartphone. Wer mehr Komfort will, kann eine Bluetooth-Tastatur verbinden. Auch ein Bluetooth-Kopfhörer lässt sich übrigens ebenso einfach koppeln und nutzen. Ist das FireTV an einer HDMI-Buchse angeschlossen, die CEC (Consumer Electronics Control) unterstützt, lässt sich das meiste vom FireTV auch mit der Fernbedienung vom Fernseher bedienen, was ganz nett ist, denn die Fernseher-Fernbedienung braucht man sowieso in Griffweite – der Amazon-Fernbedienung fehlen nämlich Tasten zur Lautstärkeregelung. Wer nicht umständlich per Bildschirmtastatur nach Inhalten suchen will, kann einfach den Amazon-Assistenten Alexa verwenden. Dazu drückt man einfach die Mikrofontaste an der Fernbedienung und sagt z. B. "Filme in 4K finden". Die Fernbedienung lauscht also nicht die ganze Zeit, dann wären die beiden AAA-Batterien ruckzuck leer.

Dominant auf der Startseite erscheinen meist Teaser für Filme auf Amazon Prime Video oder auch Werbung für Apps. Der Amazon-Videodienst ist auch direkt in die Bedienoberfläche eingebunden, für alles startet man eine App. Ideal ist die Amazon-Lösung deshalb natürlich vor allem für Amazon-Prime-Kunden, die mit dem FireTV dann nicht nur ihren Fernseher in ein SmartTV verwandeln, sondern auch gleich ein umfangreiches Angebot an Filmen und Serien nutzen können. Inhalte, die nicht am kostenlosen Prime-Video teilnehmen, können einzeln gekauft werden. Dieser Kauf erfolgt aktuell noch nicht über den Stick, sondern im Webshop von Amazon, also per PC/Mac, Tablet oder Smartphone – eigentlich eine unnötige Hürde bei der Bedienung, andererseits aber auch zusätzliche Sicherheit.

  • Bild Startseite des FireTV-Betriebssystems. Amazon Prime Video ist direkt integriert. Für alles andere startet man eine App. Die Bedienung erfolgt über die mitgelieferte Bluetooth-Fernbedienung und ist wirklich einfach. [Foto: MediaNord]

    Startseite des FireTV-Betriebssystems. Amazon Prime Video ist direkt integriert. Für alles andere startet man eine App. Die Bedienung erfolgt über die mitgelieferte Bluetooth-Fernbedienung und ist wirklich einfach. [Foto: MediaNord]

Trotz der starken Ausrichtung auf das Amazon-eigene Videostreaming ist der FireTV-Anhänger recht universell nutzbar. Etliche Apps sind schon vorinstalliert (wie beispielsweise Netflix) und viele weitere lassen sich bequem nachinstallieren, darunter auch die Mediatheken-Apps praktisch aller bei uns relevanten Fernsehsender. Auf dem App-Store hat allerdings Amazon den Daumen drauf und liegt zudem mit Google im Klinsch, wodurch die YouTube-App, die auf den FireTV-Geräten bis Ende 2017 noch installiert war, nun nicht mehr funktioniert. Als "Hack" bietet Amazon zwei Internet-Browser für seine FireTV-Geräte an, in denen sich dann YouTube aufrufen lässt und zumindest in einer Version für große Fernseher erscheint. Bedienungsfreundlichkeit und Komfort sind jedoch weit hinter die frühere native App zurückgefallen. Für die gelegentliche Nutzung von YouTube mag das gerade so gehen, wer aber wirklich viel YouTube schaut, wird damit wahrscheinlich nicht wirklich glücklich.

Da das FireTV-Betriebssystem auf Android basiert, finden sich im Internet viele Anleitungen, wie man Apps installieren kann, die nicht direkt von Amazon angeboten werden. Wer die Anleitungen Schritt für Schritt befolgt, wird wahrscheinlich zum Ziel kommen. Auf diese Weise kann dann beispielsweise der Kodi-Medienplayer auf dem FireTV-Anhänger installiert werden oder auch der bekannte VLC-Player. Obwohl solche Versionen durchaus für die Nutzung am Fernseher und mit einer einfachen Fernbedienung gemacht sind, kann die Bedienung bisweilen komplex und umständlich werden. Von Versuchen, Programme zu installieren, die eigentlich einen Touchscreen am Handy voraussetzen oder gar nur im Hochformat-Modus funktionieren, kann ich nur abraten. Sie sind am FireTV praktisch unbedienbar. Solcherlei Aktionen sind aber von Amazon auch nicht gewollt und man kann dafür niemandem einen Vorwurf machen. Solange man sich an den Apps im Amazon-Store bedient, ist wirklich alles sehr einfach und komfortabel bedienbar.

Fortsetzung auf Seite 2

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Jan-Markus Rupprecht

Jan-Markus Rupprecht, 53, fotografiert mit Digitalkameras seit 1995, zunächst beruflich für die Technische Dokumentation. Aus Begeisterung für die damals neue Technik gründete er 1997 digitalkamera.de, das Online-Portal zur Digitalfotografie, von dem er bis heute Chefredakteur und Herausgeber ist. 2013 startete er digitalEyes.de als weiteres Online-Magazin, das den Bogen der digitalen Bildaufzeichnung noch weiter spannt.