Kamera-Tests Auswahl

Hersteller
Kameras


Steckbrief
Hersteller Sony
Modell Alpha SLT-A58
Preis ca. 450 EUR
Sensor Auflösung 20 Megapixel
Max. Bildauflösung 5.456 x 3.632
(Seitenverhältnis) (3:2)
Objektiv F3,5-5,6/18-55 mm
Filtergewinde 55 mm
Sucher elektronisch, 1,4 Millionen Bildpunkte
  Dioptrienausgleich -4 bis + 4 dpt.
LCD-Monitor 2,7" (6,9 cm)
  Auflösung 460.800
  drehbar
  schwenkbar ja
  als Sucher ja
Videoausgang HDMI
Programmautomatik ja
Blendenautomatik ja
Zeitautomatik ja
manuelle Belichtung ja
  BULB-Langzeit-
  belichtung
ja
Motivprogramme  
  Porträt ja
  Kinder/Baby
  Landschaft ja
  Makro ja
  Sport/Action ja
  weitere 6
Belichtungsmessung   Mehrfeld, mittenbetont Integral, Spot
Blitz ja
  Blitzanschluss TTL-Systemblitzschuh
Fernauslöser
Intervallaufnahme
Speichermedium SD/SDHC/SDXC, MemoryStick Pro Duo
Videomodus  
  Format AVCHD oder MP4
  Codec H.264
  Auflösung (max.) 1.920 x 1.080
  bei Bildfrequenz 25 Bilder/s
Empfindlichkeit  
  automatisch ISO 100-3.200
  erweitert
  manuell ISO 100-16.000
Weißabgleich  
  Automatik ja
  Sonne ja
  Wolken ja
  Leuchtstofflampe ja
  Glühlampe ja
  Sonstiges Schatten
  Manuell ja
Autofokus  
  Anzahl
  Messfelder
15
  AF-Hilfslicht Stroboskopblitz
  Geschwindigkeit ca. 0,25-0,34 s
Sprachen Deutsch
  weitere 16
Gewicht
(Betriebsbereit)
796 g
Zoom  
  Zoomverstellung manuell am Objektiv
Einhanbedienung
(Zoom und Auslöser)
Auslösung während d. Speicherns mögl. ja
Akkulaufzeit ca. 700 Bilder lt. CIPA

– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"

*mit Objektiv Sony DT 3,5/5,6 18 - 55 mm SAM II


Kurzbewertung

  • Viel Potenzial für gute Bildqualität bei entsprechendem Objektiv
  • Einfache Bedienung
  • Recht kompakt und handlich
  • Bildstabilisator im Gehäuse
  • Kaum Nachbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera
  • Mäßige optische und mechanische Qualität des Kit-Objektivs
  • Gehäusebajonett aus Kunststoff
  • Display teilweise sehr blickwinkelabhängig

Testnoten

Note Anteil  Punkte
Verarbeitung 12,5 % 87 %
Ausstattung 12,5 % 94 %
Handhabung 12,5 % 91 %
Geschwindigkeit 12,5 % 89 %
Bildqualität 50,0 % 88 %
Gesamtnote 89 %

Preisvergleich

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Sony Alpha SLT-A58

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Sony Alpha SLT-A58 mit SAL-18552



Kompakttest

Sony Alpha SLT-A58

2013-07-11, aktualisiert 2014-01-12 Während der Kampf zwischen den klassischen Spiegelreflexkameras und den spiegellosen Systemkameras noch nicht entschieden ist, platziert Sony erfolgreich beide Technologien am Markt. Bei den Spiegelreflexkameras setzt Sony allerdings auf einen fest eingebauten, teildurchlässigen Spiegel und ein elektronisch erzeugtes Sucherbild. Diese Kombination ermöglicht den schnellen Phasenvergleichs-Autofokus auch im Videobetrieb und soll laut Sony außerdem die Auslöseverzögerung gering halten, weil nicht erst der Spiegel wegklappen muss. Nun kommt mit der A58 nicht etwa der Nachfolger der A57, sondern ein neues Einsteigermodell als Ersatz für die A37 auf den Markt, dass der A57 sehr nahe kommt und ihr sogar teilweise überlegen ist. Was von dem neuen Modell zu halten ist, haben wir in der Praxis und im Labor getestet.  (Stefan Meißner)

Sony Alpha 58 [Foto: MediaNord]Ergonomie und Verarbeitung Die Sony SLT-A58 ähnelt sehr ihrer großen Schwester, der A57. Etwas wuchtiger also als ihre Vorgängerin, ist sie dennoch so handlich geblieben wie eine große Bridge-Kamera. Das Kunststoffgehäuse liegt gut auch in der großen Hand, obwohl der kleine Finger nur noch unter dem gut gummierten Handgriff Platz findet. Der Zeigefinger erreicht den um den Auslöser angeordneten Hauptschalter genauso bequem wie das Rädchen, mit dem Blende, Zeit, Programmverschiebung und nach Druck auf die entsprechende Taste weitere Belichtungsparameter eingestellt werden können. Und der Daumen findet seinen Platz auf der Rückseite, ohne dass versehentlich Schalter gedrückt werden. Dennoch sind die Kreuzwippe und weitere Taster ohne Verrenkungen zu erreichen. Auch der Videoauslöser sitzt hier sehr geschickt nahe dem Okular, so dass versehentliches Auslösen kaum möglich ist.

Die Klappen für Akku und Speicherkarten wirken hinreichend solide und die Gummiabdeckungen der Anschlüsse erfüllen ihren Zweck. Trotz der durchaus guten Verarbeitung wirkt das Gehäuse aber etwas billig, was nicht zuletzt am verwendeten Kunststoff und dem Oberflächenfinish liegen mag. Vielleicht aber auch am Bajonett, das leider kameraseitig Sony Alpha 58 [Foto: MediaNord]ebenfalls aus Kunststoff besteht und mit recht großen Schlitzen Einblick ins mechanische Innere bietet. In staubiger oder feuchter Umgebung könnte das zum Problem werden. Auch das Bajonett des Kit-Objektivs ist aus Kunststoff gefertigt und muss beim Anschließen an die Kamera gegen den Federdruck von Verriegelungspin und AF-Mitnehmer gepresst werden, was zumindest gewöhnungsbedürftig ist. Immerhin gleitet es geschmeidig und passgenau bis zum Anschlag. Wirklich grausam ist der mitgelieferte Kameragurt, denn er ist hart und kratzig zudem schneidet er unangenehm in den Hals. Er sollte gegen ein brauchbares Produkt ausgetauscht werden.

Die Schalter und Rädchen überzeugen wieder mit exaktem Druckpunkt und sauberer Rastung, nur die zweite Stufe des Auslösers könnte ruhig etwas leichtgängiger sein. Das Stativgewinde besteht vorbildlich aus Stahl, befindet sich exakt in der optischen Achse und erlaubt sogar mit montierter Stativplatte Zugang zum Akku.

Der Betriebsartenwähler auf der linken Gehäuseoberseite stellt zwölf Grundfunktionen zur Verfügung. Er lässt sich ohne Begrenzung in beide Richtungen drehen, so dass jede Position auf kürzestem Weg erreichbar ist. Auf die gewählten Einstellungen kann mit der Fn-Taste Einfluss genommen. Im Grunde ist der Gang ins Menü nicht notwendig, denn alle wesentlichen Aufnahmeparameter können über dieses Schnellmenü eingestellt werden. Aber auch das Hauptmenü ist übersichtlich in sinnvolle Funktionsgruppen gegliedert, die jeweils nur eine Bildschirmseite enthalten.

Sony Alpha 58 [Foto: MediaNord]Das mit einer Diagonalen von gut 6,9 Zentimeter (2,7 Zoll) etwas unterdurchschnittlich große Display löst mit rund 460.000 Bildpunkten hinreichend fein auf und zeigt ein brillantes Bild. Es kann nach unten um etwa 50 Grad geklappt werden, nach oben reicht das Gelenk bis in die Waagerechte. Bei seitlichem Einblick nehmen Brillanz und Schärfe nur wenig ab, beim Einblick von unten allerdings kippt die Darstellung sogar ins Negative. Das kann insbesondere dann stören, wenn bei über den Kopf gehaltener Kamera nach unten fotografiert werden soll.

Besonders gut gefällt der elektronische Sucher, der bei Annäherung des Auges automatisch aktiviert wird. Er kommt sehr nah an einen optischen Sucher heran, an gelegentliches Ruckeln und die etwas geringere Helligkeit gewöhnt man sich schnell. Bei Dunkelheit aber spielt der elektronische Sucher seinen Vorteil aus. Wie bei einem Restlichtverstärker kann das Motiv hell und klar beobachtet werden. Dass Rauschen und Ruckeln dabei zunehmen, kann man verschmerzen. Auf dem Display und im Sucher lassen sich verschiedene Gitter und alle Aufnahmeparameter bis hin zum Histogramm unabhängig voneinander einblenden. Auf der Oberseite wäre noch etwas Platz für ein paar weitere Schalter, den Sony leider nicht genutzt hat. Andererseits wirkt die A58 dafür aufgeräumt und bleibt für die anvisierte Zielgruppe übersichtlicher.

Ausstattung Die SLT-A58 ist eine Kamera sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene und ambitionierte Fotografen. Die mit einem goldenen Symbol gekennzeichnete „überlegene Automatik“ entscheidet nicht nur, welches Programm am besten zum Motiv passt, sondern auch, ob mit einer schnellen Bildserie hohe Kontraste bewältigt werden können. Aber nicht nur diese Sony Alpha 58 [Foto: MediaNord]Auto-HDR genannte Methode nutzt die schnelle Bildfolge der A58, auch Bildrauschen und Verwacklungen werden damit vermindert. Wer sich mehr eigenen Einfluss zutraut, stellt eine der anderen Voll-, Szene-, Programm- oder Halbautomatiken ein und für Kontrollfreaks gibt es den manuellen Modus. Die Kamera wächst also sozusagen mit den Ansprüchen. Der Blitz klappt bei Bedarf automatisch aus, kann aber auf Wunsch auch auf den Tastendruck des Fotografen warten. Man darf natürlich keine Wunder von dem kleinen Lichtspender erwarten. Immerhin leuchtet er das Kit-Zoom am kurzen Ende recht ordentlich aus und hinterlässt nur einen schmalen Objektivschatten am unteren Bildrand. Langzeitsynchronisation und Blitzen auf den zweiten Vorhang sind genauso möglich wie die Fernsteuerung eines Systemblitzes. Wem das Licht nicht reicht schiebt einfach einen externen Blitzer in den Standard-Zubehörschuh. Sony hat nun auch beim kleinsten Modell die ärgerliche Marotte mit dem eigenen Blitzanschluss aufgegeben. Damit auch ältere System-Blitzgeräte angeschlossen werden können legt Sony einen Adapter bei. So muss das sein und nicht umgekehrt.

Im Videobetrieb könnte die A58 aufgrund des teildurchlässigen Spiegels die Schärfe zügig und ohne zu pumpen nachführen, tut es mit dem Kit-Objektiv aber leider nicht. Vielmehr wird die Schärfe in Schüben nachgestellt, was von deutlichen Motorgeräuschen begleitet wird. Der Zoomring ist zwar recht leichtgängig, erzeugt aber ein schabendes Geräusch, das ebenfalls auf der Tonspur landet. Dass das wesentlich besser geht, zeigt das Carl Zeiss 1,4/50mm, das uns ebenfalls für den Test zur Verfügung stand. Gleichmäßig und fast geräuschlos verrichtet das 1.500 Euro teure Objektiv seine Arbeit und hält das Sony Alpha 58 [Foto: MediaNord]Motiv im Fokus. Natürlich hinkt der Vergleich schon aufgrund des immensen Preisunterschieds, ein bisschen mehr Qualität für das Kit-Objektiv hätten wir von Sony aber schon erwartet. Ein kleiner Trost mag sein, dass man per 3,5 mm Klinkenstecker ein externes Mikrofon anschließen kann, um Hand-, Zoom- und AF-Geräusche auszublenden. Das ist für eine Kamera dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Ansonsten bietet die Sony volle HD-Auflösung mit 25 Vollbildern pro Sekunde. Das Ganze kann im AVCHD-Modus in verschiedenen Bitraten gespeichert werden.

Der Autofokus arbeitet im Übrigen recht flott und treffsicher ohne aber Rekorde aufzustellen. Eine viertel Sekunde am kurzen und eine drittel Sekunde am langen Ende vergehen bis zum Schuss, vorfokussiert liegt die Verzögerung im Hundertstel-Bereich. Für den manuellen Fokus stellt Sony gleich zwei Hilfen bereit. Zum einen können als scharf erkannte Kannten farbig hervorgehoben werden, zum anderen kann eine Fokuslupe auf die Abblendtaste gelegt werden. Schade nur, dass beim Kit-Objektiv mit einem Schieber zwischen AF und MF umgeschaltet werden muss, manuelles Nachsteuern des Autofokus ist damit unmöglich. Als Schärfering fungiert die schmale Objektivfassung, die von Nah zu Fern nur eine wenig feinfühlige Vierteldrehung benötigt und daher eher einen Notbehelf darstellt.

Sony Alpha 58 [Foto: MediaNord]Der Autofokus mit seinen 15 Feldern versteht sich auf Gesichtserkennung und -verfolgung, aber auch ein zuvor markiertes beliebiges Motiv versucht die A58 im Fokus zu halten. Diese Motiverkennung nutzt Sony außerdem für den automatischen Bildrahmen, bei dem das Foto um das Hauptmotiv herum beschnitten und der Bildausschnitt auf volle Bildgröße interpoliert wird. Zum Glück wird das Bildergebnis zusätzlich zum Original gespeichert, so dass nichts unbeabsichtigt verloren gehen kann.

Die höchste Serienbildrate erreicht die kleinste SLT nur mit einem Trick: In der Einstellung „Telezoom Serienaufnahme“ wird ein etwa 5 Megapixel großer Bildausschnitt aus der Sensormitte mit 8 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Wegen des Bildausschnitts verlängert sich die Brennweite dabei scheinbar um den Faktor zwei. Auch Schwenkpanoramen, horizontal und vertikal, nimmt die Sony mit einer schnellen Bildfolge auf. Das klappt mit etwas Übung recht gut, nur bei bewegten Motiven entstehen Doppelkonturen und durch das Schwenken auch leichte Bewegungsunschärfen. Bei voller Auflösung schafft die A58 rund 5 Bilder je Sekunde, die sie für etwa 8 Bilder durchhält, danach bricht die Geschwindigkeit ein.

Sony Alpha 58 [Foto: MediaNord]Sehr erfreulich ist der ins Kameragehäuse integrierte Bildstabilisator, der seine Arbeit beim Fotografieren aber sehr im Verborgenen leistet. Nur im Moment der Aufnahme entwackelt er das Bild, das Sucherbild wird nicht stabilisiert. Immerhin arbeitet der Stabilisator mit jedem Objektiv.

Der Bildbearbeitungsmuffel erwirbt mit der SLT-A58 elf mehr oder weniger brauchbare Kreativmodi, darunter der beliebte Miniatureffekt, verschiedene Schwarzweißumsetzungen und einiges mehr. Nachträglich auf bestehende Fotos anwenden lassen sie sich nicht. Überhaupt beschränken sich die nachträglichen Bearbeitungsmöglichkeiten auf das Mindestmaß, drehen und löschen, das war‘s.

Bildqualität Sony packt gegenüber den Vorgängerinnen bei der SLT-A58 vier Megapixel drauf, was sogar die eigentlich „größere“ A57 in den Schatten stellt. Ob diese Erhöhung auf 20 Megapixel der Bildqualität nutzt oder vielleicht schadet, haben wir in unserem eigenen Testlabor gründlich untersucht. Gegen ein geringes Entgelt kann der ausführliche Test mit allen Messdiagrammen über den Link am Ende dieses Tests herunter geladen werden.

Sony Alpha 58 Speicherkartenfach und Akkufach [Foto: MediaNord]Um es gleich vorweg zu nehmen: Die höhere Auflösung schadet den dafür empfindlichen Parametern nicht. Rauschen, Korngröße, Eingangsdynamik und Signal-Rauschabstand sind gleichauf oder sogar besser als bei der viel gelobten A57. Farbrauschen ist so gut wie bedeutungslos, erst bei höchsten ISO-Werten kratzt es an der Störgrenze. Bis ISO 1.600 halten sich alle anderen genannten Parameter unauffällig zurück und steigen darüber nur sanft an. Die Eingangsdynamik bleibt durchgängig bei über 10 Blendenstufen, erst jenseits von ISO 6.400 sinkt sie unter 9. Insofern stören die 20 Megapixel jedenfalls nicht. Anders sieht es aus, wenn man das Auflösungsvermögen des Objektivs betrachtet. Es ist praktisch keine Steigerung gegenüber den Modellen mit geringerer Pixelzahl feststellbar, die Messkurven verharren bei mickrigen rund 35 Linienpaaren pro Millimeter (Lp/mm), und das auch nur in der Bildmitte am kurzen Ende und offener Blende. Die beste Bildqualität hat das Kit-Zoom bei mittlerer Brennweite und Blende 5,6 bis 11, aber auch dort wird die 40er-Latte deutlich verfehlt. Befindet sich das Motiv in der Bildmitte, kann das DT 18-55 mm also durchaus bei Offenblende verwendet werden, knackige Schärfe sollte man aber nicht erwarten. Das liegt sicherlich auch am nur moderaten Nachschärfen der Kamera, was als positiv zu werten ist, denn Schärfungsfehler sind nicht der Rede wert. Hier kann der Fotograf nachträglich Hand anlegen.

Randabdunklung ist kaum ein Thema, Verzeichnung im Weitwinkel dagegen schon. Drei Prozent tonnenförmig sind mit bloßem Auge sichtbar und bei Architekturfotos auch störend. Die Tonwertübertragung wird für den direkten Druck eher knackig aufbereitet, so dass Korrekturen in der Bildbearbeitung an dieser Stelle nicht notwendig sind. Mit der Farbtreue nimmt es die Sony nicht ganz so genau, Sony Alpha 58 [Foto: MediaNord]allerdings neigt sie zu etwas höherer Sättigung bei den warmen Farben, was allgemein als angenehm empfunden wird. Der Weißabgleich wiederum ist sehr treffsicher und gibt keinen Anlass zur Kritik.

Fazit Sony hat mit der SLT-A58 eine Kamera auf den Markt gebracht, die sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene Fotografen anspricht. Vollgepackt mit elektronischen Helfern und Automatismen, die kaum ein technisch verdorbenes Bild zulassen, ermöglicht sie aber auch die volle manuelle Kontrolle. Der schnelle Autofokus könnte sogar den Videofilmer begeistern, wäre da nur nicht das sehr bescheidene Kit-Objektiv. Dass Sony hier viel Potential, das durchaus in der A58 steckt, verschenkt, ist schade. Erst mit einem brauchbaren Objektiv bestückt zeigt die Neue, was wirklich in ihr steckt. Über ein paar weitere kleine Schwächen wie die billige Anmutung beziehungsweise das fragwürdige Kunststoffbajonett, mag man angesichts des fairen Preises hinwegsehen.


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